Das Dach der Tour

Unsere letzte Etappe steht an. Durch sehr niedrige vorhergesagte Temperaturen gibt es viele Fragen im Vorfeld, doch Wetterfrosch ist keiner von uns. Da muss jeder individuell entscheiden was anziehen bzw. mitnehmen möchte. 

So ist beim Treffpunkt von Lang-lang bis kurz-kurz alles vertreten. Das eine bedeutet, dass Arme und Beine bedeckt sind und kurz-kurz, dass beides frei ist. 

Die Temperatur ist frisch, aber durch die Sonne gut auszuhalten. Vom Hotel aus haben wir gerade mal 300 Meter um die Muskulatur an die Bewegung zu gewöhnen und schon sind wir im letzten langen Anstieg der Reise. 

Die Großglockner Hochalpenstraße. 

Warm fahren bei 10% hat man auch nicht alle Tage. Spätestens ab hier sollte jedem bald warm sein. 

Eine Gruppe mit alten Mofas und einem Oldtimer Traktor bescheren uns ein ungewolltes Kohlenmonoxid Training direkt zu Beginn der Steigung. Zum Glück können sie sich absetzen und nehmen die Rußwolke mit. 

Nachdem der Guide von Gruppe 1 mal wieder länger braucht, startet Gruppe 2 als erstes, was sie in den Genuss eines Fotoshootings bringt. Die Stimmung in der Gruppe ist top, trotz des Anstiegs. 

Wenig später kommt die Mautstelle. Für Radfahrer gibt es eine extra Schranke mit Knopf zum drücken. Vermutlich dient diese zur Zählung, weil bezahlen mussten nicht. 

Direkt hinter der Schranke wartet schon die Gruppe mit den stinkenden Kraftfahrzeugen. So ziemlich jeder unserer Gruppe hofft, dass sie noch länger stehen. Ein Teil fährt schon wieder an uns vorbei und auch das Geknatter des Traktors. Zum Glück kommt es doch nicht näher. Am Abzweig zur Franz-Josefs-Höhe trennen sich unsere Wege und wir sehen diese Gruppe nicht mehr. 

Je höher wir steigen umso kühler wird es, trotz Sonne. Auf den letzten 200 Höhenmetern kommt auch noch Wind dazu, welcher es noch kälter wirken lässt. 

Daily Rupert

Am Hochtor sind es nur noch 5 Grad. Nur eine kurze Pause um etwas über zu ziehen und paar Fotos und weiter geht es in den Tunnel und auf die andere Seite des Alpen Hauptkamms.

Es ist hier deutlich Bewölkter und die Zwischenabfahrt ist deutlich länger und kälter wie gedacht. Zum Fuscher Törl gibt es die Möglichkeit sich wieder warm zu fahren. In dieser Passage sieht man sogar die Edelweiß Spitze, was genug Motivation bringt diese auch noch mitzunehmen. 

Oben gut einpacken und ab nach unten um nicht komplett auszukühlen. 

Zurück auf der Hauptstraße ist der Nebel so dicht, dass man mit Glück 10 Meter weit sehen konnte. Somit wird es eine sehr langsame Abfahrt um nicht über die Kehre hinaus zu schießen. Erst drei bis vierhundert Meter tiefer gibt es mehr Sicht. Nur gibt es dort auch mehr regen. Also zügig und erst recht vorsichtig ins Tal nach Bruck zu unserem Treffpunkt. 

Bei solchen Bedingungen wäre es unverantwortlich gewesen alle oben am Berg warten zu lassen. 

In der Abfahrt kommen uns sehr viele Radfahrer entgegen. Ob es ein Zufall oder eine große Reisegruppe oder sogar ein Rennen war, haben wir nicht herausfinden können. 

In Bruck gibt es eine kurze für manche auch längere Kaffeepause um uns zu stärken und aufzuwärmen.

