Noch mehr Hellingen, diesmal bei Nässe

Mit viel Optimismus was das Wetter angeht gehen wir heute noch mal an den Start. Überschuhe und Regenjacke werden gleich von Anfang an benötigt. Der Regen ist nicht zu stark und macht im Gegensatz zu uns auch mal Pausen. 

Bei uns gibt es heute nur kurze Foto Stops oder Gewichtsoptimierung in Form von weniger Druck auf der Blase. 

Die Devise ist „Durchfahren“, nachdem ja nach der Tour direkt schon die Heimreise ansteht und das Wetter auch nicht zum verweilen einlädt. 

https://www.relive.com/view/vQvyk88JyK6

Es sind 9 Hügel, wobei davon nur der Kluisberg für die Passjagd zählt. Der Flämische Novecolli hat eine tolle Streckenführung mit schöner Landschaft und ist sehr kurzweilig. Auch das Prädikat Nässe/Regentauglich können wir guten Gewissens vergeben. 

Passender Weise ist der Eikenberg zum Schluss noch eine Cobbles Auffahrt was den Ausklang im Klassiker Revier abrundet. 

Alles in allem vier gelungene Tage auf und neben dem Rad mit vielen netten Menschen und Gesprächen in einem tollen Hotel

0 Kilometer Kopfsteinpflaster sind richtig lang

Um Abwechslung in das Flandern Programm zu bringen, war für heute eine Runde nach Brügge und optional bis ans Meer geplant. Versprochen waren null Kilometer Plastersteine und fast keine Berge. 

Um kurz vor neun kommt ein Mitfahrer der Gruppe 2 mit dem Problem von fast leeren Batterien in den Schaltgriffen. Leider waren die vorhandenen nicht kompatibel. Um die Abfahrt von Gruppe 2 nicht zu verzögern, haben wir ihn einfach in Gruppe 1 aufgenommen. Ein erster Versuch, mit einem kleinen Umweg, im Supermarkt um die Ecke Ersatzbatterien zu bekommen schlägt fehl. Also starten wir die Runde mit dem Vertrauen irgendwo welche kaufen zu können. 

Der erste Hügel lässt nicht lange auf sich warten. Auch der zweite sogenannte Nokereberg (Nicht zu verwechseln mit dem Nockherberg in München!) kommt zügig. Doch dieser hält gleich mal Kopfsteinpflaster für uns bereit. Dieses würde wenn überhaupt nur zwei Sterne bekommen, aber immerhin haben wir gestern geübt über solchen Belag zu fahren weshalb es kein Hindernis darstellte. 

Einige Kilometer später rollen wir auf Gruppe 3 auf und auch gleich vorbei. An der nächsten Ampel sehen wir uns bereits wieder. Ein spontaner Erleichterungsstopp ermöglicht Gruppe 3 in Führung zu gehen. Diese ist nicht von langer Dauer. 

Einen Ort weiter gibt es am Streckenrand ein Fahrrad Geschäft. Der nächste spontane Stop, bei dem wir Batterie Technisch erfolgreich sind. Gruppe 3 ist in dieser Zeit erneut vorbei gefahren. 

Zitat: „Für in 10 Kilometern müssen wir uns einen neuen Grund suchen um stehen zu bleiben“

Vorbei an Gruppe 3 und weiter auf sehr schönen Radweg Abschnitten durch kleinere Waldstücke. Es rollt. „Gesagt getan“, beschert uns ein Schlagloch mit einem Snakebite eine kurze Pause. Somit halten wir den Schnitt mit einem Platten pro Tag in unserer Gruppe aufrecht. Die dadurch gewonnene Routine lässt uns die Panne schnell beheben und es geht weiter ohne Gruppe 3 gesehen zu haben. 

Nächster Halt: Brügge. Hier werden wir von Menschenmassen empfangen, aber darunter befindet sich auch Gruppe 2 und so konnte der Gruppenwechsel rückgängig gemacht werden. Ach übrigens: In Brügge im Stadtzentrum ist Kopfsteinpflaster verlegt. Auf jeden Fall lädt das Zentrum nicht zum verweilen ein, weshalb wir uns zum Meer auf machen. 

Nur 20 Kilometer Gegenwind später sind wir an der Belgischen Nordsee. Vieles ist zugebaut, was uns einen Fotopunkt suchen lässt. Einige Fotos später kehren wir zur Mittagspause ein. 

Wie wir uns auf die Weiterfahrt begeben sehen wir Gruppe 2, welche auch gerade aufgebrochen sind. 

Rückenwind lässt uns sehr gut voran kommen. Auch die Umfahrung einer aktuell nicht betrieben Kanal Zugbrücke und zwei Baustellen mit Schotterpiste halten uns nicht auf. 

Als wir zum Abzweig für eine Kaffeepause kommen, ist Gruppe 3 wieder da. Sie haben die Option „Meer“ ausgelassen. 

Wir entschließen uns für einen kurzen Getränke Stop um dann auf die letzten 35 Kilometer zu gehen. 

Mittlerweile hat der Wind gedreht. Zusammen mit zwei weiteren Hügeln trennt er uns von Oudenaarde. 

