Hitzeschlacht in der Bucht von Kotor

Gestern hatte ich bereits die Möglichkeit mit meinen Guidekollegen eine kleine Akklimatisierungsrunde zu drehen. Knapp 20 Kilometer mit guten 500 Höhenmetern und bereits schwül heißen Temperaturen stellten uns bereits sehr gut auf die heutige Etappe ein. 

Vom Hotel aus ging es gleich in die ersten 150 Höhenmeter Anstieg. Bei den hier herrschenden Temperaturen kann man durchaus von einem Warmstart reden. 

Dazu kam noch etwas Verkehr welcher deutlich zurück ging nachdem wir auf eine schöne Nebenstraße wechseln konnten. 

Wellig / hügeliges Profil brachte uns an die Schengen Ausengrenze von Kroatien nach Montenegro. Gleich an der ersten Tankstelle hinter der Grenze blieben wir stehen um das erste Mal Getränke nachzufüllen. 

Von nun an folgten wir der Küstenstraße in der Bucht von Kotor. 

Zwischendrin mussten wir die Bucht mit einer Fähre durchqueren um auf der anderen Seite einer kleineren Strecke bis Kotor zu folgen. Der Abschnitt nach der Fähre bot die gesamte Zeit über was zu schauen und war richtig schön. Leider war keine Zeit für Kotor selbst, welches als Unesco Weltkulturerbe eingestuft ist. 

Vor dem finalen Anstieg machten wir eine weitere Tankstellen Pause. Wegen dem Grenzübertritt für das Begleitfahrzeug welcher zeitlich unplanbar ist, konnte heute keine Verpflegung aus dem Auto gemacht werden und wir mussten diese Alternative nehmen. Dort hatten wir Temperaturen welche knapp an den 40 Grad kratzten. 

Mit einigem Zucker und Wasser aufgetankt geht es in die Felswand oberhalb von Kotor welche schön nach Süden ausgerichtet ist. Sprich die Sonne steht voll drin und richtiger Wind ist Fehlanzeige. 

Daily Rupert

Hin und wieder fahren dort Autos, aber nicht so viele, dass es nervig ist. So schlängeln wir Meter um Meter nach oben. 

Vor allem ein Abschnitt hatte es mir angetan. Mit 16 Jahren durfte ich lernen was es mir für einen Spaß bereitet wenn die Karte so oder so Ähnlich aussieht. 

Ja, richtig erkannt, viele Kehren am Stück. 

Ein Stop in einem Restaurant gut 900 Höhenmeter oberhalb von Kotor ist fest als weiterer Hydrierungspunkt eingeplant und auch notwendig. 

Mit zumindest ein bisschen Regenerationszeit können wir als Gruppe die weiteren Höhenmeter gemeinsam angehen. Im unteren Teil hat es sich sehr schnell auseinander gezogen. Trotzdem gilt: Jeder sein Tempo. Nur ist der Abschnitt nicht ganz so lang, dass wir extrem auseinander geraten. 

Die Sicht in die Bucht ist leider etwas Trüb. Sei es die Luftfeuchtigkeit oder Sahara Staub. Ansonsten wäre es an sehr vielen stellen eine super schöne Aussicht. Auf den Fotos kommt es auch nicht immer so gut rüber, da die Linse in der Trikottasche ständig etwas Schweiß abbekommt. 

Vier Kilometer vor dem Hotel gibt es noch eine kleine Zusatzoption zum Mausoleum von Fürstbischof Petar Petrovic Njegos zu fahren. Der Großteil meiner Gruppe fährt direkt ins Hotel. Nur drei Teilnehmer begleiteten mich noch. 

Um es sich komplett anzuschauen, hätte man Schuhe mit welchen man gut laufen kann benötigt. Über 400 Stufen wären es gewesen. Somit hätte man nicht viel verpasst, wenn die Option ausgelassen worden wäre. Könnte aber für Reise mit dem Auto durchaus interessant sein. 

Im Hotel angekommen hatte es endlich angenehmere Bedingungen. Auf Rund 1300 Metern Höhe lag die Temperatur ohne Sonne immer noch bei 22 Grad. Der Tagesdurchschnitt während der Radfahrt betrug satte 33 Grad!

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