Inzwischen hat sich der Regen gelegt und so können wir weitestgehend trocken auf dem welligen Radweg und über die Wagrainer Höhe zurück nach Altenmarkt fahren, wo wir die sehr schöne Woche gemütlich ausklingen lassen. 

https://www.relive.com/view/vYvEGNAmKw6

Endlich Flacher

Heute kommt der Bericht aus Gruppe 3 und ist hier zu finden: https://rennradreisen.quaeldich.de/klassiker/monumente-der-ostalpen/blog/wenn-hoehere-gewalt-die-finger-im-spiel-hat/

Wie gewohnt gibt es trotzdem den Daily Rupert

Und für alle die sich Fragen wie der Titel gemeint ist. Es geht nicht um weniger Höhenmeter, sondern um flachere Steigungsprozente. Die letzten Tage waren viele Pässe mit zweistelligen Prozent Angaben dabei. Heute eben das meiste einstellig.

https://www.relive.com/view/vevW5XWXoy6

Regen(eration) am Zoncolan

Was für ein Glück im (Wetter) Unglück. Wobei das Unglück in dem Fall sehr relativ zu sehen ist. 

Wie angekündigt regnet es am morgen. Nachdem wir ausgerechnet heute nicht weiter müssen, da wir zwei Nächte im gleichen Hotel bleiben, können wir den Start flexibel handhaben. Auch die Option auf einen Thermen Besuch besteht, wenn man eh schon in einem Ort ist der den Begriff beinhaltet: Arta Terme. 

Ein Gewitter am Vormittag wirft die Frage auf, ob heute überhaupt noch eine Tour möglich sein wird. 

So gibt es Mittags eine schöne Pasta und Tiramisù, während es draußen endlich zu regnen aufhört und die Straßen abtrocknen. Wir haben ja auch brav aufgegessen. 

Genau für uns das Zeitfenster um los zu fahren. Drei Teilnehmer wollen die Standard A Etappe fahren, welche ich gerne Begleite. Meine Guide Kollegen und weitere Teilnehmer haben sich für eine gekürzte Fassung auf der Ostanfahrt entschieden als Gruppe D. Und dann gibt es noch zwei von Gruppe 0, die in Ovaro kurz zum Supermarkt wollen und natürlich den kürzesten Weg über den Monte Zoncolan für hin und Rückweg nehmen. 

Die ersten 25 Kilometer der Gruppe A laufen recht zügig. Ab Ovaro muss dann jeder sein Tempo fahren und die steile Rampe zum Zoncolan alleine meistern. 

Daily Rupert

Licht am Ende des Tunnels und somit auch des Passes

Witziger Weise schafft die Gruppe A und Gruppe 0 zeitgleich von West und Ost Auffahrt oben anzukommen. So lässt sich ein gemeinsames Passbild machen. Gruppe D ist bereits durch und schon am Rückweg. Falls sich nun wer fragt, warum wir diese Gruppe nicht getroffen haben: Gruppe 0 ist erst später gestartet wie die anderen beiden. 

Wer hätte heute morgen gedacht, dass wir das Projekt Monte Zoncolan doch noch bei so guten Bedingungen erfolgreich durchführen können?

Auch Gruppe E, wie Entspannung darf nicht vergessen werden. Die haben den Tag einfach zur Regeneration genutzt. 

Stellt euch mal vor, wir hätten heute Vormittag bei dem Regen starten müssen weil wir wie die letzten Tage einen Standort Wechsel haben. Das wäre wirklich kein Spaß geworden und so hat jeder für sich das Beste aus dem Tag gemacht. 

https://www.relive.com/view/vmqXJxxmmLO

Guter Kaffee in Italien

Heute steht der Mangrt auf dem Plan. Eine Maut pflichtige Sackgasse mit schmaler kurviger Straße. Auch einige unbeleuchtete Tunnels sind enthalten. 

Vom Hotel geht es fast direkt in den Anstieg. Die ersten gut 500 Höhenmeter teilt sich der Mangrt die Auffahrt mit dem Passo del Predil, welcher uns später nach Italien bringen wird. 

Daily Rupert

Erst Bewaldet, später gesäumt von schroffem Fels schlängelt sich die Straße schön nach oben. Bei ca 1600 Metern über dem Meeresspiegel tauchen wir in eine Nebel / Wolkendecke ein. Wir kommen nur bis zu einer Schranke knapp einen Kilometer unterhalb des Passes. Auf Grund von Steinschlag Gefahr des darüber befindlichen Steilhangs wurden diese Maßnahmen ergriffen. 

Wenige Minuten nach dem erreichen des Wendepunkts fängt es an zu tröpfeln. Das ist ein klares Signal die Abfahrt anzutreten und nach Italien zu wechseln. 

Der Predil bedarf nur noch wenige Höhenmeter, diese werden uns nur erschwert durch diverse riskante Manöver von Motorisierten Verkehrsteilnehmern. 

