Bryce Canyon

Gestern Abend bei meiner Ankunft im Motel hab ich mich über den weiteren Weg unterhalten. Zunächst schien alles klar. Hab dann nochmal bisschen hin und her gerechnet und auch etwas wegen den Höhenmetern geschaut. Doch wieder nur Fragezeichen. Manchmal ist eine Tourenplanung gar nicht so einfach. Ich konnte mich nicht entscheiden. 11 Uhr. Check out Time. Naja, dann einfach mal los fahren und schauen wo es mich hin rollt. Der Weg ist klar nur welches Ziel?

Während der Fahrt schreibe ich ein wenig mit meiner Familie. Papa meint der Bryce Canyon soll sehr schön sein. Auch Jim meinte das. Gut dann schau ich in mir doch mal an. Vorher komme ich am red Canyon vorbei.



Soll ich vor dem Park campen und dann den Shuttlebus nehmen. Entscheide mich doch für rein fahren. Komisch, dass der Radweg an der Mautstelle vorbei führt. Ich bin ja halbwegs ehrlich und fahre paar Meter zurück um zu zahlen.

Vor allem will ich ja hier campen. Nicht das es dann Ärger gibt und es teurer wird. Frage an der Info wie das mit dem Zelten läuft. Selbst Registrierung vor den Plätzen. Blöd. Da steht nur bares ist wahres und wollen 20 $ in einem Kuvert haben. Hab nur 15. wieder zurück zur Information. Wo ist der nächste Bankomat? 3 Kilometer zurück und raus aus dem Park oder bei der Lodge.

Fahre Richtung Lodge. Wo für mache ich das. Man sieht hier nicht mal was. Entschließe mich mir einen vier Point mal näher anzusehen. Ja das lohnt sich.


Mit Geld in der Tasche zurück zum Campingplatz und einen passenden Fleck finden. Einiges ist schon voll. Treffe einen französischen Radfahrer. Kurz unterhalten wir uns. Er ist grad von New York nach San Francisco unterwegs. Wir verabreden uns für später wegen Wissensaustausch.

Finde wenig später einen Spot der noch frei ist. Lade ab und mache mich auf zur Registrierung. Sehe da fährt jemand auf den dazugehörigen Parkplatz. Schnell einigen wir uns den Platz und die Gebühren zu teilen. Da hätte ich nicht mal Geld abheben müssen.

Erst mal Zelt aufstellen und dann noch eine Runde durch den Park.


Auf dem Rückweg schaue ich gleich noch bei meinem Radkollegen vorbei. Paar gute Tipps sind für uns beide dabei.

Als ich gerade mein Abendessen bereite kommt eine junge Amerikanerin auf mich zu und meint ob das mein Bike ist und ob ich hier her geradelt bin. Wir unterhalten uns lange und gut über Radreisen und die passende Hardware. Letztes Jahr ist sie mit ihrem Freund durch alle Bundesstaaten gefahren. 6 Monate und 10000 Meilen. Da ist meine Tour ein Klacks.

So hat sich der Tag doch noch gut entwickelt.

Gewohnteres Bild

Mit der Zeitumstellung hatte ich doch mehr Probleme als gedacht. Die Schlummer Funktion meines Weckers hab ich ausgiebig genutzt.

Ich wusste schon ungefähr was mich erwartet. Erst mal Berg auf. Und es waren auch über 1000 Höhenmeter Berg auf, bis es das erste mal etwas runter ging. Das war auch nur sehr kurz, weil meine Strecke schnell abzweigte und es ging noch weiter Berg auf. Alles kein Thema. Die Landschaft war abwechslungsreich und immer wieder gab es tolle Ausblicke. So hätte die Auffahrt auch irgendwo in den Alpen sein können. Auch vom Wetter her war es besser. Unten beim los fahren waren es noch 35 Grad. Nach ein paar Kilometern zogen Wolken auf. Ab und zu verdecken sie die Sonne. War somit deutlich angenehmer als die letzten Tage.


