Die 3er im Trio

Auf dem Plan stehen heute zwei Dreier: Einmal der Tre Croci und dann der Tre Cime di Lavaredo (Drei Zinnen). Ebenso der Pragser Wildsee und der Furkelsattel. 

Nachdem die Gruppenwahl bei Quäldich keine Einbahnstraße ist, sind wir in Gruppe 1 nur zu dritt. 

Einige Meter müssen wir erst einmal nach Cortina abrollen um dann im Ort einer Einbahnstraße zu folgen welche auch ein riesiger Kreisverkehr sein könnte. Auf dem Navi war schon zu erkennen wo wir hin müssen nur eben über fast die ganze Runde was einer Stadtrundfahrt gleich kam. 

Schon in Cortina beginnt der Anstieg zum Passo Tre Croci. Nicht allzu steil zieht sich dieser über 8 Kilometer bei 575 Höhenmetern. 

Eine kurze Abfahrt bringt uns zum Anstieg zum Col Sant‘Angelo. Dieser ist recht gerade und hat dauerhaften Blick auf die drei Zinnen. 

Als wir zu der Stichstraße zu den Tre Cime abbiegen sieht man den Verkehr und Tourismus. Zum Glück ist es ab einem gewissen Punkt eine limitierte Mautstraße. Vor einigen Jahren war hier auch schon der Giro mit einer Bergankunft. Für uns ist es der höchste Punkt auf unserer Rundreise. 

Bis Toblach fahren wir anschließend ab, wobei ein sehr hohes Verkehrsaufkommen herrscht. 

Daily Rupert

Ein letztes Mal können wir heute Sylvias Buffet unterwegs genießen bevor wir uns auf zum Pragser Wildsee machen. 

Ebenfalls eine Stichstraße und mindestens genauso Überlaufen, dass wir uns dort nicht lange aufhalten. 

Ohne weiteren großen Stop geht es in den Furkelsattel. Diesen sollte man vor allem nicht im Mittelstück unterschätzen. Vor allem nachdem wir schon einiges in den Beinen haben. Gute zwei Kilometer bleibt die Steigungsanzeige über 10 Prozent. Oben angekommen ist es nur noch ein Ausrollen bis St. Vigil wo dann später ein sehr feines Abendessen wartet. 

https://www.relive.com/view/vdORz1znNrO

Sella(3/4)ronda extended

Nachdem Gruppe 1 gemeinsam entschieden hatte heute eine individuelle Tour zu fahren, mit 6 Pässen über 2000 Meter, wurde diese Option allen Teilnehmern in geguideter Form anzubieten. Die Gruppengröße verdoppelte sich sogar auf 8 Fahrer. Teile der Sellaronda bei guten Bedingungen zu fahren lockte. 

Der erste Blick am Morgen aus dem Fenster löste mehrfach Verwunderung und Überraschung aus. Auch der zweite Blick bestätigte es, weiter oben auf den Bergen hat es geschneit. 

Die Sonne täuscht ein bisschen Wärme vor, doch die gibt es nur bei direkter Bestrahlung. Diese hat man nur nicht ständig, was bedeutet, dass man sich gut einpacken sollte. 

So beginnt für uns auch gleich der Anstieg zum Pordoi und Sellajoch. Es ist deutlich mehr Verkehr als gestern unterwegs. Es staut sich richtig an einer Baustelle mit Wechsel Verkehr. An der Abzweigung der beiden Pässe wird es nur leicht besser. 

Als erstes kommt der Passo Pordoi. Je höher wir kommen umso näher kommt die Schneedecke. Diese ist zum Glück nur abseits der Straße und verzaubert die eh schon geniale Kulisse in eine Bilderbuch Landschaft. Jeder hat ein grinsen im Gesicht, trotz der Anstrengung des Berg auf Fahrens. 

So ist der Pordoi als erstes geschafft und wir fahren zurück zur Abzweigung um dann das Sellajoch anzuschließen. Die Abfahrt ist entsprechend kalt, doch die nächste Auffahrt zum aufwärmen lässt nicht lange auf sich warten. 