Dies wird erst besser ab dem Abzweig zum Sella Nevea, wo wir Michael mit dem Buffet treffen. Nachdem es immer noch leichten Niederschlag hat, fällt die Entscheidung schnell die 300 Höhenmeter zum Altopiano del Montasio weg zu lassen und direkt die Abfahrt zu nehmen. 

In Chiusaforte ist es trocken, wie auch schon weite Teile der Abfahrt und es gibt endlich italienischen Kaffee. 

Das alte Bahnhofsgebäude wurde zu einem tollen Einkehrstop umfunktioniert, genauso wie die Bahntrasse nun den Alpe-Adria Radweg ebnet. 

Die vielen Besucher bringen Zweifel auf, ob der Radweg so eine gute Idee ist, aber die 15 Kilometer sind richtig gut zu fahren und wir müssen nur wenige andere Gruppen oder Einzelradler überholen. Leider müssen wir ihn viel zu schnell wieder verlassen und nach Tolmezzo abbiegen. Hätte ruhig noch länger sein dürfen. 

Die leichte Steigung bis Arta Terme geht schnell vorbei durch top Teamleistung. 

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass wir morgen auch nur so wenig Regen wie heute haben, damit das Projekt Monte Zoncolan starten kann. 

https://www.relive.com/view/vJOKzJPoQwv

Alles, nur keine Roller Berge

Heute musste die Entscheidung für die Variante A oder B gleich zu Anfang fallen. Für Gruppe 1 ist es fast immer die B Variante. Auch Gruppe 2 hat sich dafür entschieden. Alle, die zurecht gesagt haben, dass 1700 Höhenmeter für heute ausreichend sind, haben sich der Gruppe 3 angeschlossen. 

Schon in Villach, wie der Name schon sagt, beginnt die Villacher Alpenstraße. Eine Mautpflichtige Sackgasse mit vielen Wanderparkplätzen und Aussichtspunkten. Unsere Startzeit beschert uns auf dem Weg nach oben relativ wenig Verkehr. In unregelmäßigen Abstand sind immer mal wieder 10 Prozent Stücke verbaut.

https://www.instagram.com/reel/DNihfWiM5-g/?igsh=ZmZoZmo0aTBjcjdm

Ein Kaffee und Cola Stop ist die Belohnung für die ersten 1200 Höhenmeter. Ja, auch Gruppe 1 Macht Kaffeepausen. In der Abfahrt bleiben wir sogar nochmals bei einem der Aussichtspunkte stehen für einen Fotostop. Gruppe 2 welche kurz nach uns vom Hochplateau gestartet ist, wundert sich zurück in Villach wo wir herkommen. Bei unserer Abfahrt gab es eine deutliche Verkehrszunahme, trotzdem gibt es eine klare Empfehlung, wenn man dort in der Gegend ist, mit dem Rad hoch zu fahren. 

Ein kurzes Überführungsstück bringt uns zum Anstieg des Wurzenpaß. Dort gibt es paar Stellen wo man schön den Kamm der Villacher Alpenstraße sehen kann. Wirklich beeindruckend zu sehen, wo man kurz vorher war.

Doch viel Zeit fürs schwelgen bleibt nicht. Die 18 Prozent des Wurzenpaß und deutlich mehr Verkehr erfordern volle Aufmerksamkeit. Durch warme Temperaturen ist doppelt schwitzen angesagt. 

Kurz nach der Passhöhe passieren wir die Grenze nach Slowenien. 

Eine kurze Abfahrt ins Save Tal und dort wenige Kilometer, bringen uns nach Kranjska Gora, wo der Vršič Pass beginnt. 

Um ausreichend Kraft für den Anstieg zu haben, wartet Michael bereits auf uns. Gruppe 3 ist bereits schon vor 2 Stunden hier durch gekommen. 

Gut gesättigt Reihen wir uns in den Verkehr nach oben ein. Autos aus ganz Europa um uns herum. Der bis jetzt verkehrsreichste Teil der Reise. 

Immer wieder zweistellige Steigungsprozente und Kopfsteinpflaster in den Kehren steigern den Härtegrad. 

Kaum oben angekommen, meldet sich Gruppe 3 vom Zielort, dass sie bereits bei einem Nachmittags Snack sitzen. 

Also machen wir uns in die Serpentinenreiche Abfahrt. Den Flacheren Teil im Soča Tal wechseln wir gut durch, dass wir so im Flow sind und glatt die zwei Markierungen im Track übersehen.