Im Cedar Breaks National Monument Park legte ich einen weiteren Stop ein. Dieser hat sich wirklich gelohnt.


Erst um 16:30 Uhr war ich dann an dem Punkt wo Google meinte es wäre der Höchste auf der Tour. Das war gerade mal bei 43 Kilometern und 1450 Höhenmetern. Somit waren noch 50 Km und paar Höhenmeter zu bewältigen. Leider gab es kein Passschild. Muss ja nicht immer sein. Dafür gibt es viele tolle Bilder. Für die Abfahrt musste ich mir glatt noch was wärmeres Anziehen. Von 3200 Metern, was schon wieder ein neuer Rekord war, geht es doch etwas runter. Somit schaffte ich dann gegen 18:40 in Panguitch zu sein.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Frühstück war klasse. 2 mal hatte ich Bed & Breakfast und jedes mal war es super. Bei vielen Motels gab es nichts in der Früh!

Noch kurz im Shop mich mit paar Lebensmitteln eingedeckt. Beim bezahlen unterhalte ich mich kurz mit der Kassiererin. Sie meinte ob ich eine Radtour mache. Ich ja. Plan Richtung Denver. Start in San Francisco. Ihre Kinn-lade geht nach unten. Als ich dann noch erwähne, dass es bis nach New York geht, klappt die Kinn-lade ganz runter. Ist einfach immer wieder nett sich mit den Menschen hier zu unterhalten.

In Panaca gehen nicht all zu viele gleichzeitig ins Fitness Studio. Würde auch gar nicht gehen 😉


Schnell hat mich die Wüste wieder. Doch dies mal ist die Straße nicht gerade und dadurch deutlich angenehmer zu fahren. Zwischenzeitlich schaut es fast heimisch aus. 


Ich wurde schon vor gewarnt, dass der Panaca Sumit gegen ende hin steiler wird. Doch es läuft super und ich erreiche Zeitig den Pass.


Gegen 11:20 komme ich an die Stateline nach Utah. Plötzlich ist es 12:20. Wo ist die Stunde hin? Ja klar. Ab jetzt befinde ich mich in Mountain Time und nicht mehr Pacific Time. Das ist ein Prämiere mit dem Fahrrad eine Zeitzone zu passieren. Interessant war auch zu beobachten wie sich die Zeit für den Sonnenuntergang ändert. In San Francisco war dieser noch bei 20:20 Uhr. Über die Tage konnte ich zuschauen wie die Zeit runter läuft je weiter ich Richtung Osten komme. 19:50 Uhr ist es dann kurz vor der Zeitumstellung. Ist meine erste Tour die sich mehr West Ost als Nord Süd bewegt.


Die ersten Meilen in Utah hab ich sogar Rückenwind und es geht leicht Bergab. So kann es gerne weiter gehen. Doch bei Modena dreht die Straße aber nicht der Wind. Somit kommt er auf jeden Fall so, dass er mich bremst. Übrigens dachte ich Modena ist größer. Zumindest das in Italien.


Straße Kalligraphie wird Utah sehr gerne praktiziert. Nur beim lesen tue ich mir etwas schwer. 


Als ich einen kleinen Snack zu mir nehme kommt ein Radler entgegen. Mit Packtaschen. Wir winken uns zu. Er hält an und tauschen uns ein wenig aus. Er ist seit 8 Wochen unterwegs und hat in Florida gestartet. Leider hilft mir seine Tourerfahrung nicht weiter, da er Südlich unterwegs war. Dafür kann ich ihm helfen und ihm ein paar Tipps zu seinen nächsten Routen geben. Sein Ziel ist San Francisco. Ich glaube ich weiß wo das liegt, knapp 2 Wochen zurück. Leider hab ich seinen Namen vergessen, genauso wie ein Foto für euch zu machen.