Daily Rupert

So reihen sich nach und mit unzähligen Bildern das Sellajoch, das Grödnerjoch und der Campolongo ein. 

In Arabba war grob die Hälfte unserer Tour absolviert, was prädestiniert für eine Mittagspause war. 

Um die Sellaronda nun zu komplettieren, hätten wir noch einmal auf den Pordoi gemusst. Da wir aber einen weiteren Quartier Wechsel hatten war Kreativität gefragt und hier der passende Ort um das neue Etappenziel anzuvisieren. 

Also auf zum Passo Falzarego. Und wenn man schon mal da ist, dann kann man mit nur 1 Kilometer und nicht mal 100 Höhenmetern auch noch den Passo Valparola mitnehmen. 

Wenige Meter vor dem Hotel treffen wir auf Gruppe 2, welche uns von der Schönheit des Passo Giau vor schwärmt von welchem sie gerade herunter gekommen sind. Zum Glück war dieser bereits eingeplant. 

Eine geniale Runde mit 7 Pässen und 6 davon für den Club 2K. Noch dazu bei nur 110 Kilometern und 3300 Höhenmetern eine richtig gute Ausbeute. 

https://www.relive.com/view/vXvLEQ1Ey7O

Die tapferen Sechs

Und schon wieder das liebe Wetter…

Heute steht die Sellaronda an. Nur der Wetterbericht spielt nicht so mit. Diverse Wetterportale sagen es regnet. Am Vormittag weniger und am Nachmittag mehr. Also wenn fahren, dann gleich nach dem Frühstück. 

Einige hatten sich bereits vorher entschieden nicht zu fahren und waren später beim Frühstück. Bei den Meisten wurde die Entscheidung am Frühstückstisch getroffen. Beide Optionen sind möglich, da wir in Canazai zwei Nächte bleiben. 

Gruppe 1 entschied sich die Etappe für morgen anzupassen und da die Pässe um den Sella Stock mitzunehmen und dafür heute Ruhetag zu machen. Da muss ich dann nicht heute bei sehr wahrscheinlich Regen die mir eh schon bekannte Runde fahren, wenn wir da morgen eh großteils vorbei kommen.

Bei Gruppe 2 entschieden sich 3 Teilnehmer für das Fahren und in Gruppe 3 noch eine weitere Teilnehmerin. Somit waren deren Guides auch mit am Start. 

Mit guter Laune und ohne Niederschlag, bejubelt von den „Nicht“ Fahrern, ging es auf die Runde. Währenddessen machten andere Friseur und Massage Termine aus um den Ruhetag so richtig für die Regeneration zu nutzen. 

Unabhängigen Berichten zufolge war die Runde weitestgehend trocken und gut fahrbar. Gruppe 2 kehrte bereits kurz nach dem Sellajoch ein, wo Gruppe 3 dann aufholte und gleich vorbei zog in den Anstieg auf das Grödnerjoch. Erst am Passo Campolongo auf den letzten Metern holte Gruppe 2 wieder auf. 

Ein gemeinsamer Kaffee Stop in Arabba, wo Gruppe 2 etwas länger verweilte, sorgte für eine nahezu gemeinsame Ankunft oben am Pordoi. Diese Auffahrt war ein Wettrennen mit und gegen heraufziehende Regenwolken welche dann leider doch noch die letzte Abfahrt nach Canazei im Starkregen bescherte. 

Ich schloss mich, in der Zeit wo die Radler oben am Pordoi waren, der Regenschirm Wandergruppe an um einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen. So verpassten wir ganz knapp die Ankunft.

Für die nächsten Tage ist es erneut trocken angesagt. Ich freue mich schon morgen wieder in dieser schönen Region Rad fahren zu dürfen.

Gruppendynamik

Das Rad fahren und der Wetterbericht gehören sehr häufig zusammen. 

