Drei Länder Giro mal anders

Die letzte Etappe unserer Rundreise steht an. Nachdem wir noch in Montenegro sind, müssen wir mindestens über eine Grenze. Da der direkteste Weg zurück nach Dubrovnik bzw. Cavtat durch Bosnien geht, kommt noch ein neues Land und eine weitere Grenze dazu. 

Daily Rupert

Die letzten 36 Kilometer in Montenegro bringen uns ganz gemächlich nochmal auf über 1000 Meter Höhe ins Karstgebirge. Dieser Pass ist beheimatet auch den ersten Grenzübergang. Erst die Ausreise aus Montenegro und gut 500 Meter später die Einreise nach Bosnien. 

Nach Trebinje rollt es mit Ausnahme eines  kleinen Gegenanstiegs bis auf 300 Meter über dem Meer Berg ab. 

Nachdem unser Begleitfahrzeug auch die Grenzüberschreitende Fahrt macht, gibt es keine Verpflegung aus dem Auto, da die Wartezeiten an der Grenze nicht planbar ist. In dem Restaurant wo wir einkehren war die Wartezeit leider auch ungeplant lange. Aus 20-30 Minuten wurde fast eine Stunde bis unser Essen fertig war. Im Nachhinein ist man immer schlauer. 

Eine weitere Gebirgskette trennt uns noch von der Dalmatischen Küste. An dieser Stelle ist auch viel verbrannte Erde zu sehen. Langsam kommt erst das Meer in Sicht und dann immer mehr von der Bucht vor Cavtat. Beim erneuten doppelten Grenzübertritt, erst raus, dann rein, war unser Ziel bereits sichtbar. 

Die letzten Meter auf Kroatischem Boden, brachten uns dann Final zurück zum Ausgangspunkt. 

https://www.relive.com/view/vr63zyA7j8O

Doch das Programm war noch nicht zu Ende. Erst ein Ankunftsgetränk, dann ein Eis. Anschließend noch kurz baden und zum krönenden Abschluss mit dem Boot nach Dubrovnik. Bis zum Abendessen dort war noch etwas Zeit für einen kleinen Stadtrundgang über viele kleine Gassen und Treppen. Auf der Suche nach dem Aufgang zur Stadtmauer sahen wir etliche Katzen. Den Aufgang fanden wir im X ten Anlauf doch noch, allerdings war diese bereits geschlossen und auch der Eintrittspreis ist mit 40 Euro ziemlich stolz.

Mit einem sehr guten Abendessen wurde die schöne Reise abgerundet. 

Durmitor Sedlo Deluxe

Manchmal muss man spontan umplanen. So heute morgen vor der Etappe, da entlang der ursprünglichen Strecke angeblich ein großer Waldbrand bzw. Feuer wütet. Glücklicherweise gab es bereits eine Route in der Schublade welche wir einfach nutzen konnten. Diese war bereits bei einer vorherigen Reise durchgeführt. 

Der erste Teil mit dem Durmitor Sedlo blieb identisch, nur hinten raus war die Strecke anders. 

Daily Rupert

Genau dieser erste Abschnitt war richtig genial. Permanent hatten wir tolle wechselnde Sichten auf den Nationalpark. 

Somit fuhren alle nochmal in die Tara Schlucht hinab. Auf dieser Strecke gab es  viele Tunnels, welche die Strecke sehr spektakulär machten. Genau dort hatten wir noch ein letztes Mal Verpflegung aus dem Auto. Ein weiteres Highlight mit dieser Kulisse. 

Der zweite Teil des Tages brachte uns mit wenigen Seitenstraßen und überwiegend größeren Hauptstraßen an unser Etappenziel nach Nikšić. 

Unterwegs waren Überreste von einem erst kürzlichen Feuer zu sehen, doch nichts großes Akutes. Dafür hat sich herausgestellt, durch Augenzeugen Berichte, dass unser kurzfristiger Streckenwechsel die richtige Entscheidung war. Auf der ursprünglichen Route wären wir deutlich dem Rauch ausgesetzt gewesen und wären an Feuerwehr und Fernsehen samt Löschflugzeug vorbei gefahren. 

Fazit des Tages: Für den gesamten Durmitor National Park gilt, dass er eine Reise wert ist. 

https://www.relive.com/view/vMv8zyePyN6

Genusstour + 1

Heute ist der bereits ersehnte Ruhetag. Wir bleiben zwei Nächte im gleichen Hotel und es ist eine Runde mit nur 45 Kilometern bei 400 Höhenmetern geplant. Bei einer Startzeit von 10 Uhr kann man es gemütlich angehen lassen. 

Auf der Runde liegen 4 von 18 Gletscherseen, welche auch als die Bergaugen oder die Augen des Durmitor bezeichnet werden. 

Schnell ist klar, dass die Fotodichte pro Kilometer heute deutlich höher liegen wird. 

Nicht nur die Seen sind schön, sondern die komplette Hochebene. 

Nach der Rückkehr ins Hotel geht es nach einem kleinen Snack nochmal los um noch etwas für die Passjagd zu tun.

