Freiburg-Nizza Tag 3 / Zum Genfersee

Die Tour in kurz abgeflogen: https://www.relive.cc/view/1785530548

Nachdem die Mittagspause für heute auf der B Variante erst nach zwei Drittel der Strecke geplant ist, starten wir schon eine halbe Stunde früher. Von den Temperaturen macht sich das durchaus bemerkbar.

Los geht es mit etwas Sightseeing durch unseren Etappenort.

Außerhalb des Ortes stoßen wir noch auf Nebel. Meine Brille beschlägt sogar.

Bei gerade mal 11 Grad ist es richtig frisch. Doch die Sonne schafft es sich dann dauerhaft durchzusetzen.

Die Temperatur steigt stetig an. Ebenso geht es in den ersten Anstieg.

Das Passschild ist ausnahmsweise etwas anders gestaltet. Passt dadurch aber besser in die Landschaft.

Und der zweite Pass folgt kurz darauf.

Am Lac de Jaux gibt es einen kurzen Fotostop.

Es folgt ein leicht welliges Stück entlang dem See, bevor es zum nächsten Pass geht.

Am Pass oben gibt es eine Möglichkeit unsere Flaschen aufzufüllen. In der Zeit kommen schon die zwei schnellsten von Gruppe 2. Einen davon kassieren wir gleich ein, damit wir eine gerade Anzahl werden. Für Zweierreihe fahren ist das besser.

Bis zur Mittagspause passiert nicht viel. Nur hätten wir diese fast verpasst, da sich das Shuttle Auto gut versteckt hin gestellt hat. Grund dafür war einen Schattenplatz zu finden.

Nach der Pause waren nur noch 400 Höhenmeter zu absolvieren. Der Anstieg war sehr moderat, dass diese schnell verflogen sind.

Ab der Hälfte der Abfahrt wurde es anstrengend. Nicht vom Rad fahren, sondern von der Strecke. Erst einige Baustellen und dann durch Genf mit viel Verkehr. Ob bei der Streckenplanung berücksichtigt wurde, dass wir bei der UNO vorbei fahren, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall ist es durchaus gut gewesen die Route so zu legen.

Einige aus unserer Gruppe wollten noch zum Baden in den Genfersee. Das ist gar nicht so einfach. Einige Kilometer entlang der Promenade haben wir Ausschau gehalten, doch keinen perfekten Platz gefunden.

Kurzerhand haben wir uns aufgeteilt und ich bin mit zurück ins Hotel.

Dort gab es etwas Chaos mit dem Gepäck und dem Check-In. Doch das viel gravierendere war, dass unser Shuttle Auto ausgeraubt wurde. Ein vermeintlicher Passant machte auf einen kaputten Reifen aufmerksam. Während das kontrolliert wurde, wurde die Fahrerkabine ausgeräumt.

Dieser Vorfall brachte mehreres durcheinander. Noch dazu waren wir nach dem sehr guten Abendessen noch gemütlich in einer Bar. Deshalb folgt dieser Blogeintrag etwas verspätet.

Freiburg-Nizza Tag 2 / Der wilde Jura

Gestern Abend haben Benny und ich noch etwas Kultur in Belfort gemacht. Nach dem Essen sind wir erst mal in die Stadt.

Früher war hier eine riesige Festungsanlage, welche noch zu Teilen besteht.

Wir hatten bereits von anderen Teilnehmer gehört, dass oben auf der Burg ein Festival ist und es schwierig sein könnte hin zu kommen. Trotzdem haben wir es versucht. Es hat sich gelohnt.

Im Burghof gab es Musik und die Einheimischen sind in alten Militär Uniformen herum gelaufen. Bei einem Bier haben wir noch ein wenig die Atmosphäre genossen.

Zwei vor 9 Uhr waren alle Startklar und es ging los Richtung Jura. Nach 25 Kilometern verließen wir kurzzeitig Frankreich und wechselten in die Schweiz. Flussaufwärts ging es, trotz leichter Wellen, flott zum ersten Anstieg.