Für heute ist ständig bewölkt und gegen Nachmittag eine Regen Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent angesagt. 

Guter Dinge nimmt Gruppe 1 trotz der Prognose die längere Strecken Variante. Bis Predazzo geht es leicht wellig dahin. Dort startet bereits der Anstieg zum Passo di Rolle. Mit angenehmen Steigungsprozenten nehmen wir stetig an Höhe zu. Im Mittelstück um den Ort Bellamonte herum gibt es sogar eine noch flachere Passage. Gemeinsam kurbeln wir als kompakte Gruppe den Passo di Rolle nach oben. Der ein oder andere würde zu diesem Anstieg sicherlich Rollerberg sagen, was ja ein Match mit dem Passnamen wäre. 

Nachdem dieser bereits unsere Zusatzoption war, rollen wir 7 Kilometer zurück nach unten um dann den Abzweig zum Passo di Valles zu nehmen. Dieser ist etwas steiler und so fährt jeder in seinem Tempo. Kurz vor und am Pass treffen wir Gruppe 3. 

Als alle oben waren und entsprechende Fotos im Kasten waren, ging es gleich in eine längere Abfahrt bis zur Verpflegung wo wir auf Gruppe 2 treffen. 

Nach einer kurzen Stärkung werden der Prognose wegen teilweise die Überschuhe noch angezogen. Frei dem Motto, wenn man einen Regenschirm dabei hat, dann braucht man ihn nicht. 

Zeitgleich mit Gruppe 2 begeben wir uns auf die Strecke. Durch mehrere Baustellenampeln zerwürfeln sich die beiden Gruppen. Erst wie wir in Cencenighe Agordino das Tal wechseln findet sich Gruppe 1. 

Vereinzelt treffen wir noch welche von Gruppe 2 und nehmen diese bis zum Anstieg mit. Ab dann fährt jeder sein Tempo.

Als ein Teil von Gruppe 1 auf der Hälfte des Passes ist, gibt es einen lauten Donnerschlag. Ebenfalls setzen Regentropfen ein. Mehr anziehen lohnt sich nicht, weil man sonst noch mehr schwitzt und von innen her Nass werden würde. Also stetig weiter. Im oberen Bereich treffen wir einen Teilnehmer aus Gruppe 3. Er ist erst vom Platz der Mittagspause gestartet um mehr Zeit für diesen Anstieg zu haben. 

Daily Rupert

Mittlerweile haben die Tropfen auch schon wieder aufgehört zu fallen und es kommt sogar der ein oder andere Sonnenstrahl durch die Wolkendecke. 

Oben am Pass angekommen meldet sich einer aus Gruppe 1 ab, weil er mit Gruppe 2 eingekehrt ist. Dafür kommt von Gruppe 2 auch noch einer oben am Pass an gerade wie wir abfahren wollen. Auch den nehmen wir gerne mit. So machen wir uns zu fünft (3x Gruppe1 und je 1x Gruppe 2&3) auf die letzten Kilometer in der Abfahrt. 

So kommen wir weitestgehend trocken und in unerwarteter, aber netter Konstellation am Hotel an. 

https://www.relive.com/view/v7O9grXNdLq

Heute was gegrilltes?

Heute morgen ging es etwas entspannter zu, nachdem für heute eine Rundtour auf dem Programm steht und wir nicht packen müssen. 

Es geht bei angenehmen Temperaturen das Cembra Tal ein Stück weit hinab. Doch schon gleich zu Anfang dürfen wir erst an einer Baustellenampel warten, dann verlangsamt uns eine Kuhherde.

Nach diesen zwei Hindernissen kommt ein Flow in die Gruppe und es rollt schön bis Sover, wo wir den ersten von drei Anstiegen angehen. Er ist kurz, aber gleicht es durch Steilheit aus. Oben angekommen geht der Flow weiter bis Levico Therme. 

