Großes Finale

Strahlender Sonnenschein und keine Wolke am Himmel. So kann die letzte Etappe zurück nach Tarbes gerne los gehen.

Von Anfang an gibt es Freigabe bis zum Col d’ Aubisque. Das bedeutet so viel, wie jeder darf und kann in seinem Tempo fahren. Das Kommando wird an längeren Anstiegen gegeben. Sprich es geht nach dem Hotel gleich mal nach oben.

In den Pyrenäen kann es gut sein, dass dich zum Frühstück ein Vierbeiner beim Camping besucht. In dem Fall wollte der Esel in das Wohnmobil einsteigen, doch der Besitzer wollte das komischerweise nicht;-)

Vor den Aubisque wartet erst der Col du Soulor auf uns.

Nachdem der Weg nicht zu verfehlen ist, treffen wir uns erst am nächsten Pass.

Hier genießen wir den Sonnenschein und das Panorama in vollen Zügen. Die vielen Fotos sind ein Resultat davon.

Hier ist auch Platz für ein Gruppenfoto mit etwas Abstand.

Nach der Senke zurück zum Soulor geht es einige Kilometer abwärts.

Die Schlucht hinaus aus den Pyrenäen ist sagenhaft. An manchen Stellen ist die Fahrbahn geteilt, sodass es Aufwärts auf der einen Seite des Flusses geht und abwärts auf der anderen. Aus Sicherheitsgründen hab ich lieber beide Hände am Lenker gelassen und keine Fotos gemacht. Das Einfachste wird sein, hier irgendwann mal rauf fahren und dann die Fotos machen.

Zügig kommen wir voran und sehen bald die Bergkette der vergangenen Woche aus der Ferne.

Bereits um 14 Uhr sind wir am Hotel. Dort gibt es noch ein Abschlussbuffet mit Steaks.

Da bleibt dann nur noch das Schlusswort übrig:

Danke an alle Teilnehmer und das Team für eine tolle Woche.

Berg und Burger Monumente

Damit sich keiner genötigt fühlt in irgendeiner Gruppe fahren zu müssen starten wir in einer Gruppe. Brav in zweier Reihe geht es die ersten 10 Kilometer bis zum Anstieg zum Col d’ Aspin.

Dort fährt eh jeder sein individuelles Tempo. Ich kümmere mich mehr um Fotos und Videos.

In der Abfahrt vom Aspin gibt es eine gefährliche Stelle wo viel Splitt auf der Straße liegt. Die unmittelbar Nachfolgenden werden durch Rufen gewarnt. Einer unserer Gruppe ist so geistig gegenwärtig und stellt sich dort hin um alle anderen zu warnen. Alle können rechtzeitig Bremsen. Somit war diese Gefahrensituation gebannt.

In Saint-Marie de Campan sammelten wir uns nochmal um das Denkmal eines weiteren Tour de France Fahrers anzuschauen.

Dieser, hier links im Bild, hatte eine gebrochene Gabel. Bei einem Schmied um die Ecke musste er selbst den Hammer schwingen um die Reparatur durchzuführen. Damals war keine fremde Hilfe erlaubt. Er wurde später disqualifiziert, da der Sohn des Schmieds den Blasebalg betätigte.

Am 24. August 2014 haben wir genau hier Mittag gemacht. (Danke für die Recherche Arbeit) Von damals wusste ich noch, dass hier ein Brunnen zum Flaschen auffüllen war. Dieser wurde auch gleich noch genutzt.

Der nächste Zwischenstopp war unsere Mittagsverpflegung. Es gab als unerwartetes Highlight Burger zum selbst belegen.

Auch hier gab es eine vegetarische Alternative mit Zucchini und Käse.

Gestärkt geht es hinauf zum Tourmalet.

An dieser Stelle passt auch der Daily Rupert gut rein.

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Die Abfahrt ist geradlinig und rasant. Da bis jetzt die Kaffeepausen eher kurz gekommen sind, legen wir in Luz-Saint-Sauveur eine solche ein.

