Anfang vom Ende

Ja, dass meiste geht irgendwann vorbei. So auch dieses Abenteuer. Morgen ist der letzte Tag im Sattel mit Gepäck. Es wird auch durchaus Zeit. Bei meiner „8:14 bei Nove Colli“ Hose hat sich das Polster gelöst. Meine andere Hose schaut auch nicht mehr neu aus. Der Rasierschaum ist bereits alle. Anderes geht auch zur Neige. Wie zum Beispiel alle Ersatzschläuche sind verbraucht.

Wenn man die Tage in Philadelpia ist, dann kommt man der Politik nicht aus. Im Hostel haben sich einige Bernie Anhänger einquartiert. Mit einigen habe ich gestern Abend noch und auch heute morgen mich unterhalten. Bildung ist hier enorm teuer und bis jetzt vom Staat nicht finanziert. Auf jeden Fall sind die meisten die ich treffe oder mit denen ich mich unterhalte der Meinung, dass weder Clinten noch Trump gut sind. In einem halben Jahr werden wir wissen wie USA sich entschieden hat.

Man merkt, dass hier an der Ostküste die Besiedelungsrate deutlich höher ist. Es dauert bis ich aus der Stadt draußen bin.

An einer Stelle schmiege ich mein Vorderrad an einen grünen SUV und bleibe dadurch abrupt stehen. Habe nur etwas nach unten auf mein Hinterrad geschaut, als der dumpfe Knall passiert. Vermutlich wollte die ältere Dame kurz vor mir noch auf den Parkplatz abbiegen. Weil ich glaube, dass bevor ich nach unten gesehen habe da noch kein Auto stand. Wie dem auch sei. Ich war nicht schnell, da es Berg auf ging und ich gerade von einer roten Ampel los gefahren bin. Mein Schreck war groß, zum Glück ist nichts und niemandem etwas passiert. Zwei andere meinten auf jeden Fall, dass die Frau schuld war. Wir haben nichts aufgenommen oder sonst was, nachdem es keinen Grund dazu gab. Auf jeden Fall ein weiteres Merkmal, dass es jetzt dann gut ist.

Am Nachmittag hole ich mir einen Smoothie und fülle meine Flasche mit Eiswürfeln. Hat gute 35 Grad. Kurz nach dieser Pause komme ich auf einen weiteren Kanal Trail. Dieser ist einigen Stellen noch sumpfig.

Während ich so im Slalom den Trail dahin fahre, wird es immer dunkler. Als der Blitz und Donner einsetzen suche ich mir einen Unterstand. Gleich darauf geht es los. So ein heftiges Unwetter hab ich schon lange nicht mehr gehabt. Ein paar Blitze schlagen in unmittelbarer Nähe ein.

Bis ich weiter fahren kann vergeht eine gefühlte Ewigkeit. Ich hätte nur eine halbe Stunde mehr gebraucht. So bin ich erst 2 Stunden später im Hotel angekommen.

Ich freue mich auf jeden Fall, dass morgen der letzte Radtag ist.

3 Gedanken zu „Anfang vom Ende“

  1. Für deinen letzten Strecke wünsche ich dir alles Gute. Mögen dich weiterhin die Schutzengel so gut begleiten.
    Lass es dir in NY City gut gehen.
    Freue mich auf Freitag.

  2. Auf Platten und Unfälle mit älteren Ladies kann man aber auch wirklich verzichten. Ansonsten musst du dir nur vorstellen, dass wir allen am Timessquare stehen und bei deiner Ankunft applaudieren! Applaus, Applaus

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