Final bremst uns erst eine Baustelle unten an der Kaiserjäger Straße aus. Nach etwas Recherche und einem Kommunikationsversuch mit einem Einheimischen, finden wir eine Umfahrung der Sperrung und können dann doch den zweiten Anstieg wie geplant mitnehmen. Innerhalb kürzester Zeit wurde diese Straße bereits 1915 in den Fels gesprengt mit drei Tunnels und eng an den Hang geschmiegt. 

Nur wenig Verkehr begleitet uns diesen Anstieg hinauf. Oben machen wir unsere Mittagspause, da heute Selbstversorgung auf dem Programm steht. 

Auch Gruppe 2 nimmt die Zusatzoption der Kaiserjäger Straße mit und macht wenig später nach uns auch in der Bar halt. 

Für uns geht es weiter, den gefahrenen Anstieg wieder zurück, da eine Runde viel zu lange dauern würde. 

Unten angekommen verläuft unsere weitere Strecke auf einem Radweg. Viele Links Rechts Kombination oder querende Straßen bremsen den Fahrfluss obwohl wir genau einen solchen Fluss, der Brenta, entlang fahren. 

Entlang dieses Radwegs gibt es zwei Bicigrills. Ja, dort können sich Radfahrer ausruhen und mit Essen und Getränken versorgen. Und nein, es gibt dort nicht nur gegrilltes, wie man vom Namen her schließen könnte. Beide lassen wir jedoch rechts liegen, da wir ja bereits Mittag gemacht hatten. 

In Telve beginnt der 23 Kilometer lange Anstieg mit 1600 Höhenmeter zum Manghen Pass. Nachdem es schon nichts gegrilltes zu essen gab, werden wenigstens wir bei über 30 Grad auf der Südauffahrt gegrillt. Ein leichter Druck vorne gegen den Helm lässt sogar einen mini Wasserfall entstehen. Die Fontana Elisa kommt genau richtig um kühles frisches Bergwasser zu tanken. Über jeden Schatten sind wir dankbar. 

Die Wolken nehmen zu und spenden so Schatten, was im ersten Moment gut ist. Doch je höher wir kommen, umso frischer wird es. Geht ja auch auf einen der kleineren Club 2K Pässe. Sprich wir kommen auf über 2000 Meter. Um genau zu sein, der Manghen Pass liegt auf 2042 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. 

Daily Rupert

Nass Geschwitzt und windig ohne Sonne macht das warten oben eher ungemütlich. Zum Glück gibt es leicht unterhalb auf der Nordseite ein Restaurant zum einkehren. 

Mit einem warmen Cappuccino intus und etwas mehr Kleidung am Körper geht es in die erst sehr kurvenreiche und dann mit längeren Geraden versehene rasante Abfahrt. 

Unten ist die Kälte von oben so gut wie vergessen. Spätestens der kurze Schlussanstieg zum Hotel macht wieder warm. Und vielleicht gibt es beim Abendessen doch noch was gegrilltes…

https://www.relive.com/view/vrqDXM8w9wq

Mega schöner Auftakt

Kurzfristig wurde ein Guide für den Dolomiten Giro gesucht. Dank meiner tollen Arbeitskollegen konnte ich meinen Urlaub um eine Woche verlängern und darf seit langem mal wieder in den Dolomiten Rad fahren. 

Bereits gestern war die Anreise nach Bozen, damit wir heute wie gewohnt um 9 Uhr starten konnten. Bei Top Bedingungen rollen wir erst durch Bozen und dann den Eisacktalradweg in Richtung Brixen. 

Nach dieser Einrollphase bis Blumau biegen wir direkt in den ersten Anstieg ab. Es geht in Richtung Seis am Schlern und zum Nigerpass welchen wir anfahren. Zum Glück kommt die Teilung nach wenigen Kilometern. Es wollen deutlich mehr Autos zur Seiser Alm wie zum Nigerpass. Gut für uns. 