Die 400 Höhenmeter zum Col de Montvoie ließen sich gut fahren. Für Platz 4, 5 und 6 bauten wir einen spontanen Bergsprint auf den letzten Metern ein.

Mit einer einfachen Schranke gekennzeichnet wechseln wir zurück nach Frankreich.

Rasant geht die Abfahrt 12 Kilometer ab in ein schönes Tal.

Nach weiteren 20 Kilometern wartet die Verpflegung.

Bis Kilometer 105 folgen wir erneut einem Tal.

Danach folgt der zweite Anstieg. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen richtigen Pass. Somit gibt es auch kein Passbild vom Passschild.

Im Anstieg halten wir in Gruppe 1 Manier zu einer Kaffee/ Cola Pause. Kurz bevor wir aufbrechen, schießt ein Teil von Gruppe 2 vorbei.

Ziel ist ganz klar sie wieder einzuholen. Bei dem Vorhaben fällt unsere Gruppe etwas auseinander. Auch war der Vorsprung etwas zu groß. Somit treffen wir uns alle am höchsten Punkt.

Sechs von Gruppe zwei wechseln für die letzten Kilometer noch in unsere Gruppe. Das Gruppe 1 aus 12 Personen besteht ist eher selten der Fall.

In Pontarlier gibt es einen Kilometer vor unserem Hotel noch einen Einkehrschwung um die Zeit bis zum Abendessen etwas zu überbrücken.

Hier nochmal die Strecke:

https://www.relive.cc/view/1783264072

PS: Die 38% Steigung, welche vorher angekündigt waren, haben wir nicht gefunden 😉

Freiburg-Nizza Tag 1

Für mich stand schon letztes Jahr im September fest, dass ich dieses Jahr wieder normal Rad fahren kann. Deshalb hab ich da schon die Quäldich Tour Freiburg – Nizza gebucht. Die Tour hat mich gleich angesprochen, da die Route entlang der “Route des Grandes Alpes” führt. Ein Teil davon bin ich bereits 2009 mit meinem Papa auf dem Tourenrad gefahren. Jetzt wollte ich die Pässe nochmal mit dem Rennrad fahren.

Bis letzten Donnerstag war ich noch der festen Meinung, dass wir diese Route fahren. Ich wurde aber eines besseren belehrt. Quäldich bietet die Klassiker Tour jedes Jahr an, nur die Strecke wird leicht variiert wo es möglich ist. Wir lassen das Dach der Europäischen Pässe weg und kommen erst danach auf die Strecke von der damaligen Tour Monaco di Bavaria- Monaco. Der Col de I’Iseran mit dem Rennrad ist dadurch nur aufgeschoben 😉

Die Anreise war bereits gestern. Auch ging es bereits gestern Abend mit einer kurzen Einführungsveranstaltung los. War auch gut so, weil die über 4 Stunden Autofahrt hätte ich nicht erst heute haben wollen.

Für 9 Uhr ist immer der Start angesetzt. Das klappt auch gut.

Wir starten Gruppen weise. Es gibt eine Aufteilung nach Geschwindigkeit. Die erste Gruppe besteht aus den schnellsten Fahren, die zweite aus den nicht ganz so schnellen und die dritte Gruppe aus den Genuss Fahrern. In dieser Reihenfolge wird gestartet.

Flach geht es los. Nach einer knappen Stunde erreichen wir den Rhein und wechseln nach Frankreich. Allerdings fällt mir kein richtiges Grenzschild auf.

Hier ist dann Erkennbar, dass wir in Frankreich sind.

Wenn man schnell liest könnte es da auch nach Blödelsheim gehen. Wir biegen aber in die andere Richtung ab.

In Elsass kommen wir durch mehrere kleine nette Orte.