So if you read this article, please leave a note. So we can get in contact and I can add your name and a picture if it is ok for you. By the way, here you can find the stages in an overview with Kilometers and Altitude: https://rupertonroad.com/?page_id=188

Wie die letzten Tage, mit Ausnahme von Gestern zieht sich der Nachmittag. Leider hab ich vergessen die Stunde Zeitverschiebung mit ein zu berechnen. Schon wieder haben sie auf der Karte vergessen einen Pass zu vermerken. Dieser ist anscheinend noch zu haben. Bis jetzt ist es einfach nur „Sumit“. Hier sollte ich vielleicht erwähnen, dass man  Highways adoptieren kann. Dann bekommt man ein kleines Schild am Straßenrand. Bin mir nur nicht sicher ob man dann selber den Streckenabschnitt sauber hält oder dafür zahlt, dass dort immer mal wieder Müll eingesammelt wird. Auf jeden Fall könnte man so diesem Sumit noch einen Namen verpassen. Hauptsache, sie haben das Passschild nicht vergessen.


Zum Glück komme ich hier in Ceder City zeitig genug an um Einkaufen und Essen zu gehen.

Morgen gehts dann hier weiter:

Lockeres Rollen

Für heute standen 2 Optionen zur Auswahl. 155 Kilometer oder 25 Kilometer. Hab mich für letztere Entschieden. Dadurch verkürzt sich meine morgige Etappe. Werden dann immer noch über 130 Kilometer mit über 1000 Höhenmetern.

Nachdem der Plan schon gestern Abend stand hab ich mir Zeit gelassen. Kurz bevor ich alles zusammen hatte hat jemand vom Motelpersonal an meine Tür geklopft und mich friendly reminded, dass Zeit zum aus checken ist.

Das Motel liegt direkt gegenüber vom Bahnhof. Ob hier oft Züge halten ist fraglich, auf jeden Fall fahren viele durch. Selbst um 4 in der Früh. Die haben ein schön lautes Horn um ihre durchfahrt anzukündigen. Beim Zeit lassen am Morgen ertönt ebenfalls das Signal. Wahnsinn. Da gibt es Züge die haben vorne und hinten jeweils zwei Loks, dazwischen befinden sich dann verdammt viele Wagons mit Containern. Diese sind teilweise sogar gestapelt. Die durchfahrt von so einem Gespann dauert dann schon mal paar Minuten.


Zurück zur Strecke. Sie führt 5 kurzweilige Kilometer weiter in diesem schönen Tal. Befürchte schon, dass es dann mit Monotoner Wüste weiter geht. Zum Glück nicht. Die Straße ist abwechslungsreich und es gibt einiges zu sehen. Die Wüste wurde hier vom Menschen eingedämmt. Es gibt große Felder, welche alle bewässert werden. Gibt je nach Platz dann einen kompletten Kreis oder auch nur einen Halbkreis, der bewässert wird. Ich hab versucht die Spannweite heraus zu bekommen. Der Durchmesser war an die 300 Meter. Sprich 150 Meter fahrbarer Bewässerungsarm.

Habe gehofft im Pine Tree Inn & Bakery anständiges Brot zu kaufen. Die Bäckerei macht nur Auftragsarbeiten. Scheint mehr so eine Hobby Geschichte zu sein. Hat auf jeden Fall eine nette, schattige Terasse wo ich im Schaukelstuhl diese Zeilen tippe und meiner Wäsche beim trocknen zusehe.

Extraterrestrial Highway

Bin heute morgen mal wieder nicht in die Gänge gekommen. Gut, ist nach der Tour gestern auch verständlich. Das einzige was mich zum Glück etwas zur Eile bewegt hat, dass es immer wärmer im Zimmer wurde. Draußen war es dann doch etwas kühler. 23 Grad um 9 Uhr. Hat sich nur sehr schnell geändert.

Von Rachel geht es gleich mal Berg auf. Ich gehe die Sache langsam an. Nach nicht mal 10  Kilometer kommt Pass Nummer 1. Diesmal erkenne ich sofort, dass er nicht auf der Karte ist. Klasse. Wieder 4 Pässe. Heute ist nochmal wärmer als Gestern. Die Strecke entlang der Area 51 zieht sich ewig. Immer wieder höre ich etwas, dass sich wie eine Drohne anhört. Nur sehe ich nichts. Naja könnte hier ja durch aus sein. Doch ein wenig später kommt das Geräusch aus mehreren Richtungen. Es müssen irgend welche Zirpen oder Grillen sein, welche genau dieses Geräusch machen. Vor allem ist es ganz schön laut.