Der erste Teil des Anstiegs ist bald geschafft und dann geht es gemeinsam wellig ansteigend bis St. Cyprian. Eine unerwartete Steile Rampe startet den zweiten Teil des Anstiegs. Danach können wir uns wieder voll auf die herrliche Landschaft um den Rosengarten konzentrieren und nebenbei die verbleibenden Höhenmeter zum Passschild absolvieren. 

Nachdem der Karerpass nur einen halben Kilometer von unserer Strecke entfernt ist, nehmen wir diesen natürlich noch für ein Foto mit bevor wir runter zum traumhaften Karersee rollen. Der Stop dort ist einfach empfehlenswert, da die Kombination aus der Wasserfarbe und dem sich spiegelnden Berg nicht nur für Fotos gut ist, sondern auch live und in Farbe genossen werden kann. 

Einige Kilometer weiter Berg ab wartet Sylvia bereits mit einem Buffet auf uns. Gestärkt können wir in den zweiten Pass des Tages starten. Der Passo di Lavaze startet unten durch das Bewaldete Zanggenbachtal und gibt erst im oberen Bereich den Blick auf die Dolomiten Giganten wieder frei. 

Daily Rupert

Oben auf der Passhöhe ist eine kleine Hochebene wo es auch entsprechend windig ist und somit nicht zum verweilen einlädt. Wir entscheiden uns zügig ins Hotel abzufahren und dort den Tag mit Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen. 

Was für ein Mega schöner Auftakt!

https://www.relive.com/view/vJOKjJGp2wv

Noch mehr Hellingen, diesmal bei Nässe

Mit viel Optimismus was das Wetter angeht gehen wir heute noch mal an den Start. Überschuhe und Regenjacke werden gleich von Anfang an benötigt. Der Regen ist nicht zu stark und macht im Gegensatz zu uns auch mal Pausen. 

Bei uns gibt es heute nur kurze Foto Stops oder Gewichtsoptimierung in Form von weniger Druck auf der Blase. 

Die Devise ist „Durchfahren“, nachdem ja nach der Tour direkt schon die Heimreise ansteht und das Wetter auch nicht zum verweilen einlädt. 

https://www.relive.com/view/vQvyk88JyK6

Es sind 9 Hügel, wobei davon nur der Kluisberg für die Passjagd zählt. Der Flämische Novecolli hat eine tolle Streckenführung mit schöner Landschaft und ist sehr kurzweilig. Auch das Prädikat Nässe/Regentauglich können wir guten Gewissens vergeben. 

Passender Weise ist der Eikenberg zum Schluss noch eine Cobbles Auffahrt was den Ausklang im Klassiker Revier abrundet. 

Alles in allem vier gelungene Tage auf und neben dem Rad mit vielen netten Menschen und Gesprächen in einem tollen Hotel

0 Kilometer Kopfsteinpflaster sind richtig lang

Um Abwechslung in das Flandern Programm zu bringen, war für heute eine Runde nach Brügge und optional bis ans Meer geplant. Versprochen waren null Kilometer Plastersteine und fast keine Berge. 

Um kurz vor neun kommt ein Mitfahrer der Gruppe 2 mit dem Problem von fast leeren Batterien in den Schaltgriffen. Leider waren die vorhandenen nicht kompatibel. Um die Abfahrt von Gruppe 2 nicht zu verzögern, haben wir ihn einfach in Gruppe 1 aufgenommen. Ein erster Versuch, mit einem kleinen Umweg, im Supermarkt um die Ecke Ersatzbatterien zu bekommen schlägt fehl. Also starten wir die Runde mit dem Vertrauen irgendwo welche kaufen zu können. 

Der erste Hügel lässt nicht lange auf sich warten. Auch der zweite sogenannte Nokereberg (Nicht zu verwechseln mit dem Nockherberg in München!) kommt zügig. Doch dieser hält gleich mal Kopfsteinpflaster für uns bereit. Dieses würde wenn überhaupt nur zwei Sterne bekommen, aber immerhin haben wir gestern geübt über solchen Belag zu fahren weshalb es kein Hindernis darstellte. 