Zum einen eine Brücke über eine Schlucht und den Fluss und das andere wäre eine Badestelle gewesen. Von ersterem hat Gruppe 3 dankenswerterweise zur Verfügung gestellt und baden wollte gerade noch keiner. Glück gehabt und doch nichts verpasst. 

https://www.relive.com/view/vKv2dmXPA46

Steiler Vorgeschmack

Heute ist das Menü mit dem Thema „Berge in Kärnten“ auf dem Programm. 

Die Vorspeise wird uns noch vom Salzburger Land präsentiert. Die Anfahrt zum Schönfeldsattel führt uns gemächlich entlang des Feldbach auf eine sehr schöne Hochebene. 

Eine kurze Abfahrt bringt uns gleich schon zum Hauptgang. Es gibt die Eisenthalhöhe und Schiestelscharte an Nockalmstraße. Sehr zu empfehlen, da wenig Verkehr aufgrund der Mautstraße herrscht und eine sehr schöne Bergkulisse bietet. 

https://www.instagram.com/reel/DNgpNx8s8bO/?igsh=dno2dTZ0NHV2bHAy

Und als besonderen Nachtisch gibt es Hochprozentiges von der Turracher Höhe. Der 23 Prozenter hat zwar nur 460 Meter Länge, aber 103 Höhenmeter. Schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den Monte Zonkolan. Allerdings haben wir bis dorthin vorher noch zwei Etappen. Schritt für Schritt bzw. Ein Tag nach dem anderen. In diesem Sinn: Morgen gibt es mehr…

https://www.relive.com/view/vPOpKwDdxRv

Fliegender Start

Bereits gestern war die Anreise und ein erstes Kennenlernen, sowie Wiedersehen. Somit stand dem Start um Punkt neun Uhr, samt Glockenleuten nichts im weg. 

Los geht es in Altenmarkt im Pongau. Nur ein kleines Stück Richtung Salzburg bringt uns zur Taleinfahrt nach Ramsau am Dachstein. Im Winter soll hier ein Langlauf Eldorado sein. 

Die Strecke ist nicht zu stark befahren und landschaftlich schön. Leider versteckt sich der Dachstein hinter Wolken, welche zu Glück über uns keinen Niederschlag bringen. Früher am Tag muss das der Fall gewesen sein, da die Straße noch Nass war. 

Mit zügigem Gruppe 1 Tempo geht es die teils leichte, teils stärkere Steigung mit paar Zwischenabfahrten bis zum Ort Ramsau. Von dort geht es runter in das Ennstal, wo Varianta A und B wieder zusammen kommen. Witziger Weise treffen wir dort zeitgleich mit Gruppe 3 ein.  

Ein paar Kilometer entlang der Enns bringt uns zum Eingang ins Sölktal. 

Lang gezogen steigend mit wenigen Flachpassagen bringt uns immer weiter in das Tal hinein, wo es immer Enger und die Hänge steiler werden. So bleiben für uns auf den letzten 4 Kilometern noch 400 Höhenmeter und paar Kehren um zum Sölkpass zu gelangen. 

Hier der Daily Rupert: https://www.instagram.com/reel/DNdh-xCsCOM/?igsh=MWVqOWUweTcwN3Fj

Oben wartet schon das, nach 80 Kilometern, redlich verdiente Bergbuffet.  

Gestärkt geht es in die Abfahrt welche uns eine unerwartete Rollsplitt Einlage bietet. Zum Glück haben alle rechtzeitig reagieren können und haben dieses Hindernis hervorragend gemeistert. Danach ging es mit Rückenwind flott ins Tal. 

Nach der bereits geleisteten Strecke auf diese Zeit, hat es der Schwarzenbichl doch noch mal in sich. 

Bereits um 14:30 sind wir am Hotel in Tamsweg. Trotz deutlich schlechterer Wettervorhersage sind wir mit Ausnahme von paar Tropfen von oben und paar von unten super durchgekommen und hatten eine echt schöne Landschaft um uns herum. Was will man mehr?

https://www.relive.com/view/vmqXJxMz5LO

Versöhnlicher Abschluss 

Was bisher geschah:

Am Samstag sind wir bei gutem Wetter und mit Sicht auf den Mont Ventoux angereist. Danach hat er sich in und hinter Wolken versteckt. Der Wetterbericht wechselte immer wieder seine Meinung. Meistens war dann das Wetter doch besser wie angesagt, aber so richtig konnte man sich nicht darauf verlassen. 