Nach 70 Kilometern erreichen wir die Mittagspause. Nachdem die Strecke kaum Höhenmetern hatte sind wir etwas zu früh da und müssen warten bis das Buffet aufgebaut ist. Macht aber überhaupt nichts. Zum einen hätten wir nicht so schnell fahren müssen und zum anderen haben wir Urlaub 🙂

Nach dem Essen geht es gleich Berg auf. Der Col du Hundsrueck ist vergleichbar mit dem Kesselberg. Die Anfahrt von 70 Kilometern hat eine identische Länge wie München-Kochl. Somit hat das Streckenprofil einige Bekannte.

Hier soll der legendäre Satz “Quäl dich, du Sau!” gefallen sein.

Der nächste Berg ist der Ballon d’Alsace. In der Auffahrt überholen wir einzelne Fahrer aus Gruppe 2. Das kam zustande durch eine Kaffeepause von unserer Seite.

Oben am Pass verweilen wir nicht ganz so lange und sind somit wieder vor Gruppe 2.

Nachdem wir bereits um 15:30 in Belfort unserem Zielort angekommen sind, war unser Weg erst mal in die Innenstadt für Kuchen und Cola.

Resümee für Tag 1: Hammer Tour, coole Gruppe und viel Zeit für Erholung.

Hier noch die Strecke zum https://www.relive.cc/view/1780618183

Vier Länder Gran Fondo

Der Wecker klingelt um 4:20 Uhr. Raus aus den Federn. Über 300 Kilometer stehen heute an. Wenn man Abends nicht in die Dunkelheit kommen möchte, dann muss man entsprechend früh starten.

Treffpunkt Bzw Startpunkt ist Penzberg. Um kurz nach 6 kommen wir tatsächlich los. Etwas später als geplant.

In Garmisch-Partenkirchen müssen wir auf Grund einer Baustelle unsere Route adhoc modifizieren.

Nach 70 Kilometern gibt es die erste Pause mit Cola und süßem Teilchen.

Nachdem wir die Strecke über Mittenwald ins Inntal mit mehreren Varianten kennen, nehmen wir diesmal die Strecke über den Fernpass. Erst habe ich Bedenken bezüglich dem Verkehr. Bin ja schließlich erst selbst mit dem Auto darüber gefahren. Doch dann stellt sich die Strecke als sehr Kurzweilig heraus. Nachdem heute erst Donnerstag ist, hält sich auch der Verkehr in Grenzen.

Kurz nach Imst wechseln wir auf den Radweg nach Landeck. Auf den letzten Metern vor Landeck wird der Radwegbelag ein fester sandiger Untergrund. Direkt danach geht es in die dritte Baustelle des Tages über. Via Umleitung kommen wir zurück auf die Strecke.

In Landeck folgen wir dem Inn weiter Flussaufwärts. Auch hier sind Bauarbeiten. Um nicht viel länger warten zu müssen, drehen wir um und biegen doch auf den Radweg ab, wo wir 500 Meter vorher vorbei gefahren sind.

Zum Punkt Zwölf Uhr Leuten halten wir zum Mittagessen an. Die ersten 140 Kilometer sind geschafft.

Gestärkt geht es in die Schweiz.

Gefühlt ist es hier wärmer als in Österreich. Gleich nach der Grenze geht es mit einer weiteren Baustelle los. Die Ampel ist rot.

Gleich drauf die nächste Baustelle mit der nächsten roten Ampel.

Mit 210 Kilometern auf dem Tacho macht uns die Hitze immer mehr zu schaffen. Die Trinkflaschen werden schnell immer leerer.

Endlich kommt ein lang ersehnter Brunnen. Die Abkühlung tut gut.

Nach Zernez setzt auch noch Gegenwind ein. Es zieht sich Kilometer um Kilometer.

Die Idee war in St. Moritz nochmal Pause zu machen. So lange halten wir aber nicht durch und machen vorher den Stop.

Und nochmal eine Baustelle. Acht alleine nur in der Schweiz. Und alle Ampeln waren rot.