Einige Kilometer später rollen wir auf Gruppe 3 auf und auch gleich vorbei. An der nächsten Ampel sehen wir uns bereits wieder. Ein spontaner Erleichterungsstopp ermöglicht Gruppe 3 in Führung zu gehen. Diese ist nicht von langer Dauer. 

Einen Ort weiter gibt es am Streckenrand ein Fahrrad Geschäft. Der nächste spontane Stop, bei dem wir Batterie Technisch erfolgreich sind. Gruppe 3 ist in dieser Zeit erneut vorbei gefahren. 

Zitat: „Für in 10 Kilometern müssen wir uns einen neuen Grund suchen um stehen zu bleiben“

Vorbei an Gruppe 3 und weiter auf sehr schönen Radweg Abschnitten durch kleinere Waldstücke. Es rollt. „Gesagt getan“, beschert uns ein Schlagloch mit einem Snakebite eine kurze Pause. Somit halten wir den Schnitt mit einem Platten pro Tag in unserer Gruppe aufrecht. Die dadurch gewonnene Routine lässt uns die Panne schnell beheben und es geht weiter ohne Gruppe 3 gesehen zu haben. 

Nächster Halt: Brügge. Hier werden wir von Menschenmassen empfangen, aber darunter befindet sich auch Gruppe 2 und so konnte der Gruppenwechsel rückgängig gemacht werden. Ach übrigens: In Brügge im Stadtzentrum ist Kopfsteinpflaster verlegt. Auf jeden Fall lädt das Zentrum nicht zum verweilen ein, weshalb wir uns zum Meer auf machen. 

Nur 20 Kilometer Gegenwind später sind wir an der Belgischen Nordsee. Vieles ist zugebaut, was uns einen Fotopunkt suchen lässt. Einige Fotos später kehren wir zur Mittagspause ein. 

Wie wir uns auf die Weiterfahrt begeben sehen wir Gruppe 2, welche auch gerade aufgebrochen sind. 

Rückenwind lässt uns sehr gut voran kommen. Auch die Umfahrung einer aktuell nicht betrieben Kanal Zugbrücke und zwei Baustellen mit Schotterpiste halten uns nicht auf. 

Als wir zum Abzweig für eine Kaffeepause kommen, ist Gruppe 3 wieder da. Sie haben die Option „Meer“ ausgelassen. 

Wir entschließen uns für einen kurzen Getränke Stop um dann auf die letzten 35 Kilometer zu gehen. 

Mittlerweile hat der Wind gedreht. Zusammen mit zwei weiteren Hügeln trennt er uns von Oudenaarde. 

Mit der Sicht auf den Oudenaarder Kirchturm kommt auch Gruppe 3 nochmal in Sicht und Reichweite. 

Gemeinsam lassen Teile von Gruppe 1 und 3 den Tag mit Hin und Her und fast 5 Kilometer Kopfsteinpflaster auf dem Stadtplatz ausklingen. Auch die Ankunft von Gruppe 2 lässt sich von dort beobachten. 

https://www.relive.com/view/vJOKjG7y4wv

Nur der Daily Rupert hat heute nicht rein gepasst. Vielleicht klappt es morgen nochmal 

Flandern Rundfahrt und Roubaix an einem Tag?

Heute gibt es noch mal eine Ordentliche Portion Klassiker mit Kopfsteinpflaster vom feinsten. Eine dieser Passagen ist sogar mit 5 Sternen bewertet. 

Los geht es mit dem Koppenberg, über Steenbeekdries und Taaienberg. Die letzten beiden kannten wir bereits von unserer Zusatz Schleife von gestern. 

Der aufmerksame Leser hat vielleicht gesehen, dass gestern ein Bild eines Zielbogens mit dabei war. Nach etwas suchen, haben wir herausgefunden wie die Rennstrecke verläuft und tatsächlich war sie auf unserer Tour. Glücklicherweise konnten wir mit einer leichten Abwandlung direkt auf der gesperrten Strecke bis zum Ten Houte fahren wo wir den abgesperrten Weg wieder verließen. 