Mit Kuchen und Cola im Bauch geht es auf den letzten Etappenteil für heute.

Heute wurden erneut zwei Varianten angeboten. Doch diesmal wollte niemand die B Variante fahren. Es wäre auch nur eine Stichstraße in ein Skigebiet hoch gegangen und genau dieses wieder runter, wo man zuvor schon fast am Hotel vorbei gefahren ist. Deshalb gibt es eine spontane Variante C, welche es vielleicht nächstes Jahr als neue offizielle Variante B schafft.

Es geht einen schönen Bach entlang, bis es rechts zum Pass weg geht.

Vor kurzem wurde die Straße mit meiner Nicht Lieblingstechnik neu gemacht. Erst Bitumen aufgetragen und mit Splitt überdeckt. Sobald sich alles halbwegs fest gefahren hat, dann kommt die Kehrmaschine und macht wieder sauber. Nur hatte diese noch keine Zeit.

Auf der Abfahrt finden wir selbes Spielchen vor. Wie auf rohen Eiern geht es sehr vorsichtig runter.

Morgen gibt es dann noch die Schlussetappe von diesem schönen Urlaub.

Auf den Spuren der Tour und dem Chef am Grill

Von dem Hotel von letzter Nacht gibt es noch ein paar nette Eindrücke.

Auch heute geht es in zwei Gruppen los. Bis zum ersten Anstieg geht es das Salat Tal runter und das Le Lez Tal wieder rauf.

Mittlerweile hat sich der Quäldich Video Blog etabliert wo das Geschehen auch kurz erläutert wird.

Im ersten Anstieg bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich ihn mit meinem Papa zusammen vor paar Jahren bei unserer Pyrenäen Tour vom Atlantik zum Mittelmeer mit dem Tourenrad, bereits gefahren bin. Das war noch vor meiner Blogger Zeit, weshalb die Recherche etwas länger dauern wird.

In der Abfahrt halten wir bei dem Denkmal von Fabio Casartelli an. Ein Radfahrer der bei der Tour de France im Jahr 1995 tödlich verunglückte.

Es geht fast Nahtlos von unserer Abfahrt in den Anstieg zum Col de Menté über.

Bei diesem Pass bin ich mir ziemlich sicher, dass ich in schon mal von der anderen Seite her gefahren bin.

Am Fuße der Abfahrt deutet ein kleines Symbol im Track auf unsere Mittagspause hin. Da es etwas Abseits liegt und der Route danach gerade aus weiter führt, fahren einige vorbei. Dies liegt sicher auch daran, dass sich keiner vorstellen konnte, dass für uns extra Rauchzeichen gemacht werden. Nach näherer Betrachtung ist es unser Reiseleiter Tom, welcher sich am Grill um Bratwürste kümmert.

Selbst an die Vegetarier wurde mit gegrilltem Käse gedacht.

Nach der überragenden Verpflegung geht es weiter nach Luchon, welches unser erster Etappenort war.

Diesmal fahren wir nur durch um zum Anstieg für den Col de Peyresourd zu gelangen.

Die Abzweigung wo wir am ersten Tag bei deutlich kälteren Temperaturen her gekommen sind, lassen wir rechts liegen. An dem grünen Pfeil am Boden erkennt man, dass dort die Tour hergekommen ist, wie eben wir auch.

Von hier aus geht es eine Stunde Berg auf.

Erst auf den letzten Kilometern ist alles voll geschrieben.

Hier war Nans Peters bei der 8. Etappe als erster oben und dann auch unten im Ziel und sicherte sich dadurch den Etappensieg.

Wir hingegen genehmigen uns erst ein paar Crêpes um gestärkt die letzten 30 Kilometer zu bewältigen.