St. Moritz ist echt beeindruckend.

Der meiste Anstieg ist geschafft. Es geht “nur noch” am See entlang. Mit dem starken Gegenwind dauert es trotzdem noch.

Um 19 Uhr haben wir es geschafft und erreichen den Maloja Pass. Jetzt sind es nur noch 60 Kilometer.

Zum Glück geht es Bergab.

Die Abfahrt macht richtig Spaß.

Ich freue mich etwas zu früh wie ich das Wasser sehe. Es handelt sich dabei noch nicht um den Commersee. 10 Kilometer ist es dann endlich soweit. Wir erreichen Colico und damit unser Ziel um 20:30 Uhr mit 320 Kilometer auf der Uhr.

Glücklich und geschafft gibt es nach dem Duschen was zum Essen.

Gemütlich lassen wir den Abend ausklingen.

Beim Kollegen war es Transalp Nummer 50 und bei mir Nummer 25.

Kaunertaler Gletscher Straße

Nachdem ich eh schon in der Nähe war, habe ich mir für heute die Kaunertaler Gletscher Straße vorgenommen. Letztes Jahr bei der Transalp sind wir ein Stück davon angefahren. Im Nachhinein kann ich schon mal vorweg nehmen, dass die Entscheidung damals richtig war. Auch war klar, dass ich nochmal her kommen muss. Die Straße geht bis auf 2750 Meter und rangiert damit auf Platz 5 von befahrbaren asphaltierten Straßen in den Alpen. Gestern war ja bereits Platz 4 dran. Wenn man nur Pässe nimmt, dann ist das Stelvio sogar auf Platz 2.

Nachdem ich die Nacht in Prad verbracht hatte musste ich erst mal über den Reschenpass anreisen.

Pünktlich zur Knopperspause konnte ich starten. Nach 5 Kilometern fing mein linkes Knie an sich bemerkbar zu machen. Dies war bereits gestern der Fall in der letzten Abfahrt. Im Stehen fahren machte mir keine Probleme, nur ist das begrenzt lange möglich. Mehrere unterschiedliche Kniepositionen versuche ich. Mehrfach stelle ich mir die Frage umzudrehen.

Tatsächlich finde ich eine Variante mit der es halbwegs geht. Am Stausee gibt es eine kurze Verschnaufpause.

Nach dem Stausee kommt relativ schnell die Stelle wo wir letztes mal umgedreht haben. Nach einer kurzen Senke starten die Serpentinen. Knapp 10 Kilometer mit über 800 Höhenmetern haben wir letztes Mal weg gelassen. Einige Stellen haben über 10 % Steigung.

Nicht ganz 3 Stunden brauche ich für die 38 Kilometer mit knapp 1900 Höhenmetern.

Wen es interessiert, hier gibt es auch einen Bus 😉

Mein Knie hat sich über die Mittagspause gut erholt. Ohne Einschränkungen beim Treten geht abwärts mit paar Fotostops.

Alles in allem ein sehr schönes Wochenende mit über 200 Kehren, knapp 6500 Höhenmetern bei (nur) 200 Kilometern und 4 mal auf 2750 Metern.

Stelvio^3

Nachdem der ursprüngliche Plan, mein Auto zum Gardasee fahren und zurück radeln, mangels sicherer Zusagen keinen Sinn macht, braucht es Alternativen. Hintergrund das Auto am Gardasee zu deponieren, wäre ein möglicher Oneday nächstes Wochenende. Dann hätten wir gleich einen Rücktransport.

Nachdem seit Saisonbeginn eine Stelvio Challenge in meinem Kopf schwirrt, brauche ich nicht allzu lange überlegen. Gesagt getan wird Freitag Abend das Auto bepackt und ich starte Richtung Prad. Für die 250 Kilometer brauche ich angeblich 3,5 Stunden. Kann ich mir nicht ganz vorstellen. Tatsächlich stimmt es. Am Anfang geht es zügig voran, doch dann fängt es an sich zu ziehen. Es ist eine ordentliche kurverei bis ich um 23:45 am Ziel ankomme. Der Campingplatz ist schon zu, also stelle ich mich davor auf den Parkplatz.