Sonst sieht man nicht wirklich etwas entlang des Extraterrestrial Highway. Nur Prärie. Doch auch diese hat unterschiedliche Ausprägungen. Je näher ich Richtung Pass 2 komme wachsen mehr Palmenähnliche Gewächse. Auf einer Infotafel lerne ich, dass es Joshua Trees sind.


Es ist schon nach 12 und ich hab noch nicht mal die Hälfte. Endlich die Passhöhe. Kurzes Foto und weiter. Auf der Abfahrt kann ich einige Kilometer gut machen.


Was für ein Zufall. Auch heute ist die Abzweigung auf eine andere Straße, ebenso wie der Schattenplatz zum Pause machen auf der halben Tagesstrecke. Diesmal handelt es sich um einen echten Rastplatz mit ein paar Bänken. Ein älteres Ehepaar macht dort auch Rast. Wir unterhalten uns ein wenig. Dabei erfahre ich, dass die heißen Temperaturen eigentlich nicht normal sind für diese Jahreszeit. Es ist gerade so etwas wie ein Allzeit Hoch. Klasse, und ich mitten drin in der Hitzeschlacht. Hier im Schatten hat es auch nur 35 Grad.


Frisch gestärkt geht es weiter. Der Anstieg zum dritten Pass ist sanft. Zum Glück hat die Abfahrt nicht viel Gefälle. Das müsste ich sonst alles wieder hinauf.


Hab jetzt schon über 100 Kilometern in den Beinen und hänge im Anstieg. Heute bleibe ich sehr oft stehen für kleinere Pausen. Hier ist ein größerer Joshua Tree der mir etwas Schatten spendet. Meter für Meter. 18 Uhr ist schon durch und es hat immer noch 30 Grad. Der Pass will nicht enden. Hier gibt es wieder richtig Wald. Mit Bäumen die mehrere Meter hoch sind. Überlege ob ich nicht doch Campen soll. Hier könnte es gehen. Nichts gibt’s. Caliente ist nicht mehr weit. Endlich oben. Jetzt nur noch abrollen bis zum Etappenziel. Diesmal geht es wirklich 15 Kilometer Berg ab. Am Anfang ist es eine Abfahrt wie die meisten anderen hier auch. Doch dann ändert sich die Umgebung und ich fahre in einer Schlucht. Das sieht Klasse aus. Dieser Anblick entschädigt für die gesamte Hitzeschlacht. Hab ja nur 8 Liter während der Fahrt getrunken.

Der Ort ist sehr schön angelegt.

 

Lang, heiß und windig

Wecker klingelt. Heute hätte ich glatt länger schlafen können. Sonst die Tage davor bin ich so um die Zeit aufgewacht. Einmal Schlummern geht noch. Alles zusammen packen und los. Vor 8 auf der Spur. Klasse Zeit.

Am Ortsrand von Tonopah sehe ich die was mich am Anfang erwartet. 25 km schnurgerade. Der Wind säuselt in meinen Ohren und ein leichter Dunst liegt über der Prärie. Die aktuellen 23 Grad sind angenehm. Die Hälfte der vor mir liegenden Strecke geht Berg ab und die andere Berg auf. Der Wind bremst mich leicht. In einer knappen Stunde überwinde ich dieses Tal um komme auch bald beim ersten Pass an.

Gleich weiter zu Nummer 2. Auf dem sehe ich beiläufig einen Stock am Straßenrand liegen. Begebe mich etwas weiter Richtung Fahrbahnmitte. Auf Höhe des Stocks reist es mich. Mein Körper wird mit Adrenalin geflutet. Es ist eine Schlange und kein Stock. Keine Ahnung ob die Giftig war oder nicht. Ich war nur froh, dass sie einfach brav liegen geblieben ist.