Zu zweit machen wir die im Video angesprochene 6+ Variante. Sprich wir hängen noch einen 4 Col an. Der Rest der Gruppe fährt, ähnlich wie heute morgen, erst das Tal noch weiter runter um dann das Nachbartal wieder hoch zu fahren. Wir nehmen die direkte Variante über den Berg, was zum gleichen Ziel führt.

Schlussendlich kommen alle Gesund und munter am Hotel an, wo bereits ein kleines Buffet aufgebaut ist.

Dieses wird nur noch durch das bis jetzt beste Abendessen dieser Reise getopt.

So gestärkt können wir uns morgen den Monumenten der Pyrenäen widmen.

Lustiges durcheinander

Gestern Abend kam die Nachricht, welche ja schon fast zu erwarten war: Wir sind mal wieder mit einer Quäldich Reise unterwegs und genau diese Region wird zum Risikogebiet erklärt. Nachdem ich das Prozedere schon von vorletzter Woche kenne, lässt es mich eher kalt. Test machen und gut, dass ist die Quintessenz daraus.

Für Tom, unseren Reiseleiter hängt da noch mehr dran. Er muss mit dem Busunternehmen telefonieren und da er in Quäldich Headquarter arbeitet, auch noch eine andere Reise Rückabwickeln. Deshalb fährt er heute im Begleitfahrzeug und ich bin für den Bericht zuständig.

Wir starten in zwei Gruppen. So zumindest der Plan. Erst sind bei mir nur 4 Personen mit dabei. Also halte ich nochmal an und fahre die zwei Meter zurück um noch mehr Personen für meine Gruppe mit zu nehmen. Ein paar melden sich freiwillig, was ich super finde und paar wurden einfach delegiert.

Aktuell gibt es für Frankreich die Vorgabe, dass man maximal mit 10 Personen unterwegs sein darf. Diese versuchen wir einzuhalten.

So können wir dann doch in Summe mit neun Personen starten.

Einer aus Gruppe Zwei kann es kaum erwarten oben am Berg zu sein, sodass wir ihn gleich einkassieren und damit zu Zehnt sind.

Am ersten Sammelpunkt kommt auch die gesamte zweite Gruppe, doch wir teilen uns gleich wieder.

Erneut ist unser Kameramann mit dabei.

Nur fürs zusammen schneiden hat es nicht mehr gelangt 😉

Erneut sammelt sich unsere Gruppe in einem netten kleinen Dorf.

Beim Versuch los zu fahren, wird ein Platten in meiner Gruppe festgestellt. Ein Metalldorn hat sich durch den Mantel gebohrt. Während des Reparatur Vorgangs trudelt die zweite Gruppe ein.

Danach versuchen wir meine Gruppe wieder zusammen zu fahren, da ein Teil die Zeit der Reparatur auf der Strecke zugebracht hat.

Hat natürlich nicht funktioniert. Eher wurde die Gruppe durch das Hohe Tempo auseinander gefahren. Machte in dem Fall nichts, da es bis zur Mittagspause eh nur noch wenige Kilometer waren.

Auf den Weg dort hin, trafen wir die Verpflegungsstation von der Quäldich Gruppe Pyrenäen Quer welche fast zeitgleich vom Atlantik zum Mittelmeer unterwegs sind. Eigentlich sollte die Verpflegung am gleichen Ort stattfinden, doch durch die Nachricht von gestern Abend wollte die andere Gruppe lieber etwas abseits Pause machen.

So haben sie nicht mitbekommen, dass wir Tomaten/Gurken Salat und Obstsalat bekommen haben. Vielleicht war es dafür ganz gut.

Bekannte Gesichter haben sich dann zumindest mit Abstand zu uns getraut für einen kleinen Plausch.

Gruppe 2 war nicht allzu weit hinter uns, dass wir uns Mittags wieder vermischten.

Nachdem am Pauseplatz keine Sonne war, haben mich paar gefragt, ob sie schon starten können. Macht ja auch Sinn, bevor ihnen zu kalt wird. Nur wollte ich noch was vom Obstsalat essen, da ich davor einige Zeit für Soziale Kontakte aufgewendet habe und meine Nahrungsaufnahme sonst zu kurz gekommen wäre.