Wie meistens, wenn ich im Bus schlafe, werde ich relativ früh wach. Man kann schon von weitem erkennen wo es ungefähr hin geht.

Um 7:30 starte ich. Die ersten Kilometer sind recht einsam, bis ich mehrere Radfahrer aufrolle. Ein Teil hat sogar Startnummer. Bei manchen sieht es nach einer Mehrtagestour aus vom Gepäck her. Auch Licht haben viele dran.

Einen, der etwas zügiger fährt, spreche ich an. Es stellt sich heraus er kommt aus Kempten und es handelt sich um ein Rondoneur Event mit 250 km und 6000 Hm. Der Start war von 4-6 Uhr. Das Erklärt auch die Lichtanlagen. Ein Stück weit fahren wir gemeinsam. So vergehen die 48 Kehren recht zügig.

Ein Apfelstrudel und eine Cola zur Stärkung. Weiter geht es.

Bormio ist mein nächstes Ziel. In der Abfahrt merke ich schon wie der Verkehr zu nimmt. Überwiegend Motorradfahrer. Manche von denen machen auch noch waghalsige Überholmanöver.

Am Ortseingang von Bormio drehe ich wieder um. Die 20 Kilometer und 1400 Höhenmetern welche ich soeben runter gefahren bin, geht es nun wieder hinauf.

Der Verkehr ist immer noch viel. Doch als ich zum zweiten Mal oben ankomme wird das alles noch getopt. Es ist natürlich auch gerade Mittagszeit. Die Straße am Pass ist mit Menschen, Motorrädern, Fahrrädern und Autos gesäumt. Vernünftiges fahren ist aktuell nicht möglich.

Ich kehre erneut beim gleichen Restaurant ein wie schon vor zwei Stunden. Im Nachhinein den Unterschied zu sehen ist Wahnsinn. Ich saß alleine auf der Terrasse. Jetzt ist so ziemlich jeder Tisch belegt.

Spaghetti Bolognese füllen meine Speicher etwas auf.

Auf nach Santa Maria. Die ersten drei Kilometer überlappen sich mit der Strecke nach Bormio, doch dann kommt der Abzweig zum Umbrail. Von dieser Seite sind es keine 10 Höhenmetern welche bewältigt werden müssen.

Die Abfahrt ist vom Verkehr deutlich angenehmer. Nur der Belag ist nicht immer der Beste. Man kann manchmal nicht alles haben.

Es gibt unten wieder eine Kehrtwende.

Auch Bergauf ist diese Seite angenehm zu fahren bei kaum Verkehr. Das Gefühl diese Tour zu schaffen zieht ständig meine Mundwinkel nach oben. Das Dauergrinsen verleitet mich sogar zur Überlegung von Prad noch ein viertes Mal auf das Stelvio zu fahren. Allerdings verwerfe ich den Gedanken bevor ich am Umbrail ankomme.

Zurück auf der gemeinsamen Strecke geht es wieder zu wie am Mittleren Ring. Allerdings ist es an der Passhöhe schon wieder entspannter. Zwar noch nicht so wie in der Früh, aber zur Mittagszeit merklich.

Nachdem auch ziemlich genau 4500 Höhenmetern zusammen gekommen sind, beschließe ich hier ein wenig in der Sonne zu verweilen und Blog zu schreiben.

Von nun an geht es nur noch Berg ab.

Bei 123 Kilometern 4500 Höhenmetern zu sammeln klingt fast nach einer Mtb Strecke, ist es aber nicht. Wenn jemand mal Bedarf hat, dass er diese Tour fahren möchte, dann gerne melden. Mir hat es trotz Verkehr sehr gut gefallen.

