Erst Seen, dann Bäche

Diesmal sind wir diejenigen welche um 5 Uhr aufstehen. Plan ist es den Sonnenaufgang auf dem Seekogel zu sehen. Der ist knappe 200 Höhenmeter über der Hütte. Diesen extra Weg legen wir ohne Rucksack zurück.

Wir sind nicht die ersten, die wach sind. Auch dieser Hüpfer ist schon fleißig unterwegs.

Oben angekommen muss ich feststellen, dass der Sonnenaufgang eher mäßig zu sehen sein wird. Hinter diesem Felsmassiv kann man mit genug Vorstellungskraft den Sonnenaufgang erahnen.

Macht aber nichts, da die Stimmung auf der gegenüberliegenden Seite den fehlenden Blick auf die Sonne gut kompensiert.

Zurück an der Hütte, hat sich die Erde so viel weiter gedreht, dass das rote Glühen den normalen Sonnenstrahlen gewichen ist.

Nach dem Frühstück und Rucksack packen geht es vorbei an einem der drei Bergseen hier oben. Klar und spiegelnd liegt er da.

Etwas weiter den anspruchsvollen Pfad hinauf zur Seescharte kommen auch die anderen beiden in Sicht. Damit der Weg gut zu finden ist, sind zum einen Wegweiser da und zum anderen markieren zusätzlich andere Wanderer die Route.

Die letzten Meter zu Scharte ähneln schon fast einem Klettersteig. Dies gilt für beide Seiten.

Auf der Südseite der Seescharte angekommen sehen wir bereits unser Tagesziel: Die Venet Gipelhütte. Nur ist bis dahin ein weiter Weg. Diese liegt auf der Bergkette über dem Inntal. Hier in dritter Reihe zu sehen.

Nach nicht mal 100 Metern abstieg bekommen wir einen Steinbock zu Gesicht.

Im oberen Drittel besteht der Weg aus losem Geröll mit ordentlicher Neigung. Das ein oder andere Mal kommt man schon ins Rutschen.

Auch geht es schon los, dass wir mehrere Bäche queren. Bei Zweien sehen wir sogar wie sie aus dem Fels entspringen. Bei der direkten Sonnenbestrahlung, welcher wir ausgesetzt sind, kann man sich an dem ein oder anderen Bach sehr gut abkühlen.

Wir machen es wie das Wasser und folgen dem Weg ins Tal.

Das zweite Drittel besteht aus Almwiesen und hat deutlich weniger Gefälle.

An der Oberloch Alm gönnen wir uns ein Kaltgetränk und füllen gleich noch unsere Flaschen auf.

Hier hat ein Steinrutsch sein Werk vollbracht. Immer wieder imposant zu sehen, welche Kräfte die Natur hat.

Das Wasserrauschen ist hier das bestimmende Geräusch.

Das letzte Drittel ist bestimmt von einem schmalen Pfad welcher sich entlang eines steilen Felshangs Richtung Zams im Inntal schlängelt.

Der Weg ist immer wieder mit kleinen Sitzgelegenheiten ausgestattet um sich gemütlich das Wolkenspiel anschauen zu können.

Der Pfad zieht sich deutlich länger als gedacht. Auf den letzten Metern ins Tal beginnt es zu tröpfeln, doch die Temperatur ist immer noch recht hoch.

Zwei witzige Kühe begrüßen uns in Zams.

Um zu unserem Quartier zu kommen nehmen wir die Seilbahn zur Hilfe. Es gibt dort eine Mittelstation, welche nicht häufig existiert. Die Gondel hält an einem Pfeiler und eine kleine Brücke wird händisch heruntergeklappt, damit die Passagiere aussteigen können. Hab ich vorher auch noch nie gesehen.

Oben im Hotel genießen wir das Abendessen mit Panoramablick. Dieser wird nur zeitweise von vorbeiziehenden Wolken getrübt. Auch ist ordentlich Wind, Regen und Gewitter mit von der Partie. Macht uns heute aber nichts mehr aus, da wir schon im Trockenen sind.

Die Route: Nach Zams

2 Gedanken zu „Erst Seen, dann Bäche“

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