So starten wir unterschiedlich in den nächsten Berg.

Trotzdem treffen wir uns teilweise oben, obwohl der nächste Treffpunkt erst in der nächsten Senke zwischen den zwei Pässen am Bergsee vereinbart ist.

In der Einkehr Möglichkeit trifft sich nach und nach unsere komplette Reisegruppe.

Die Weiterfahrt erfolgt teils in Gruppen und teils individuell. Hauptsache am Schluss ist noch ein Guide.

So findet sich am dritten Pass eine Fahrer Konstellation zusammen, welche wir die Woche über noch nicht hatten.

Doch diese teilt sich 10 Kilometer vor dem Hotel um teils direkt ab zu fahren oder noch einen weiteren Col zu sammeln. Verständlicherweise nehme ich auch die längere Variante.

Trotz der unkonventionell flexiblen Gruppeneinteilung sind alle am Hotel angekommen.

Gemeinsam konnten wir den Rest des Nachmittags auf der Terrasse bei kühlen Erfrischungsgetränken genießen.

Regnerischer Ruhetag

Die Wettervorhersage war für heute eher Bescheiden, weshalb wir später aufgestanden sind. Die Straßen sind Nass, aber es kommt nichts nach. Erst mal Frühstücken und dann weiter schauen. Gegen Ende des Frühstücks hören wir die ersten Tropfen auf den Wintergarten prasseln. Also den Start von 10 Uhr auf 11 Uhr schieben. Doch auch da sieht es nach Regen aus. Ab 14 Uhr soll es besser werden. Da kann man vorher noch zum Essen gehen.

Die Pizza mit dem Namen Burger musste ich glatt probieren. Der Rand hatte zu viele Röstaromen, ansonsten war sie super.

Zwischenzeitlich stoppte der Niederschlag und einige bekundeten Interesse um zwei Uhr zu starten. Gerade umgezogen, setzte der Regen wieder ein. Trotzdem trafen wir uns am Radraum. Zwanzig Minuten nach zwei konnten wir dann doch noch starten. Die Gruppe bestand auch nur noch aus fünf Fahrern. Der Rest machte einen kompletten Ruhetag.

Trotz der Abkühlung von oben war es im Tal erstaunlich warm. Nach wenigen Kilometern musste die Regenjacke und auch die Armlinge wieder runter.

Auch etwas Sonne blinzelte durch.

Doch je höher wir stiegen umso näher kamen wir an und in die Wolken. So war Sicht sehr gering.

Zwei weiter Pässe konnten wir unserer Col Sammlung hinzufügen.

Vom zweiten ging es dann 10 Kilometer runter ins Hotel. Zum Glück hab ich alles angezogen was ich für den Regen Fall dabei hatte, denn in der Abfahrt ging es erneut an.

Somit hat es uns die Auffahrt nach Andorra zum höchsten Pass der Pyrenäen verregnet. Doch wir mussten uns auch keine Gedanken machen, da Andorra aktuell als Risikogebiet eingestuft ist. Schön, dass sich der Regentag genau heute ausgesucht hat, was eh als halber Ruhetag eingeplant war.

Morgen ist wieder normaler Tagesablauf mit Koffer packen und Hotelwechsel. Wenn dann auch das Wetter wieder mitspielt würde es mich sehr freuen.

Hier gibt es noch einen kleinen Nachtrag zu Gruppe C von gestern

Über kleine Straßen mit Gruppe C

Ein kleiner Teil unserer Reise musste umgeplant werden, da wir eigentlich nach Spanien rüber gefahren wären. Nachdem dieses Land auf der Risikoliste steht, mussten Alternativen her. So wurden für heute drei Varianten angeboten: A, B und C. Gestern bei der Streckenbesprechung haben wir jedem Guide eine dieser Varianten zugeordnet und jeder Teilnehmer konnte sich basierend auf den Tourdaten entscheiden, welche gefahren werden möchte. Vermutlich ist die Einteilung nach Buchstaben ein Novum bei Quäldich. Ob es funktioniert musste sich erst noch beweisen.