Neben dem Pass konnte ich schöne Bilder und Eindrücke sammeln.

Daily Rupert

Fazit: Ruhetag perfekt genutzt: https://www.relive.com/view/vPv4wG8Ew3q

Was verbindet Deutschland und Montenegro?

Aus der Reihe „Quäldich Reisen bildet“ heute Folge 852:

In Montenegro gibt es einen Fluss namens Tara. Dieser fließt in die Drina und dann in die Save, welche dann in der Donau mündet. Die Donau entspringt bekanntlich in Deutschland und so ist eine Verbindung hergestellt. 

Genau an diesem Fluss bewegen wir uns heute die meiste Zeit Entlang. 

https://www.relive.com/view/v1vj8DgQ9J6

Doch zuerst starten wir in Andrijevica um über Treshnjevik zu fahren. Ein Großteil der Strecke wurde mit neuem Belag versehen, was den Fahrspaß deutlich erhöht. 

Nach circa 10 Kilometern Abfahrt treffen wir auf die Tara. Sie begrüßt uns mit einer größeren Verkehrsader. Wir fahren Fluss abwärts wodurch dieses Teilstück nicht zu lange dauert. 

Ein paar Mitradler nehmen zusammen mit mir noch eine kleine Strichstraße zu einem Bergsee unter die Räder, während der Großteil der Gruppe zur Mittagsverpflegung vor fährt. Dort treffen wir uns erneut und begeben uns gemeinsam auf den Weg in Richtung Donau. 

Erst an der Brücke über die Tara Schlucht entfernen wir uns vom Fluss und biegen den Hang hinauf in ein Ski Gebiet ab, welches vom Durmitor National Park umgeben ist. 

Den ersten Regenschauer haben wir an der Touristischen Brücke über die Schlucht  in einem Restaurant verbracht. Doch 5 Kilometer vor dem Etappenziel hat uns dann doch die verfrühte Dusche erwischt. 

Nach dem richtigen Duschen und einem sehr guten Abendessen war die ungeplante Dusche schon wieder vergessen. 

Daily Rupert

Noch eine weitere Verbindung:

In Montenegro war bis zur Einführung des Euros die Deutsche Mark das offizielle Währungsmittel. Der Euro wurde dann gleich 2002 mit eingeführt ohne groß die EZB zu fragen. 

Borderline Berge alias Albanische Alpen

Die ersten 35 Kilometer waren recht zügig erledigt, nur bis wir aus der Stadt raus waren dauerte ein bisschen, da wir für sehr viele andere Verkehrsteilnehmer mit schauen mussten. 

Es ging durch weitestgehend Flache karge Steppe. Verwunderlich waren die vereinzelten „Paläste“ links und rechts des Weges. Viele dieser Bauten hatten auch entsprechend grüne Gärten durch Bewässerung. Ohne diese wäre alles in der Sonne verbrannt. 

Um uns auch ausreichend zu wässern, steuerten wir einen im Track eingezeichneten Brunnen an. Nur lief dieser nicht. Selbst die Einheimischen wussten nicht was los war. Den Wasserspuren nach auf dem Boden muss er vor kurzem noch gelaufen sein. Ein Teil der Gruppe machte sich weiter auf den Weg um anderweitig Wasser zu bekommen. Kaum waren sie weg, sprudelte plötzlich das Wasser und wir konnten unsere Flaschen auffüllen. 

Von dort an begann auch schon der erste der beiden heutigen Anstiege. 

Und schon wieder stand die Sonne voll im Hang. Diesmal war die Erklärung naheliegend. Wir fuhren durch den Ort HOT. 

Unzählige Schweißtropfen später bot sich uns atemberaubender Blick in das Cjevna Tal. 

Über mehrere Kehren schlängelten wir uns erst hinab und dann das Tal Fluss aufwärts, wo unsere Mittagspause bereits wartete. 

Gut gefüllt ging es weiter in Anstieg Nummer zwei des Tages. 

Auf diesem bekamen wir eine Abkühlung von oben, welche mit einem Temperatur Fall von über 10 Grad einherging. Dadurch wurde auch das Steilstück erträglicher. 

Daily Rupert

Fast 50 Kilometer und eine Grenze trennten uns vom Hotel. 

Den Rückweg nach Montenegro hätten wir leichter haben können, da wir lange Zeit entlang der Grenze fuhren, doch dann hätten wir nicht die schönen Albanischen Alpen gesehen. 

https://www.relive.com/view/v7O9zVL7oQ6

Wellen am Skutarisee

Mit 30 Kilometern Anlauf beziehungsweise Abfahrt nähern wir uns unserem heutigen Begleiter.  Der Skutarisee ist der größte See auf dem Balkan und fast auf Meereshöhe. Allerdings trennt der See und die Adria ein Gebirgszug mit an die 1600 Metern Höhe. Irgendwer kam auf die Idee eine Panorama Straße entlang der Kette auf der Seeseite anzulegen. Diese geht stetig rauf oder runter. Fast wie Wellen. Teils könnte man meinen es ist eine Küstenstraße. Auf jeden Fall wie für uns gemacht. 

