0 Kilometer Kopfsteinpflaster sind richtig lang

Um Abwechslung in das Flandern Programm zu bringen, war für heute eine Runde nach Brügge und optional bis ans Meer geplant. Versprochen waren null Kilometer Plastersteine und fast keine Berge. 

Um kurz vor neun kommt ein Mitfahrer der Gruppe 2 mit dem Problem von fast leeren Batterien in den Schaltgriffen. Leider waren die vorhandenen nicht kompatibel. Um die Abfahrt von Gruppe 2 nicht zu verzögern, haben wir ihn einfach in Gruppe 1 aufgenommen. Ein erster Versuch, mit einem kleinen Umweg, im Supermarkt um die Ecke Ersatzbatterien zu bekommen schlägt fehl. Also starten wir die Runde mit dem Vertrauen irgendwo welche kaufen zu können. 

Der erste Hügel lässt nicht lange auf sich warten. Auch der zweite sogenannte Nokereberg (Nicht zu verwechseln mit dem Nockherberg in München!) kommt zügig. Doch dieser hält gleich mal Kopfsteinpflaster für uns bereit. Dieses würde wenn überhaupt nur zwei Sterne bekommen, aber immerhin haben wir gestern geübt über solchen Belag zu fahren weshalb es kein Hindernis darstellte. 

Einige Kilometer später rollen wir auf Gruppe 3 auf und auch gleich vorbei. An der nächsten Ampel sehen wir uns bereits wieder. Ein spontaner Erleichterungsstopp ermöglicht Gruppe 3 in Führung zu gehen. Diese ist nicht von langer Dauer. 

Einen Ort weiter gibt es am Streckenrand ein Fahrrad Geschäft. Der nächste spontane Stop, bei dem wir Batterie Technisch erfolgreich sind. Gruppe 3 ist in dieser Zeit erneut vorbei gefahren. 

Zitat: „Für in 10 Kilometern müssen wir uns einen neuen Grund suchen um stehen zu bleiben“

Vorbei an Gruppe 3 und weiter auf sehr schönen Radweg Abschnitten durch kleinere Waldstücke. Es rollt. „Gesagt getan“, beschert uns ein Schlagloch mit einem Snakebite eine kurze Pause. Somit halten wir den Schnitt mit einem Platten pro Tag in unserer Gruppe aufrecht. Die dadurch gewonnene Routine lässt uns die Panne schnell beheben und es geht weiter ohne Gruppe 3 gesehen zu haben. 

Nächster Halt: Brügge. Hier werden wir von Menschenmassen empfangen, aber darunter befindet sich auch Gruppe 2 und so konnte der Gruppenwechsel rückgängig gemacht werden. Ach übrigens: In Brügge im Stadtzentrum ist Kopfsteinpflaster verlegt. Auf jeden Fall lädt das Zentrum nicht zum verweilen ein, weshalb wir uns zum Meer auf machen. 

Nur 20 Kilometer Gegenwind später sind wir an der Belgischen Nordsee. Vieles ist zugebaut, was uns einen Fotopunkt suchen lässt. Einige Fotos später kehren wir zur Mittagspause ein. 

Wie wir uns auf die Weiterfahrt begeben sehen wir Gruppe 2, welche auch gerade aufgebrochen sind. 

Rückenwind lässt uns sehr gut voran kommen. Auch die Umfahrung einer aktuell nicht betrieben Kanal Zugbrücke und zwei Baustellen mit Schotterpiste halten uns nicht auf. 

Als wir zum Abzweig für eine Kaffeepause kommen, ist Gruppe 3 wieder da. Sie haben die Option „Meer“ ausgelassen. 

Wir entschließen uns für einen kurzen Getränke Stop um dann auf die letzten 35 Kilometer zu gehen. 

Mittlerweile hat der Wind gedreht. Zusammen mit zwei weiteren Hügeln trennt er uns von Oudenaarde. 

Mit der Sicht auf den Oudenaarder Kirchturm kommt auch Gruppe 3 nochmal in Sicht und Reichweite. 

Gemeinsam lassen Teile von Gruppe 1 und 3 den Tag mit Hin und Her und fast 5 Kilometer Kopfsteinpflaster auf dem Stadtplatz ausklingen. Auch die Ankunft von Gruppe 2 lässt sich von dort beobachten. 

https://www.relive.com/view/vJOKjG7y4wv

Nur der Daily Rupert hat heute nicht rein gepasst. Vielleicht klappt es morgen nochmal