Vor dem zweiten Anstieg gibt es eine Rest Area mit Schatten, wo ich einen kurzen Stopp einlege. Gestärkt geht es in den zweiten Anstieg. Oben am Pass angekommen. Irgend etwas stimmt hier nicht. Die Karte passt nicht zu der Landschaft. Nachdem die Straße sicher die Richtige ist fahre ich weiter. Dann erblicke ich den eigentlich zweiten Anstieg in 30 Kilometern voraus. Jetzt ist alles klar. Die haben auf der Karte vergessen einen Pass ein zu zeichnen. Ich war schon ganz euphorisch, dass es so gut läuft nur die Kilometer haben nicht ganz so gepasst. Dann wird es ein Pass mehr.

Der Wind nimmt fahrt auf. Jetzt reden wir von richtigem Gegenwind. Rauschen in meinen Ohren.

Links und rechts meines Weges grasen Kuhherden. Eine Kuhfamilie welche näher am Zaun steht starrt mich an. Deren Köpfe wandern immer den Blick auf mich gerichtet. Selbst als ich mich paar Meter weiter noch einmal umdrehe, schaue ich in einige Kuhaugen. Was die wohl haben?

3 Pass ist bewältigt. Bei der Abfahrt sehe ich voraus schon einen Schattenplatz. Hoffentlich komme ich da hin. Bisher war die Straße mit Zäunen gesäumt. Biege ab auf die 365 nach Rachel. Als ich zu der Stelle näher komme sehe ich Kühe gemütlich auf meinem geplanten Pauseplatz abhängen. Ich fahre trotzdem näher heran. Die werden mir schon nichts weg essen, hoffe ich. Als sie mich sehen nehmen alle reiß aus. Gut dann gehört der Schatten mir alleine.


Mein Fahrrad muss in der Sonne stehen bleiben. Zwischen den Baumen und ihm liegt ein Graben wo ich mir nicht die Mühe mache drüber zu schieben. Hauptsache ich bekomme etwas Sonnenpause. 2 Brote und einen Apfel später gehe ich zu meinem Rad zurück. Bin ich doch falsch gefahren und im Death Vally geländet? Das Thermometer zeigt 52 Grad Celsius an!!!

Als ich weiter fahre komme ich nochmal durch die Kuhherde durch welche ich vertrieben hab. Sie starren schon wieder alle mich an. Naja bin ja auch ein komischer Cowboy auf einem Stahlpferd. So was sieht man nicht alle Tage. Da stehen eher Mopeds, Autos, Trucks und Tornados auf dem Programm. Ja Tornados. Ich hab zwar keinen gesehen oder gehört, doch hier stehen immer wieder Schilder von „Achtung tief fliegende Flugzeuge“.

Den nächsten Teil lasse ich lieber aus. Verdammt heiß, viel Gegenwind obwohl ich meine Fahrrichtung geändert habe. Und eine Straße bis zum Horizont wo man nicht mal ganz sieht. Länger als Lang.

Kurz nach dem 4 ten Pass erblicke ich freudig Rachel. Auf wenn es, wie sollte es anders sein, noch gute 20 Kilometer weg ist. Zum Glück ist es viel Berg ab. Diesmal gibt mir das Ziel nochmal neue Motivation.


Auf dem Schein der gerade auf gehängt wird steht auch mein Name.

Von der Area 51 habe ich nicht so viel gesehen:


Jetzt wird es aber Zeit zum schlafen

„Längste“ Etappe ever

Ja, heute gab es keinen Live Track. Sorry. War aber aus meiner Sicht nicht nötig. Ich bin ganze 4,17 Kilometer weit gekommen. Ihr fragt euch sicher warum? Ganz einfach. Es reduziert morgen meine Strecke um diese paar Kilometer und ein paar Höhenmeter. Günstiger ist es oben drein. Wifi ist dafür eher bescheiden. Hab auch schon lange nicht mehr auf einem Röhrenmonitor Fern gesehen.