Mit der Sicht auf den Oudenaarder Kirchturm kommt auch Gruppe 3 nochmal in Sicht und Reichweite. 

Gemeinsam lassen Teile von Gruppe 1 und 3 den Tag mit Hin und Her und fast 5 Kilometer Kopfsteinpflaster auf dem Stadtplatz ausklingen. Auch die Ankunft von Gruppe 2 lässt sich von dort beobachten. 

https://www.relive.com/view/vJOKjG7y4wv

Nur der Daily Rupert hat heute nicht rein gepasst. Vielleicht klappt es morgen nochmal 

Flandern Rundfahrt und Roubaix an einem Tag?

Heute gibt es noch mal eine Ordentliche Portion Klassiker mit Kopfsteinpflaster vom feinsten. Eine dieser Passagen ist sogar mit 5 Sternen bewertet. 

Los geht es mit dem Koppenberg, über Steenbeekdries und Taaienberg. Die letzten beiden kannten wir bereits von unserer Zusatz Schleife von gestern. 

Der aufmerksame Leser hat vielleicht gesehen, dass gestern ein Bild eines Zielbogens mit dabei war. Nach etwas suchen, haben wir herausgefunden wie die Rennstrecke verläuft und tatsächlich war sie auf unserer Tour. Glücklicherweise konnten wir mit einer leichten Abwandlung direkt auf der gesperrten Strecke bis zum Ten Houte fahren wo wir den abgesperrten Weg wieder verließen. 

Dann war erst einmal etwas Pause mit Kopfsteinpflaster, doch paar Hügel kamen noch bevor uns ein Überführungsstück zum Mont-Saint-Aubert brachte. Dessen Auffahrt war zur Abwechslung weder asphaltiert noch gepflastert. Hier waren nochmals Offroad Skills gefragt. Dieser Abschnitt kostete einen weiteren Schlauch. 

Nach einer kurzen Kaffeepause in Tournai am schönen Stadtplatz, ging es gestärkt auf die letzten 5 Sektoren der Rennstrecke Paris – Roubaix. 

Das Pavé de la Justice macht den Anfang, gefolgt von dem berühmt-berüchtigten Sektor Carrefour de l’Arbre welcher 5 Sterne hat. Der Durchschüttelfaktor ist definitiv ein Five Star Erlebnis. 

Die weiteren können teilweise auch auf einem Seitenstreifen umfahren werden. Doch wenn die Profis hier lang brettern, dann sind diese Seitenstreifen gesperrt und sie müssen über die Paves. 

In Roubaix haben wir sogar die Möglichkeit ein Runde im Stadion zu drehen wo die Profis den Zieleinlauf haben. 

Daily Rupert aus dem Velodrom

Zurück geht es relativ flach. Nur am Schluss wartet noch das Double mit Kwaremont und Paterberg. Zwei Kopfsteinpflaster Anstiege der Flandernrundfahrt. 

https://www.relive.com/view/vdORzkK87KO

So schließt sich der Kreis und zeigt sehr schön, dass die  Ronde van Vlaanderen und Paris-Roubaix gut kombinieren lassen, wenn man Paris weg lässt. 

Auftakt im Frühjahrs Klassiker Revier

Ein kurzer Ausflug für vier Tage nach Belgien steht an. Nachdem die Frühjahrs Klassiker noch frisch im Kopf sind, wollen wir auch einen Teil dieser Strecken unter unsere Laufräder nehmen. 

Gestern Abend gab es bereits viele Fachgespräche über Reifenbreiten und heute konnten wir dann gleich mal ausprobieren ob die jeweilige Wahl gut für Kopfsteinpflaster ist. 

Die Strecke führt uns von Oudenaarde über kleine Straßen mit vielen Richtungswechseln und vielen kurzen Anstiegen und Abfahrten durch die Flämischen Ardennen. Teils sind diese mit Kopfsteinpflastern bedeckt. 

Einer der bekanntesten Anstiege ist heute die Muur van Geraardsbergen, welche direkt zu einer Kirche auf dem Berg führt. Auch dort ist gepflastert und eher verwinkelt auf schmaler Straße in Kombination mit ordentlichen Steigungsprozenten bietet das die beste Voraussetzungen für Sportgeschichten. 

Für uns ist es auf jeden Fall ein Highlight diese Auffahrt selbst gefahren zu haben. 

Vor der Mittagspause machen wir noch einen Schlenker über den gepflasterten Bosberg. 

Nach der Pause gibt es eine kurze Gravel Passage, was mit den breiteren Mäntel überhaupt kein Problem darstellt. 

Mehrere Sägezähne später wurden wir Guides nochmal gefordert, da eine nicht vorhandene Eisenbahnbrücke umfahren werden musste. 

Am Kanarieberg entschieden wir die Strecke von 1b auf 1c anzupassen und einen Pflasterstein Hügel als Stichstraße mit einzubauen, sowie einen weiteren bekannten Pflaster Streckenabschnitt um einfach das gute Wetter zu nutzen. 

Alles in allem ein gelungener Auftakt in einer schönen abwechslungsreichen Gegend 

https://www.relive.com/view/vQvyk8Zg346

Zu guter letzt noch der Daily Rupert