Through the desert

Erneut ein früher Start, aber durchaus verständlich bei der Königsetappe und der hier herrschenden Hitze.

Heute ist der Sonnenaufgang nicht ganz so interessant, da wir nicht so exponiert mit der Unterkunft gelegen sind.

Ich bin etwas zu spät und muss deshalb den ersten Kilometer hinterher fahren. Der Preis dafür ist eine Runde Schmutzbier für Gruppe 1. Doch bis es das gibt liegen noch 193 Kilometer durch die Wüste vor uns.

Die Morgendliche Stimmung ist echt toll. Trotz belgischem Kreisel schaffe ich sie einzufangen.

Nur kostet das Wechseln zu viel Körner, weshalb wir wieder auf die langsame Wechselvariante zurück gehen.

Der erste Anstieg zum Burger Pass ist schnell erreicht. Es gibt oben weder Burger noch ein Passschild, was vermutlich daran liegt, dass diese Straße nur sehr wenig befahren ist. Dieser Sachverhalt kommt und natürlich zu gute. Und um kurz nach 8 Uhr brauche ich noch keine Burger beim Rad fahren. Höchstens wenn ich die Nacht durch gefahren wäre.

Der Rooihoogte Pass folgt gleich darauf. Endlich ein Passschild für ein Passbild 😉 Noch dazu hat er eine sehr eingängige Passhöhe mit eins, zwei, drei, vier.

Auf einer Hochebene geht es wellig zur N1. Trotz der Wüste entlang der Straße wird hier von mindestens 10 Menschen mit Motortrimmern der Seitenstreifen bearbeitet. Dazu kommen noch Fahnen schwenkende Kollegen um etwas Sicherheit zu bringen. Das sollten sich meine Baseball Kollegen mal vorstellen. Damit fällt der Rasenmäher Dienst sicher leichter.

N Straßen sind hier so etwas wie Autobahnen mit erlaubten Geschwindigkeiten von 120 Km/h. Stricktes Linksfahrgebot für uns. Unser Support Car ist direkt hinter uns um nachfolgende Autos und LKWs zu warnen. Teilweise fehlt sogar der Seitenstreifen, was die Angelegenheit etwas gefährlicher macht. Beinahe wären zwei von uns zusammen gefahren. Kontakt war schon da, aber zum Glück konnten wir die N1 ohne weiter Vorfälle bald wieder verlassen.

Es geht in die Straße zum Auqila Game Resort, welches ich bereits am Donnerstag besucht habe. Beim vorbeifahren sehen wir aus der Ferne einen der beiden Elefanten. Nur wäre es ein Suchbild geworden, sonst hätte ich ihn schon nochmal fotografiert. Einfach den Beitrag dazu lesen. Dort sind mehr Bilder von diversen Tieren. Nur Affen hatte ich nicht gesehen. Diesmal laufen sie mehrfach vor uns über die Straße.

Danach wurde es ähnlich wie 2016 in den USA (Wüste pur). Lange Gerade Straßen mit weiter Sicht. 10 Kilometer gerade aus. Durch die Gruppe kommt etwas Abwechslung dazu und auch dadurch, dass wir mit dem Rennrad schneller unterwegs sind, ist diese Passage schneller vorbei.

Wobei die Hitze und der Wind ganz schön Kraft kostet.

Bei unserer Mittagspause hat es 32 Grad im Schatten. Etwas Hoffnung bringt der Wind, welcher in die Richtung geht, wo wir hin wollen. Weit gefehlt. Kaum sind wir wieder auf der Strecke bläßt uns der Wind entgegen.

Auch auf dem Vorletzten Pass, von wo wir von 1200 Metern auf 200 Meter runter müssen, haben wir auch Gegenwind. Deshalb gibt es 30 Kilometer vor unserem Ziel einen Einkehrschwung um uns abzukühlen und paar Kräfte zu sammeln. Auch weil noch paar Gegenanstiege dabei sind.

Alle sind Froh die Königsetappe in Tulbagh erfolgreich zu beenden nach einer ordentlichen Hitzeschlacht durch die Wüste. Morgen wird es wieder entspannter.

2 Gedanken zu „Through the desert“

  1. Lieber Rupert, deine Bilder und Berichte sind unglaublich schön. Vielen Dank dafür. Klingt nach viel Schweiß, Abwechslung und Spaß. Ich wünsche dir noch ganz viel Vergnügen und allzeit gute und sichere Fahrt an das ganze Team.
    Bis bald

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