Stelvio oder nicht?

Start ist um 9 Uhr. Die Sonne scheint und die Vorhersage ist gut bis zur Mittagspause. Nachdem es bis Mittag trocken angesagt ist, gibt es nur leichtes Gepäck.

Ja, der Himmel ist bewölkt, doch noch ist relativ gute Sicht.

Innerhalb weniger Kehren ziehen die Wolken auf.

Auf der zwischen Ebene ist die Sicht nochmal besser, doch auch dort sind keine 20 Grad und Sonnenschein.

Der Blick zum Stelvio bzw Stilfser Joch ist sogar da, doch es wären 300 unnötige Höhenmeter extra.

Die Entscheidung steht: Heute kein Stelvio sondern erst morgen, wenn wir dort übernachten.

Am Umbrail ziehe ich alles an was ich dabei habe. Hätte ich doch nur die neu gekauften Handschuhe mitgenommen.

Benny kommt kurz nach mir und wir fahren gemeinsam ab bei 2 Grad und Regen.

Die erst noch als gut geteerte Abfahrt angekündigt, hatte eine Baustelle mit einer losen Schotter Passage. Kombiniert mit dem Regen durchaus eine Herausforderung.

Besonders meine Hände frieren. Nach knapp zwei Drittel der Abfahrt kommt ein Restaurant wo wir uns mit Tee aufwärmen.

Als der Regen nach lässt und auch andere unserer Reisegruppe vorbei kommen, machen wir uns auf den Weg nach Santa Maria, wo unsere Mittagspause ist.

Etwas Sonne wärmt uns dort. Gestärkt und mit mehr Klamotten geht es in den Ofenpass.

Spannender Weise steht auf dem Passschild ein anderer Name als vorher auf den Verkehrsschildern angeschriebenes. Vermut handelt es sich um die italienische Bezeichnung, obwohl wir bereits wieder in der Schweiz sind.

Selbst der kleine Zwischenanstieg nach Zernez hat ein Schild, auch wenn es sehr klein ist.

Ab da an geht es bis kurz vor Scuol mit Rückenwind dem Inn Flußabwärts folgend. Wie vor paar Jahren, als ich von Penzberg an einem Tag zum Commersee gefahren bin, sind auch diesmal viele Baustellen auf unserer Strecke.

Kurz vor unserem Etappenziel bekommen wir nochmal ein paar Tropfen ab. Doch diese sind nicht mehr so wild, da es doch ein Unterschied ist, ob es auf 2500 Metern oder auf nicht mal 1000 Metern regnet.

Bei einem Spaziergang nach unserer Ankunft in Scuol wird uns auch noch ein Regenbogen geboten.

Ob es morgen einen Tag ohne Regen gibt kann ich erst morgen nach Dr TV Etappe beantworten, weil wie wir heute lernen dürften: Auf den Wetterbericht ist kein Verlass.

Daten: 94 Kilometer, 2400 Höhenmeter

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