Transalp Rückfahrt Teil 2

Die Sonne scheint. Deshalb gehe gleich nach dem Frühstück erst einmal Einkaufen. Sonnencreme und Eistee für die Trinkflaschen.

Heute habe ich es nicht eilig, deshalb wähle ich die Route über die alte Römerstraße ab Matrei. In dieser Richtung fühlen sich die Gegenanstiege härter an. Liegt vielleicht auch daran, dass man der Meinung ist, dass es Berg ab gehen müsste. Bei einem Anstieg hingegen ist man froh kurze Verschnaufpausen zu haben.

Ein Stück das Inntal Flußabwärts gibt es eine kleine Pause.

Es hat direkt im Tal einiges an Sonne. Mein Radcomputer sagt es sind fast 32 Grad. Schwülwarme Luft. Über dem Karwendel hängen viele Wolken. Ich möchte über Achenkirch fahren. Hoffentlich Regnet es nicht. Wie ich in Jenbach zum Achensee rauf fahren möchte, spüre ich ein paar Nieseltropfen. Eigentlich eine ganz angenehme Abkühlung.

Die direkt Straße ist gesperrt. Die Umleitung hat es mit 17% Steigung ganz schön in sich. Es nur ein kurzes Stück, welches mich auf die Straße zur Kanzelkehre bring. Dann eben so herum. Oben ist die Straße ein wenig Nass, aber kaum der Rede wert.

Auf dem Radweg entlang des Achensees komme ich zügig nach Achenkirch. Dort gibt es eine weitere Pause.

Am der Staumauer vom Sylvensteinspeicher hab ich mich mit Bernhard verabredet. Vom Timing her haben wir es nahezu perfekt getroffen. Ich hatte gerade meinen Helm abgesetzt und die Trinkflasche in die Hand genommen, da kommt er schon von Bad Tölz angefahren.

Gemeinsam geht es über Vorderriss zum Kesselberg nach Bichl, wo mein Auto steht. Viele dunkle Wolken sind um uns herum. Ab und zu verirrt sich auch mal ein Tropfen auf uns. Ansonsten bleiben wir trocken.

In Wallgau schließt sich der Kreis. Vor einer Woche sind wir hier in die andere Richtung gefahren. Allerdings war der Kesselberg unser erster Pass und für mich für diese Woche auch der letzte Pass. Deshalb wurde diese Tatsache erst hier Dokumentiert.

Am Fuß vom Kesselberg verabschiedet sich mein Garmin, da der Akku leer ist. Die letzten 12-13 Kilometer konnte ich dadurch nicht mehr aufzeichnen. Ist aber nicht so schlimm. Wichtiger war, dass das Wetter erneut gehalten hat.

Danke Bernhard für die Begleitung auf den letzten Kilometern und Danke auch für eine klasse Streckenplanung zum Gardasee.

Transalp Rückfahrt

Schon länger schwebte der Plan im Raum, nach der Transalp auf zwei Tage zurück zu fahren.

Lange habe ich heute in der Früh hin und her überlegt wegen dem Wetter. Es war wie die letzten Tage am Vormittag gut angesagt und am Nachmittag mit Gewitter. Schon wieder Nass werden? Eigentlich nein! Schlussendlich kam die Entscheidung durch Robert s Unterstützung. Er meinte ich soll fahren und wenn es ist, dann holt er mich ab.

Von den anderen wollte keiner mit, was ich durchaus verstehen kann. Wir sind schließlich die letzten 4 Tage ganz oder ab Nachmittag mit dem Regengewand gefahren. Macht einfach nicht so viel Spaß.

Ich mache mich auf mit ganz leichtem Gepäck. Nur eine Weste, Armlinge und die Regenjacke. Auch einiges an Verpflegung hab ich dabei. Die Idee ist möglichst weit fahren und dann vom Robert abholen lassen (Plan B).