Der Regen konnte uns nicht aufhalten und wer hätte gedacht, dass es der Wind mit seinen extremen Böen schafft. 

Nur für Freitag war konstant Sonne angekündigt. 

Freitag Morgen:

Schon am Weg zum Frühstück zeigt sich der weiße Riese in der Ferne bei wolkenlosem blauen Himmel. 

Rund 20 Kilometer trennen uns von Bédoin, dem Startpunkt für den Anstieg zum Mont Ventoux. Diese Auffahrt wird am häufigsten bei der Tour de France gefahren. Die Anfahrtskilometer sind schnell erledigt und es geht in den Anstieg. Jeder fährt sein Tempo. 

Mir bereitet es sehr viel Freude diesen Anstieg bei Sonne hoch fahren zu dürfen. 

Endlich findet sich auch die Zeit für einen Daily Rupert. 

Es sind sehr viele Radfahrer unterwegs. Auch als eine Schranke die Weiterfahrt versperrt, kommen einige schon von oben runter. Also kurz absteigen und die Schranke überwinden um weiter nach oben zu kommen. An einer Stelle liegt noch etwas Schnee auf der Straße. Da hat das Räumfahrzeug noch nicht vollständig alles weg geschoben. Ein kurzes Stück muss ich schieben, aber das hält sich im Rahmen. 

Nur ganz oben liegt noch etwas Schnee und erschwert die letzen Meter der Auffahrt. Das Passschild ist erreicht. 

Ein Teil unserer Gruppe ist schon da und wir machen die ersten gemeinsamen Fotos. Nachdem es doch noch sehr frisch ist, schicke ich sie schon mal runter. Doch auf den ersten Metern der Abfahrt kommt ihnen der letzte Fahrer unserer Gruppe entgegen und so drehen Sie nochmal für ein vollständiges Gruppenfoto um. 

Die Abfahrt geht bis nach Sault, wo wir bei Pasta in der Sonne schön aufwärmen lassen. 

Nachdem noch Zeit für eine extra Schleife ist, machen wir uns auf eine zusätzliche Runde welche auf der Etappe 2B gefahren worden wäre. 

Die Rund führt über Aurel in ein Tal nach Montbrun-les-Bains, von wo aus wir uns erneut in einen Anstieg begeben zum Pass des Toten Mannes. Eine lohnenswerte Schleife welche eine super Ergänzung war. 

Erneut zurück in Sault geht es über die Gorges de la Nesque zurück zum Hotel. Diese Anpassung der ursprünglich geplanten Strecke bringt uns ein weiteres Highlight dieser Region nahe. 

Diese letzte Tour hat für die letzten Tage nochmal entschädigt und so wird die Reise vermutlich doch als sonnige Provence in Erinnerung bleiben. 

https://www.relive.com/view/v1OwKGed7EO

Trotz diversen Pannen (15x Platten) und Wetterschwankungen war die Stimmung immer gut und ausgelassen. Danke an alle Teilnehmer, dem Hotel, dem Restaurant und unserem Team für eine tolle Woche und einen wunderschönen gemeinsamen Radurlaub. 

Mörderischer Wind

Heute Morgen ist es trocken. Der Wind hat die Straßen trocken geblasen und somit steht der Runde nichts im Weg. Die Umrundung des Mont Ventoux steht an. 

Weit kommen wir nicht, denn es kommt direkt nach dem Start, noch nicht einemal vom Hotel Parkplatz runter der Ruf, dass wir einen Defekt haben. 

Das Schaltwerk ist abgerissen an einem Leihrad. 

Jemand anderes fährt heute nicht und hat die passende gleiche Größe und verleiht netter Weise sein Rad. 

Eine Viertelstunde später kommt der zweite Versuch. 

Nach 3 Kilometern halten wir nochmal am Ortsrand für eine kurze Besprechung. Es ist so extrem böig, dass die Hälfte der Gruppe umdreht und zum Hotel zurück fährt. Wir übrigen drei versuchen es weiter zu fahren. Doch nach 10 Kilometern drehen auch wir um. Es ist einfach viel zu gefährlich bei diesem Wind weiter zu fahren. 