So haben wir uns heute morgen aufgestellt und es kamen 5 Personen zu mir für Gruppe C. Nur einer aus der vorherigen Gruppe 1 und vier weitere aus den anderen Gruppen. Anscheinend kommt Gruppe 1 oder sportiv nicht so gut an wie Gruppe C mit 120 Kilometern, 3300 Höhenmeter über 4 Pässe. Mich freut dieser Zuwachs.

Für die Variante B kann sich niemand erwärmen, weshalb es zweimal A gibt.

Die ersten Kilometer aus der Stadt raus haben wir es mit viel Verkehr zu tun, doch nach dem Abzweig in den ersten Col wird die Straße schmaler und Autos nur noch Gelegenheitsobjekte.

Der Col de la Lauze zieht sich für seine geringe Höhe ganz ordentlich. Zwischenzeitlich fragen wir uns, ob wir den Pass verpasst haben aufgrund eines fehlenden Schildes. Doch dann kommt es doch noch.

Die Abfahrt ist kurz mit mehreren engen Kurven und Kehren. Danach folgt gleich der zweite Anstieg.

Deutlich kürzer, aber Landschaftlich nicht zu verachten, geht es auf den Col de Montségur.

Von dort dauert die Abfahrt etwas länger. Auch hätte sich der Ort am Fuß des nächsten Anstiegs für eine Kaffeepause angeboten, doch die Chance haben wir vorbei ziehen lassen.

In der Pro Climb Funktion schaut der Pass etwas unrhythmisch aus, doch er lässt sich gut kübeln.

Oben angekommen geht es auf einer schnellen Hochebene dahin. Nachdem bei mir schon der Hunger eingesetzt hat, hab ich nichts gegen die Tempoverschärfung.

Doch bis dahin sind noch paar Wellen eingebaut.

Die Verpflegung ist direkt auf einem kleinen Pass. 77 Kilometer mit 1600 Höhenmeter sind für einen Vormittag etwas viel, doch man muss Bedenken, dass diese Etappe so nicht gefahren wurde.

Ein Schild ist hier Fehlanzeige. Die Abfahrt entschädigt dieses Manko.

Wie soll es anders sein? Es geht natürlich gleich in den nächsten und letzten Anstieg für heute. Doch mit 17 Kilometern und über 1000 Höhenmeter liegt eine ordentliche Aufgabe vor uns. Die Steigung hat oft um die 10 Prozent was einige Körner kostet.

Hier könnte man meinen, dass die Nähe zu Spanien einen Einfluss auf das Höhenprofil hatte.

Wie schon bei meiner ersten Pyrenäen Reise vor paar Jahren festgestellt, hier ist es kein Problem, dass Kühe sich mit Pferden und Schafen eine Weide teilen. Und das auch noch ohne Zaun.

Der Pass ist imposant. Insbesondere wenn man die Steilen Passagen erklommen hat.

Die Pferde hier oben interessieren sich stark für Autos. Der Transporter war komplett eingekreist.

Nun sind es nur noch 19 Kilometer Berg ab nach Ax les Thermes.

Hier bleiben wir für zwei Nächte. Liegt auch an der Umplanung um Spanien zu meiden. Wird sicher angenehm morgen mal keinen Koffer zu packen. Was morgen gefahren wird ist auch noch etwas unklar, da die Wetterprognose nach Regen klingt. Deshalb abwarten. Morgen sehen wir weiter.

Cols über Cols

Tag 2

Es ist erneut Stock Finster als wir aufstehen. Es liegt ganz einfach daran, dass Sonnenaufgang hier erst um 7 Uhr ist. Das ist genau die Zeit, ab der es Frühstück gibt. Wenn man dort relativ pünktlich sein möchte, dann muss man vor Sonnenaufgang aufstehen. Auch da merkt man, dass es Herbst wird.