Nachdem wir es ganz gemütlich heute morgen angehen haben lassen, man muss so eine Transalp auch entsprechend feiern;-), bin ich erst um 10:15 Uhr gestartet.

Ein kurzer Blick zurück und weiter geht es zum Passo San Giovanni um ins Etsch Tal zu gelangen.

Auf den Wind hier ist Verlass. Nach ca 20 Kilometer auf Höhe von Roveretto verspüre ich Rückenwind. Kurzer Blick auf die Uhr: 11:24. Sehr schön. So kann es weitergehen. Sehr Zügig geht es auf dem Radweg nach Bozen. Manchmal mit mehr und manchmal mit weniger Windunterstützung. Direkt neben der Autobahnausfahrt Bozen Nord gibt es einen Radlerstop. Dort sind wir schon öfters eingekehrt. Die Überlegung doch noch ins Auto einzusteigen geschweige denn den Rücksack aus dem Auto zu nehmen ist nach einem kurzen Telefonat dahin. Das Shuttle Auto ist schon auf Höhe Brixen.

Gestärkt mit einer Portion Nudeln und zwei großen Cola geht es weiter. Ab hier ist mehr Steigung auf der Strecke. Auf dem ersten Teil nehme ich den Radweg. Auf diesem Stück ist er sehr direkt ausgebaut, da hier die alte Bahntrasse umfunktioniert wurde. Ab Kollmann bleibe ich auf der Hauptstraße um weiterhin zügig voran zu kommen. Auf dem Radweg gibt es einige scharfe Kurven und diverse Engstellen wo man abbremsen müsste. Wenn man es nicht eilig hat, dann ist er natürlich angenehmer, da man keine Autos neben sich hat.

Kurz nach Brixen kommt der Wind von vorne. 130 Kilometer mit Windunterstützung. Mehr Reichweite als so manches E-Bike. Auch gibt es bei Franzensfeste einen kurzen Schauer. Ich nehme den Hinweis war und mache noch eine Kuchenpause.

Der Regen hört auch gleich wieder auf, nur die Straße ist teilweise Nass. Zum Glück ist es nicht so viel, dass das Spritzwasser mich einsaut.

Bis Sterzing dauert der Gegenwind an. Kurzzeitig stattet die Sonne einen kurzen Besuch ab, hält aber nicht all zu lange an.

Ich bin schon am Überlegen ob und wie die weitere Planung aussehen könnte. Meine Beine sind nicht mehr die frischesten. Bei einem Gasthof noch vor der Passhöhe war meine Zimmeranfrage nicht erfolgreich. Also weiter. Ab dem Brenner geht es eh nur noch Berg ab.

Bei Gegenwind spart man sich das Bremsen. Allerdings bremst der Wind so stark, dass ich trotzdem ordentlich dazu treten muss um über 30 zu fahren. In Richtung Innsbruck schaut es nach Regen aus.

Also doch Plan A nur ohne Rucksack: In Steinach finde ich eine Unterkunft. Ist so einfach vernünftiger als mit Gewalt heute noch heim zu fahren. Auch möchte ich das Glück mit dem heutigen Wetter nicht überstrapazieren. Die anderen sind auch erst um kurz nach sechs in Penzberg angekommen. Bis Robert dann hier wäre und ich dann zu Hause wäre, würde zu lange dauern.

Fürs nächste Mal bin ich hoffentlich schlauer und nehme den Rucksack mit.

Während ich beim Abendessen sitze fängt es an zu Gewittern und stark zu Regnen. Doch das stört mich jetzt nicht mehr. Bin ja bereits im trockenen. Wieder mal eine richtige Entscheidung getroffen.

Morgen früh soll laut Wetterbericht wieder gutes Wetter sein.

Rennrad Transalp Tag 6

Durch den Brückentag geht es in den Alpen ordentlich zu. In Levico im Hotel haben wir beim Abendessen mehrere Motorrad Gruppen um uns herum. In manch einer Disko ist es leiser!