Daily Rupert

Vermutlich hat es heute etwas getäuscht, da die Sicht immer noch sehr diesig ist und somit das andere Ufer nicht leicht auszumachen war. Tatsächlich liegt der See nur auf Platz 49 der größten Seen Europas (Quelle: Wikipedia). Der Genfer See und auch der Bodensee sind in der Liste weiter vorne. 

Landschaftlich ein weiteres Highlight mit erneut vielen Pausen, da laut Tourenaufzeichnung heute im Schnitt sogar 35 Grad herrschten. 

Auch ein weiteres Land welches ich bereist habe kommt hinzu. Das Etappenziel ist heute Shkodra in Albanien. 

https://www.relive.com/view/v7O9zVL7oQ6

Hitzeschlacht in der Bucht von Kotor

Gestern hatte ich bereits die Möglichkeit mit meinen Guidekollegen eine kleine Akklimatisierungsrunde zu drehen. Knapp 20 Kilometer mit guten 500 Höhenmetern und bereits schwül heißen Temperaturen stellten uns bereits sehr gut auf die heutige Etappe ein. 

Vom Hotel aus ging es gleich in die ersten 150 Höhenmeter Anstieg. Bei den hier herrschenden Temperaturen kann man durchaus von einem Warmstart reden. 

Dazu kam noch etwas Verkehr welcher deutlich zurück ging nachdem wir auf eine schöne Nebenstraße wechseln konnten. 

Wellig / hügeliges Profil brachte uns an die Schengen Ausengrenze von Kroatien nach Montenegro. Gleich an der ersten Tankstelle hinter der Grenze blieben wir stehen um das erste Mal Getränke nachzufüllen. 

Von nun an folgten wir der Küstenstraße in der Bucht von Kotor. 

Zwischendrin mussten wir die Bucht mit einer Fähre durchqueren um auf der anderen Seite einer kleineren Strecke bis Kotor zu folgen. Der Abschnitt nach der Fähre bot die gesamte Zeit über was zu schauen und war richtig schön. Leider war keine Zeit für Kotor selbst, welches als Unesco Weltkulturerbe eingestuft ist. 

Vor dem finalen Anstieg machten wir eine weitere Tankstellen Pause. Wegen dem Grenzübertritt für das Begleitfahrzeug welcher zeitlich unplanbar ist, konnte heute keine Verpflegung aus dem Auto gemacht werden und wir mussten diese Alternative nehmen. Dort hatten wir Temperaturen welche knapp an den 40 Grad kratzten. 

Mit einigem Zucker und Wasser aufgetankt geht es in die Felswand oberhalb von Kotor welche schön nach Süden ausgerichtet ist. Sprich die Sonne steht voll drin und richtiger Wind ist Fehlanzeige. 

Daily Rupert

Hin und wieder fahren dort Autos, aber nicht so viele, dass es nervig ist. So schlängeln wir Meter um Meter nach oben. 

Vor allem ein Abschnitt hatte es mir angetan. Mit 16 Jahren durfte ich lernen was es mir für einen Spaß bereitet wenn die Karte so oder so Ähnlich aussieht. 

Ja, richtig erkannt, viele Kehren am Stück. 

Ein Stop in einem Restaurant gut 900 Höhenmeter oberhalb von Kotor ist fest als weiterer Hydrierungspunkt eingeplant und auch notwendig. 

Mit zumindest ein bisschen Regenerationszeit können wir als Gruppe die weiteren Höhenmeter gemeinsam angehen. Im unteren Teil hat es sich sehr schnell auseinander gezogen. Trotzdem gilt: Jeder sein Tempo. Nur ist der Abschnitt nicht ganz so lang, dass wir extrem auseinander geraten. 

Die Sicht in die Bucht ist leider etwas Trüb. Sei es die Luftfeuchtigkeit oder Sahara Staub. Ansonsten wäre es an sehr vielen stellen eine super schöne Aussicht. Auf den Fotos kommt es auch nicht immer so gut rüber, da die Linse in der Trikottasche ständig etwas Schweiß abbekommt. 

Vier Kilometer vor dem Hotel gibt es noch eine kleine Zusatzoption zum Mausoleum von Fürstbischof Petar Petrovic Njegos zu fahren. Der Großteil meiner Gruppe fährt direkt ins Hotel. Nur drei Teilnehmer begleiteten mich noch. 

Um es sich komplett anzuschauen, hätte man Schuhe mit welchen man gut laufen kann benötigt. Über 400 Stufen wären es gewesen. Somit hätte man nicht viel verpasst, wenn die Option ausgelassen worden wäre. Könnte aber für Reise mit dem Auto durchaus interessant sein. 

Im Hotel angekommen hatte es endlich angenehmere Bedingungen. Auf Rund 1300 Metern Höhe lag die Temperatur ohne Sonne immer noch bei 22 Grad. Der Tagesdurchschnitt während der Radfahrt betrug satte 33 Grad!

https://www.relive.com/view/vKv2V7XdM4v