Heute fahren wir komplett in der R Gruppe. Genauso wie schon gestern ab der Mittagsverpflegung. Einer der Freiwilligen von gestern Morgen hatte schon gesagt, dass er nur bis Mittag uns begleitet. Wer also aufgepasst hat, weiß, dass wir zu viert unterwegs sind. Warum die R Gruppe? Auch das ist relativ einfach erklärt: Zwei Rentner, ein Rennfahrer (mit Rennlizenz) und ein Rupert. Es beginnen somit alle mit R 😉

Es ist nur knapp zweistellig von der Temperatur her beim Start. Somit ähnelt sich diese zu gestern. Kurz – Kurz ist leider noch Fehlanzeige. Vielleicht haben wir die Woche nochmal den Genuss in dieser Kombination starten zu können.

Die ersten Kilometer erzeugen das Gefühl des Ötztalers. Von Sölden geht es bis Ötz sehr zügig Tal abwärts. So ist es hier ähnlich, nur das es nicht ganz so viel Gefälle hat.

Auch ist das erste Mal ein blauer Himmel seit vorgestern zu sehen.

Bald kommen wir zum ersten Anstieg, dem Col des Ares. Es handelt sich eher um einen Rollerberg, doch auch bei so etwas kann man sich verausgaben.

Je näher wir an den Rand der Pyrenäen kommen, umso mehr blauer Himmel ist zu sehen. Doch unsere Tour hat den Namen Pyrenäen Klassiker, da kann man nicht einfach außerhalb fahren.

Die nächsten drei Cols sind mit leichtem Aufwand zu sammeln. Einer davon und zwar der Col de Buret, nehmen wir sehr zügig mit. So bleibt nichtmal die Zeit für ein Foto.

Nicht jeder Col hat ein Passschild. Dann muss man sich einfach zu helfen wissen.

Anschließend gibt es etwas mehr Abfahrt, in das Tal, wo wir unser Mittagsbuffet serviert bekommen. Hierfür wurde ein schöner Platz am Fluss auserwählt.

Danach beginnt es in Quäldich Manier mit einem Pass bzw. Einem Anstieg. Diesmal ist es nicht nur eine Welle, sondern 20 Kilometer Berg auf.

In der Auffahrt zum Portel sammeln wir den Pass Nummer fünf für heute.

Am Col de Portel machen wir noch eine kleine Pause. Von hier aus sollte es nur noch runter gehen.

Auch wenn der Ausblick zum verweilen einlädt, müssen wir weiter.

Dabei sammeln wir noch ein paar Pässe.

Somit sind wir auf acht Pässe am heutigen Tag gekommen.

Es wurde in Foix noch besser. Auf einem kleinen Platz vor dem Hotel gab es erst mal Schmutzbier. Kurz nach dem Duschen hab ich dann noch eine kleine City Tour gemacht. Es hat hier einfach Charme hier.

Leider ist die Burg zu gesperrt gewesen, sodass ich vor verschlossenen Türen stand.

Macht aber nichts, da die Blicke auf das Gemäuer schon sehr imposant waren.

Das Abendessen wurde uns direkt im Hotel am Fluss serviert.

Auch gesellige Runden haben irgendwann ihr Ende. So auch die heutige.

Morgen folgt dann der nächste Bericht.

Cols über Cols

Auf den Spuren der Tour

Der erste Blick nach dem Aufstehen aus dem Fenster ist sehr düster. Es ist fast noch dunkel und grau in grau. In der Nacht hat es geregnet, die Straßen sind noch Nass. Auch bis zu unserem Start klart es nicht auf.

Also erst mal mit Armlingen bzw. mit entsprechender Kleidung starten.

Es sind nur zwei Teilnehmer in Gruppe 1 gemeldet. Deshalb kommt der klassische Aufruf, wer noch upgraden möchte. In Summe waren es dann doch 4 Teilnehmer.

