Wehe wenn sie losgelassen

Ich habe sicher in über 100 unterschiedlichen Hotels eingecheckt, aber ein Butterspender stand bis jetzt an noch keinem Frühstücksbüffet. 

Nach einem Gruppenfoto mit allen 107 Fahrern vor dem Hotel in Bad Salzuflen geht es auch schon wieder mit dem Rad weiter. 

Wir sind in 5 Gruppen aufgeteilt, welche meistens von zwei Guides geführt werden. Es wäre sehr schwierig alle mit dem gleichen Tempo fahren zu lassen. Deshalb müsste man schon bei der Anmeldung angeben in welcher Gruppe man fahren möchte. Damit dieser Wunsch bzw. die Selbsteinschätzung überprüft werden kann werden noch die Geschwindigkeit in der Ebene und die Höhenmeter pro Stunde abgefragt. Auch die Kilometerleistung aus dem Vorjahr wird berücksichtigt. Vorgesehen waren 6 Gruppen und ich hatte mich für Gruppe 2 angemeldet. Je niedriger, umso schneller ist die Reisegeschwindigkeit. Nachdem es für Gruppe 1 zu wenig Teilnehmer sind, wurden 1 und 2 zusammen gelegt. Das ist auch unter dem Aspekt passiert, dass mindestens 16 Personen in einer Gruppe sein sollten um die Verbandsrechte zu nutzen. Die Radwege Nutzungspflicht entfällt und wir können in Zweierreihen auf der Straße fahren. Auch zählt man damit als ein Fahrzeug. Sprich wenn der erste bei Grün über die Ampel gefahren ist, dürfen alle anderen hinter her fahren, auch wenn die Ampel auf Rot umgestellt hat. 

So schnell landet man in der Gruppe  1. Diese hat allerdings einen schlechten Ruf, von wegen, dass die nur Rasen. 

Noch vor der Mittagspause kam der erste längere Anstieg der Frei gegeben wurde. Sprich die Gruppenformation Zweierreihe wird aufgehoben und jeder kann sein Tempo fahren bis zum nächsten ausgemachten Punkt. Unser Guide hatte noch mal fertig gesprochen, wo die halbe Gruppe los gesprintet ist. Ich hab mich nur gefragt wo ich hier gelandet bin. Selbst habe ich mein Tempo eingelegt und ein paar von den Ausreißern wieder gestellt. Vielleicht hätte ich von Beginn an mit gehen können, allerdings haben wir davor einige Wellen bereits durch gedrückt und mir war auch klar, dass wir noch mehr kleine Hügel in nahezu Renntempo fahren werden. Es ist Tag 3,  noch 6 Tage bis Garmisch. Da muss man sich nicht gleich weg schießen. 

Das Mittagessen war mal wieder klasse. Es gab Leberkässemmeln und diverse andere Köstlichkeiten. Nur galt es diesmal, dass wir uns zügeln, da es danach direkt in den Anstieg ging. Dieser wurde aber gemäßigter gefahren. 

Am Nachmittag haben Windräder unsere Wege gesäumt soweit das Auge reichte. 

In Adorf, einem netten Ort im Fachwerkbau gehalten, gab es die Nachmittagspause. Aufgrund der warmen Temperaturen hatten wir diese durchaus nötig. 

Winterberg ist der heutige Etappenort. Wir sind hier auf 700 Metern.  Bei unserem Hotel handelt es sich um ein Skiresort wenige Meter von der Piste entfernt. Ob das Skifahren hier oft funktioniert, bin ich mir nicht sicher. Auf jeden Fall sind einige Schneekanonen vorhanden. 


Zum Abendessen gab es zur Abwechslung mal etwas anderes. Ein Grill Buffet. Sehr fein. Ich kam mir fast vor wie bei Running Sushi, mit drei gestapelten Tellern. 

Hier findet man den offiziellen Blog, insbesondere von Gruppe 2: http://reisen.quaeldich.de/grand-tours/flensburg-garmisch/blog/

Ein Gedanke zu „Wehe wenn sie losgelassen“

  1. Da freuen sich deine Neffen bestimmt, dass ihr auf einem Spielplatz mit Hoppa-Ente und Hoppa-Auto warst.
    In Rom kam bei uns der Kaffee direkt aus der Wand

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