Auch beim Frühstück ist einiges los. Allerdings deutlich angenehmer als beim Abendessen. Vor allem die Auswahl ist riesig.

Leicht verspätet starten wir zum Kaiserjägersteig. Zum dritten Mal darf ich ihn fahren. Die Straße ist in den Fels gebaut, so dass ich mich das ein oder andere mal frage, wie dieser Weg entstanden ist. Eine relativ schmale Straße an den Fels geschmiegt.

Von da an geht es erst wellig dahin und dann einige Zeit abwärts bis zur Mittagspause.

Nach dieser gibt es einen weiteren Anstieg zum Passo Borcola. Lange Zeit führt die Straße gleichmäßig dahin. Die letzten 6 Kilometer sind mit 20 Kehren bestückt. Leider müssen wir die Auffahrt eine Weile unterbrechen wegen einem Regenschauer.

Oben am Pass gibt es noch einmal das komplette Regengewand.

In der Abfahrt knallt es plötzlich, gefolgt von einem zischen. Einer meiner Mitfahrer hat einen Platten.

Ein Teil der Gruppe fährt weiter und die anderen wechseln den Schlauch.

Durch ein paar Kommunikationsprobleme haben wir uns kurzzeitig verloren. Doch in Roveretto haben wir uns wieder gefunden.

Gemeinsam sind wir dann noch die letzten Kilometer nach Torbole gefahren. Dort ist zum Schluss tatsächlich noch mal die Sonne raus gekommen.

Ein sehr versöhnlicher Abschluss der Transalp, trotz einiger Kilometer in Regengewand.

Rennrad Transalp Tag 5

Zu gestern gibt es noch einen kleinen Nachtrag.

Der Bad Gestalter ist hier vermutlich noch nie auf die Toilette gegangen. Es war eher unbequem.

Das Essen war dafür echt klasse. Verhungert sind wir nicht.

Los geht es bei Sonnenschein.

Ein paar Kilometer haben wir zum Einrollen bis der erste Berg los geht. Heute ist die komplette Strecke Neuland. Sprich ich bin bis jetzt noch keinen der Pässe gefahren.

Es geht nach Forcella Aurin. Es handelt sich dabei um ein kleines Skigebiet. Ob im Winter hier viel los ist, ist eher unklar. Aktuell schaut alles eher verlassen aus.

Nach einer kurzen Abfahrt geht es gleich weiter zum Passo Cereda. Am unteren Teil ist eine steile Rampe, danach ist der Pass sehr schön zu fahren.

Die Abfahrt gleicht der Auffahrt. Oben ist eine angenehme Neigung und dann kommt ein längeres Stück mit 15%. Da haben die Bremsen einiges zu tun.

Im Tal gibt es erst einmal Mittagspause.

Ein paar Kilometer das Tal abwärts geht es für uns auch schon in den nächsten Pass. Wer Karten lesen kann, erkennt gleich was hier los ist.

Die 8 Kehren zum Passo Gobbera lassen sich gut fahren mit einer gleichmäßigen Steigung. Auch ist dieser nicht sonderlich lang.

In die Richtung wo wir fahren sind viele dunkle Wolken. Ob wir heute ohne Regengewand auskommen wird sich erst noch zeigen.

Zwischen der Abfahrt und dem Anstieg zum Passo Brocon hält uns nur eine Schafherde auf.

Der Anstieg hat es nochmal ordentlich in sich. 14 Kilometer mit 860 Höhenmeter. Die Wolken werden leider nicht weniger.

Wie man unschwer erkennen kann schaut es nach grau aus. Auch haben wir ganz wenige Tropfen abbekommen.

Bei der Pause am Pass legen wir sicherheitshalber gleich die komplette Regen Montur an.

In der Abfahrt werden wir von Baumfällarbeiten noch mal gestoppt. Nachdem wir weiter rollen konnten war die Straße vor uns Nass. Anziehen hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Hoffentlich haben wir morgen einen Tag ohne Regengewand.