Bis zur Verpflegung sind es hügelige 70 Kilometer. Diese führen überwiegend über kleine Nebenstraßen. Nur durch Tarbes und ein kleines Stück auf der Hälfte bis zur Mittagspause führen uns über größere Hauptstraßen.

Das Buffet ist sehr ausladend. Bei Quäldich hat jeder Helfer seine Freiheiten die Mittagspause vorzubereiten wie er bzw. sie das möchte.

Kurz nach der Pause geht es in den Hauptanstieg des Tages, den Col de Bales. Gestern ist die Tour hier drüber gerauscht und heute sind wir dran. Anders herum wie in Nizza.

Der Herbst kommt hier anscheinend früher. Ob es an der südlicheren Lage oder an der Höhe liegt, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist die Herbstfärbung in vollem Gange.

Wie unser Reiseleiter bereits vermutet hat, sind wir am Pass und auch schon kurz davor, direkt in den Wolken. Oder zählt das dann als Nebel. Wie auch immer, unsere Sicht ist sehr stark eingeschränkt. Nur auf der Straße können wir die Anfeuerungstexte für die Fahrer der Tour lesen.

Zwischenzeitlich konnte man die Sonne erahnen. Für eine Weile dachte ich, dass oben sogar blauer Himmel ist, doch leider Fehlanzeige.

Oben am Pass heißt es alles anziehen, was man dabei hat. Es geht knapp 25 Kilometer runter zum Hotel.

Die Sicht wird unterhalb der Wolken wieder besser und offenbart die schöne Landschaft um uns herum.

Wir kommen durch ein paar kleine Dörfer, doch die Abfahrt ist zu schnell um Fotos zu machen.

In Bagnères-de-Luchon erreichen wir unser Etappenziel.

Trotz der dunklen Wolken über uns oder der Wolken welche wir durchquert haben, sind wir weitestgehend trocken geblieben. Das meiste Wasser kam von der Straße oder auch vom Vordermann. Sprich wir sind trotz weniger guter Vorhersage trocken geblieben. Es wäre schön, wenn wir damit unseren Regentag für diese Woche schon erledigt hätten. Für morgen ist mehr Sonne angesagt, doch wir werden sehe was das Wetter macht.

Auf den Spuren der Tour

Warm fahren auf dem Prolog

Freitag Abend um 23 Uhr in Freiburg fährt der Bus ab. Vorher muss man erst mal nach Freiburg kommen. Doch das ist vom Verkehr her überhaupt kein Problem.

Die Nacht im Bus ist solala. Ein bisschen kann ich schlafen, doch top fit ist man danach nicht. Je näher wir unserem Zielort kommen, umso präsenter ist die Tour de France. Neben unserem Bus rauschen mehrere Tour Fahrzeuge vorbei. An den langsameren LKW s zieht unser Bus vorbei. So kommen wir an zwei Küchentrucks der Teams vorbei.

Schon interessant, was so parallel zur Tour im Hintergrund unterwegs ist.

Kurz nach Mittag erreichen wir unser Starthotel. Für alle früh Ankömmlinge ist eine Prolog Etappe geplant. Diese nimmt der Großteil der Busmitfahrer in Anspruch.

Ganz gemütlich rollen wir in die Pyrenäen und sammeln einen ersten Pass der schon ordentlich Steil ist für den Anfang ist. 15 Prozent haben es einfach in sich.

Nach dem Pass ist es erneut ein gemütliches zurück Rollen. Zwar etwas schneller, da die meisten von uns die Zielankunft der Tour sehen wollen, aber wie gesagt hält es sich im Rahmen.

Gemütlich schauen wir gemeinsam das heutige Tourfinale an bevor es zum duschen geht.

Später wird es dann um 20 Uhr noch den offiziellen Teil mit Abendessen und Begrüßung geben. Doch jetzt ist erst noch Freizeit und entspannen angesagt.