Auf dem Rückweg trägt mich der Wind in einer Kurve von hinten schiebend direkt in den Gegenverkehr. Zum Glück ist zu diesem Zeitpunkt keine Auto oder LKW entgegen gekommen. Dieses und ähnliche 

Manöver bestätigen die Entscheidung umzudrehen. 

Nur ein Schlenker zum Denkmal des Erfinders der Gangschaltung lässt uns mehr Meter wie Notwendig machen. Dank Paul de Vivie macht Rad fahren einfach mehr Spaß. 

Zurück im Hotel stellt sich heraus, dass es den anderen Gruppen ähnlich ergangen ist. 

Doch das alternativ Programm steht. Mit einer Yoga Einheit und Technik Kunde in Luc’s Fahrrad Werkstatt ist der Tag gefüllt. 

https://www.relive.com/view/vZqNoL3EoGv

Sur le pont d’Avignon

Es bleiben nur noch drei Touren zwischen denen wir aussuchen können. Nachdem der Mont Ventoux bereits für Freitag vorgesehen ist, da wir dort gute Bedingungen benötigen, bleiben nur noch zwei zur Auswahl. Beides sind eher längere Touren und passen irgendwie nicht zum Wetterbericht. Auch wenn wir die letzten Tage bereits die Erkenntnis gewonnen haben, dass er sehr häufig dann anders ist, wie die Realität. 

Somit planen wir eine alternative Lösung. Der Regen animiert sehr viele zu einem Ruhetag. Am Ende stehen 10 Radfahrer am Start. 5 von Gruppe 1 und 5 von Gruppe 2 und 3. Damit liegt nahe, diese zu einer Gruppe 2,5 zusammen zu fassen und gleich große Gruppen zu haben. 

Der Guide (Anm. d. Red.: ich) von Gruppe 1 hält sich gleich mal nicht an den Track und somit gibt es gleich auf den ersten Kilometern die Situation, dass wir Gruppe 2,5 überholen müssen. Unser Plan, uns bei denen in den Windschatten zu hängen, geht leider nicht auf. 

Nach ein paar schlecht Asphaltierten Feldwegen geht es in den Anstieg zum Lac du Paty, bevor es erneut nach Malaucène geht. Ich hätte nicht gedacht, dass wir da so schnell nochmal vorbei kommen, aber wir sind ja auch nicht für das Wetter verantwortlich. 

Genau dieses sieht in Richtung der langen alternativ Variante nicht so gut aus und der hellere Himmel in der anderen Richtung lockt. Die anderen Argumente waren, dass wir noch keinen regenerativen Tag hatten und große Teile der längeren Variante bereits gestern gefahren sind. Wer meint, dass sind nur ausreden: Ja, vielleicht. Bleibt aber wenn unter uns. 

Der Abzweig in die Weinberge, wirft die Frage auf, ob wir komootet werden. Alternative Routen erfordern alternative Planungsmittel. Und da ist der Outdoor Aktivitäten Routenplaner gerne willkommen, ABER man muss manchmal mit Fragwürdiger Navigation rechnen. 

Nachdem an der Straße steht, man darf sie nur bei nicht Regen befahren und dies aktuell der Fall ist, versuchen wir es und dürfen gleich mehrere Fluß Durchfahrten machen. Ganze Vier an der Zahl. Wären wir hier Anfang der Woche unterwegs gewesen, dann wäre es vermutlich ein trockenes Flussbett gewesen. Man braucht für so etwas nicht unbedingt ein Gravelbike geschweige denn ein Mtb, sondern es geht auch mit dem Rennrad. 

In Séguret machen wir einen kurzen Bananen und Riegel Stop. Nachdem andere Bedürfnisse auch noch vorhanden waren, war der Plan für diese zeitnah Erleichterung zu schaffen. Manchmal liegt das gute so Nah, dass wir nur 5 Meter weiter fahren mussten und ein sehr unscheinbare öffentliche Toilette fanden. Wenn’s läuft, dann läufts. 

Einige Weinberge später ging es auf den ehemals Bahn, jetzt Radhighway und zurück ins Hotel. 

Regen hatten wir erneut nur zum Ende hin. 

Da am Nachmittag noch gut Zeit war, fand sich eine Gruppe für Sightseeing in Avignon. 

PS. Anscheinend ist das hier in der Gegend so üblich nur halbe oder gar keine Brücken zu bauen. 

https://www.relive.com/view/v26Md7rDE3O