Schlusswort

Wie bereits Angekündigt gibt es noch einen Artikel mit einem Resümee. Leider hat dieser jetzt doch sehr lange auf sich warten lassen.

Am Anfang war ich selber etwas skeptisch was mich erwartet. Ich bin mit nicht all zu viel Vorbereitung nach San Francisco geflogen. Klar hatte ich einen groben Plan welche Route ich nehmen will. Doch zwischen den einzelnen Städten gab es dann doch mehrere Möglichkeiten. Es war definitiv nicht immer einfach. Vor allem wenn man nicht davon ausgehen kann, dass in jedem Ort auf der Karte Einkaufs und Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Hier hilft es oft sich mit Einheimischen zu Unterhalten und zu erfragen, wo es wieder etwas gibt. Im wilden Westen war das wichtiger als im deutlich stärker besiedeltem Osten der USA. Unerlässlich war auch das moderne Informationssystem. Meistens habe ich mir am Abend vorher raus gesucht, wo es den nächsten Schlafplatz gibt. Auch für meine Routenplanung habe ich das Internet zur Unterstützung verwendet. Meine Empfehlung für Nachahmer mit nicht USA Mobilfunkvertrag: Holt euch eine Prepaid SimKarte. Mit AT&T hatte ich zwar oft Empfang. Mein Eindruck war aber, dass Verizon die höhere Abdeckungsdichte hat. Vor allem im Outback (westlicher Teil).

Wenn ich noch mal alleine eine so lange Strecke mit so vielen Unbekannten fahren würde, würde ich wieder einen GPS Tracker mit SOS Funktion mit nehmen. Klar hat er diesmal mehr euch gezeigt wo ich bin. Für mich war es ein wichtiges Stück Sicherheit auf der gesamten Tour. Zum Glück habe ich die SOS Funktion nicht gebraucht, doch es gab Rückblickend so viele Stellen wo kein Mobilfunkempfang war, dass es eine sehr gute Entscheidung war das Gerät mit dabei zu haben.

Die gesamte Flora und Fauna hat mich stark beeindruckt. In Utah hatte ich die Möglichkeit in höheren Lagen eine Ähnliche Flora zu sehen wie sie bei uns in Bayern vorherrscht. Dies liegt einfach daran, dass es dort deutlich südlicher war als hier. Genau diesen Trend konnte ich bis nach Skandinavien verfolgen. Die Natur ist schon etwas faszinierendes. Von der Fauna her habe ich einige Arten in diversen Aggregatzuständen entlang meiner Strecke gesehen. Das ging von fröhlich hüpfend über frisch blutenden oder schon verdorrt bis hin zum bloßen Skelett. Nur einmal schauderte es mich bei einem solchen Anblick richtig. Das war kurz vor dem Ort Rupert. Dort wurden einem vermutlich frisch angefahrenen Marder die Gedärme von Raben raus gepickt. Genau dort musst ich dann noch ein zweites mal vorbei um auf meine Ursprungsstrecke zurück zu kommen.

Oft wurde ich gefragt wo es mir am besten gefallen hat. Es war überall schön, doch am beeindruckendsten war ganz klar der Bryce Canyon und das gesamte Canyon Land entlang des Byway 12. Dies liegt vermutlich daran, dass ich bis jetzt nirgends, wo ich bisher gereist bin, so etwas gesehen habe. Vermutlich ist diese Landschaft auch einzigartig.

Dieser Blog war auf jeden Fall die richtige Wahl für meine Reisedokumentation. Jeder konnte und keiner musste Lesen. Es ist auch nicht nötig, dass man sich registriert. Klar muss man das wenn man Kommentare schreiben will, doch das schöne wie gesagt, keiner muss. Ich habe mich über jeden Kommentar gefreut. Auch hat mir das jedes mal  Motivation gegeben um weiter zu machen. Weiter mit der Tour und dem Blog. Ein Blog kann aus meiner Sicht nur dann funktionieren, wenn regelmäßig geschrieben wird. Dies war vor allem auch mein Anspruch an mich. Wenn ein Blog, dann möglichst täglich. Nur funktioniert der beste Blog nicht, wenn ihn keiner liest. Vom ersten Tag an habe ich gesehen, dass mehrere Leute hier mit lesen. Wäre das nicht der Fall gewesen hätte ich auch irgendwann das Schreiben eingestellt. Pro Tag habe ich immer mindestens eine Stunde daran gesessen. Die besten Bilder raus suchen, welche Ereignisse lohnen sich zu schildern, wie formuliere ich was, usw.

Auf meinem Weg habe ich sehr viele nette Menschen getroffen. Angefangen hat es schon mit Jim im BART auf dem Weg in die Innenstadt von San Francisco. Geendet hat es erst in New York bei meinem Rückflug. Es ist mir immer eine warmherzige Offenheit entgegengebracht worden von der ich hoffe, einen Teil weiter geben zu können. Vielen herzlichen dank für euer aller Gastfreundschaft. Ihr wart Teil von einem für mich unvergesslichem Erlebnis!

Ich möchte mich an dieser Stelle bei euch allen ganz herzlich bedanken, die mit mir, wenn auch nur lesender weise, durch die USA gefahren sind. Auch ein großes Dankeschön an die vielen Kommentare, welche mir euer Interesse gezeigt haben.

Wenn ihr weiterhin Lust habt meine Radreisen zu verfolgen, dann einfach immer mal wieder hier auf dieser Seite nachschauen. Alternativ könnt ihr einen Kommentar hinterlassen und die Option „Benachrichtige mich über neue Beiträge via E-Mail“ anklicken. Ich kann gerne den Kommentar dann auch wieder löschen.

Bis zum nächsten mal.

PS. Bis jetzt ist noch nichts geplant.

 

 

Ein Gedanke zu „Schlusswort“

  1. Hi Rupi
    Ein schöner Abschluss dieser Bericht. Krass, dass die Zeit nun schon wieder rum ist. Ich beneide dich schon ein wenig um dieses tolle Abenteuer! Nun wünsche ich dir einen guten Start ins Wieder-Berufsleben:-). Und bis bald!!!!!
    Jeannette

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