Pünktlich zum Tour Auftakt

Dank der Passjagt auf Quäldich wird die Abschlusstour sehr spontan umgeplant. Somit fahren wir exact die Strecke wie vor zwei Jahren. Es wäre ein leichtes zu sagen man nimmt diesen Bericht (Letzter Tag von Freiburg nach Nizza) und der Eintrag ist fertig. Dafür ist aber doch zu viel passiert. Wer die Landschaftsbilder mit Sonne haben möchte, muss auf jeden Fall ausweichen. Davon gab es eher wenig. Die Straßen sind beim Start noch Nass und es gibt auch ein paar Tropfen.

Der Himmel lässt uns hoffen auf gutes Wetter.

Bis zum ersten Pass hat es so gut wie gar nicht getröpfelt. Man hätte die Tropfen fast schon suchen müssen.

Der umgeplante Teil hält für uns auch viele tolle Stellen bereit. Ich behaupte einfach mal, dass auf dem ursprünglichen Weg was gefehlt hätte.

Am Col de Bleine ist unser letztes Mittagsbuffet aufgebaut.

Zu dem Zeitpunkt haben wir die meisten Höhenmeter geschafft für den Tag. Über etwas gebuckel nehmen wir noch paar Pässe mit.

Kurz vor dem letzten Pass der Woche setzt Regen ein.

Es bleibt dieses Mal nicht nur bei paar Tropfen sondern es entwickeln sich richtige Sturzfluten mit Gewitter. Es ist so viel, dass wir uns in der Abfahrt eine Einkehr Möglichkeit suchen. Mit Tee, Tart und (Hand)Trockner versuchen wir uns aufzuwärmen und trocken zu bekommen.

Nach einiger Zeit lässt der Regen nach. Man könnte sogar behaupten, dass es aufgehört hat. Wir fahren weiter. Das Spritzwasser ist trotzdem noch da.

Ab und zu nieselt es mal mehr und mal weniger. Da wir eh Nass sind macht es nichts mehr aus. Und so haben wir ein perfektes Timing um zum Grand Depart zu kommen.

Nur wenige Minuten nach dem erreichen des Hotels kommen die Profis auf ihrer ersten Runde direkt bei uns vorbei.

Danach ist erst mal warm duschen angesagt. Einen Teil der Tour können wir im Tv verfolgen, bis sie nochmal vorbei ziehen und wie erneut an der Straße stehen.

Es ist echt ein Wahnsinn was dieser Tour Tross umfasst. Nicht nur was an unnötigen Autos mit fährt, sondern auch wie viele Leute bei uns im Hotel sind, welche die Tour unterstützen/ begleiten.

Nachdem die meisten noch eine Anschlussnacht gebucht haben, gibt es so was wie einen Abschlussabend, wo man sich nochmal über die tolle und zu schnell vergangene Woche unterhalten kann.

Nach dem Frühstück verabschieden sich die meisten. Nachdem mein Flug erst am Abend startet hab ich noch den ganzen Tag.

Im Radraum bemerke ich einen Platten bei meinem Hinterrad. Beim Versuch runter zu schalten um das Rad raus zu bekommen bewahrheitet sich meine Befürchtung. Der Schaltzug für hinten hat sich immer mehr im Schaltgriff aufgespleist und wäre vermutlich auch irgendwann gerissen. So hab ich diesen Defekt auch gleich noch mit behoben. Gut, dass so was in der Guideausrüstung mit dabei ist.

Nach Nizza möchte ich nicht unbedingt. Deshalb fahre ich mit einem anderen noch verbleibenden Teilnehmer zu einer anderen Stelle wo nochmal die Tour zu sehen ist.

Nicht nur Autos sind dabei. Auch eine Flugstaffel von fünf Helikoptern ist mit dabei.

So war es ein gemütlicher Ausklang der Woche und ein guter Einstieg für mich als Guide. Danke an alle Teilnehmer, die es mir leicht gemacht haben.