Gruppendynamik

Das Rad fahren und der Wetterbericht gehören sehr häufig zusammen. 

Für heute ist ständig bewölkt und gegen Nachmittag eine Regen Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent angesagt. 

Guter Dinge nimmt Gruppe 1 trotz der Prognose die längere Strecken Variante. Bis Predazzo geht es leicht wellig dahin. Dort startet bereits der Anstieg zum Passo di Rolle. Mit angenehmen Steigungsprozenten nehmen wir stetig an Höhe zu. Im Mittelstück um den Ort Bellamonte herum gibt es sogar eine noch flachere Passage. Gemeinsam kurbeln wir als kompakte Gruppe den Passo di Rolle nach oben. Der ein oder andere würde zu diesem Anstieg sicherlich Rollerberg sagen, was ja ein Match mit dem Passnamen wäre. 

Nachdem dieser bereits unsere Zusatzoption war, rollen wir 7 Kilometer zurück nach unten um dann den Abzweig zum Passo di Valles zu nehmen. Dieser ist etwas steiler und so fährt jeder in seinem Tempo. Kurz vor und am Pass treffen wir Gruppe 3. 

Als alle oben waren und entsprechende Fotos im Kasten waren, ging es gleich in eine längere Abfahrt bis zur Verpflegung wo wir auf Gruppe 2 treffen. 

Nach einer kurzen Stärkung werden der Prognose wegen teilweise die Überschuhe noch angezogen. Frei dem Motto, wenn man einen Regenschirm dabei hat, dann braucht man ihn nicht. 

Zeitgleich mit Gruppe 2 begeben wir uns auf die Strecke. Durch mehrere Baustellenampeln zerwürfeln sich die beiden Gruppen. Erst wie wir in Cencenighe Agordino das Tal wechseln findet sich Gruppe 1. 

Vereinzelt treffen wir noch welche von Gruppe 2 und nehmen diese bis zum Anstieg mit. Ab dann fährt jeder sein Tempo.

Als ein Teil von Gruppe 1 auf der Hälfte des Passes ist, gibt es einen lauten Donnerschlag. Ebenfalls setzen Regentropfen ein. Mehr anziehen lohnt sich nicht, weil man sonst noch mehr schwitzt und von innen her Nass werden würde. Also stetig weiter. Im oberen Bereich treffen wir einen Teilnehmer aus Gruppe 3. Er ist erst vom Platz der Mittagspause gestartet um mehr Zeit für diesen Anstieg zu haben. 

Daily Rupert

Mittlerweile haben die Tropfen auch schon wieder aufgehört zu fallen und es kommt sogar der ein oder andere Sonnenstrahl durch die Wolkendecke. 

Oben am Pass angekommen meldet sich einer aus Gruppe 1 ab, weil er mit Gruppe 2 eingekehrt ist. Dafür kommt von Gruppe 2 auch noch einer oben am Pass an gerade wie wir abfahren wollen. Auch den nehmen wir gerne mit. So machen wir uns zu fünft (3x Gruppe1 und je 1x Gruppe 2&3) auf die letzten Kilometer in der Abfahrt. 

So kommen wir weitestgehend trocken und in unerwarteter, aber netter Konstellation am Hotel an. 

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