Dann war erst einmal etwas Pause mit Kopfsteinpflaster, doch paar Hügel kamen noch bevor uns ein Überführungsstück zum Mont-Saint-Aubert brachte. Dessen Auffahrt war zur Abwechslung weder asphaltiert noch gepflastert. Hier waren nochmals Offroad Skills gefragt. Dieser Abschnitt kostete einen weiteren Schlauch. 

Nach einer kurzen Kaffeepause in Tournai am schönen Stadtplatz, ging es gestärkt auf die letzten 5 Sektoren der Rennstrecke Paris – Roubaix. 

Das Pavé de la Justice macht den Anfang, gefolgt von dem berühmt-berüchtigten Sektor Carrefour de l’Arbre welcher 5 Sterne hat. Der Durchschüttelfaktor ist definitiv ein Five Star Erlebnis. 

Die weiteren können teilweise auch auf einem Seitenstreifen umfahren werden. Doch wenn die Profis hier lang brettern, dann sind diese Seitenstreifen gesperrt und sie müssen über die Paves. 

In Roubaix haben wir sogar die Möglichkeit ein Runde im Stadion zu drehen wo die Profis den Zieleinlauf haben. 

Daily Rupert aus dem Velodrom

Zurück geht es relativ flach. Nur am Schluss wartet noch das Double mit Kwaremont und Paterberg. Zwei Kopfsteinpflaster Anstiege der Flandernrundfahrt. 

https://www.relive.com/view/vdORzkK87KO

So schließt sich der Kreis und zeigt sehr schön, dass die  Ronde van Vlaanderen und Paris-Roubaix gut kombinieren lassen, wenn man Paris weg lässt. 

Auftakt im Frühjahrs Klassiker Revier

Ein kurzer Ausflug für vier Tage nach Belgien steht an. Nachdem die Frühjahrs Klassiker noch frisch im Kopf sind, wollen wir auch einen Teil dieser Strecken unter unsere Laufräder nehmen. 

Gestern Abend gab es bereits viele Fachgespräche über Reifenbreiten und heute konnten wir dann gleich mal ausprobieren ob die jeweilige Wahl gut für Kopfsteinpflaster ist. 

Die Strecke führt uns von Oudenaarde über kleine Straßen mit vielen Richtungswechseln und vielen kurzen Anstiegen und Abfahrten durch die Flämischen Ardennen. Teils sind diese mit Kopfsteinpflastern bedeckt. 

Einer der bekanntesten Anstiege ist heute die Muur van Geraardsbergen, welche direkt zu einer Kirche auf dem Berg führt. Auch dort ist gepflastert und eher verwinkelt auf schmaler Straße in Kombination mit ordentlichen Steigungsprozenten bietet das die beste Voraussetzungen für Sportgeschichten. 

Für uns ist es auf jeden Fall ein Highlight diese Auffahrt selbst gefahren zu haben. 

Vor der Mittagspause machen wir noch einen Schlenker über den gepflasterten Bosberg. 

Nach der Pause gibt es eine kurze Gravel Passage, was mit den breiteren Mäntel überhaupt kein Problem darstellt. 

Mehrere Sägezähne später wurden wir Guides nochmal gefordert, da eine nicht vorhandene Eisenbahnbrücke umfahren werden musste. 

Am Kanarieberg entschieden wir die Strecke von 1b auf 1c anzupassen und einen Pflasterstein Hügel als Stichstraße mit einzubauen, sowie einen weiteren bekannten Pflaster Streckenabschnitt um einfach das gute Wetter zu nutzen. 

Alles in allem ein gelungener Auftakt in einer schönen abwechslungsreichen Gegend 

https://www.relive.com/view/vQvyk8Zg346

Zu guter letzt noch der Daily Rupert