Habe auch schon für morgen eingekauft. Damit sollte ich dann etwas auf die Spur kommen.
Ziel ist Rachel. Das sind von hier 108 Meilen. Umgerechnet knapp 174 Kilometer. Verdammt lange und nichts auf der Strecke. Die andere Variante nach Ely zu fahren habe ich verworfen. Dort wäre die Distanz noch länger und um nach Cedar City zu kommen ist es unten herum eh kürzer. Vielleicht sehe ich da dann sogar noch das ein oder andere UFO. Keine Angst, ich fange noch nicht an zu spinnen. Die Route führt nur sehr knapp an der Area 51 vorbei. Das Motel morgen hat den liebevollen Namen „Little A’Le’Inn“.
Googles Fahrrad Routen Berechnung hätte dort hin auch noch eine kürzere Route vorgeschlagen. Auf manchen Karten steht die Straße als Militärische Sperrzone. Nehme deshalb doch die „sicherere“ Variante.


Falls sich jemand mal hier her verirrt kann ich das Tonopah Brewing empfehlen. Leider wusste ich gestern noch nichts davon, sonst wäre ich da auf jeden Fall zwei mal hin. Es handelt sich um eine kleine Brauerei mit kleinem Lokal daneben. Die Reinheitsgebot Fanatiker sollten jetzt mal nicht ganz so genau aufpassen. Es gibt dort Hefeweizen, steht wirklich so deutsch geschrieben, mit Banane. Alternativ gibt es Hefeweizen 9 Monate lang im Holzfass gereift. Geht dann schon fast in die Richtung Wein. Ist mal was anderes. Auf jeden Fall habe ich kein Light Beer Schmarren auf der Karte gesehen.


Früher war hier eine Minen Hochburg. Dadurch ist der Ort wahrscheinlich groß geworden. Die Blütezeit liegt auf jeden Fall schon eine weile zurück.

Morgen gibt es dann vielleicht wieder mehr 😉

Bye bye Sunshine State

Frühstück war mal was anderes. Es gab Rührei mit Bratkartoffeln und einem kleinen Teller mit Früchten. Das Witzige dabei war, dass ich mit 5 anderen Gästen am Tisch saß und wir uns über die jeweiligen Unternehmungen unterhalten haben.

Die Strecke nach Benton kannte ich ja bereits von gestern. Benton hat sogar einen Softball Platz. Nur fraglich ob hier genügend Menschen leben, damit er auch genutzt werden kann. Der Spielplatz daneben schaut auch eher unbenutzt aus.


Beim Abbiegen auf den Highway 6 steht gleich schon ein Schild mit paar Kilometer Angaben. Es ist immer wieder beruhigend wenn der Ort wo man hin will angeschrieben ist.

Nach ein paar Meilen ist es so weit. Ich verlasse Kalifornien und komme nach Nevada. Der erste Eindruck, über den Radweg ist kurz nach dem teeren eine Pistenraupe gefahren. Ist bei der aktuellen Höhe von knapp 2000 Meter durch aus möglich. Wahrscheinlicher ist aber dass es sich um Rüttelstreifen handelt. Bei den langen geraden Straßen kann man schon mal einschlafen.

Der heute Pass ist angenehm zu fahren. Neben an entdecke ich die ursprüngliche Straße. Die ist zwar direkter, aber dadurch deutlich steiler und weniger Grip ;-). Diese ist auf jeden Fall noch ein Relikt aus der Zeit, wo Kutschen als Fortbewegungsmittel dienten.

Das was gestern Weit war erscheint mir aus heutiger Sicht eher klein. Bei der Abfahrt vom Pass komme ich nach ein zwei Kurven wo mir ein Wildpferd vor die Linse läuft auf eine Gerade. Wie ihr euch sicher schon denken könnt, relativ lang. Anhand der Karte vermute ich den Berg den ich in der Ferne sehe eine Zeit lang vor der Nase haben werde. Ich liege richtig. Über 26 Meilen ist er entfernt. Man kann zwar nicht die gesamte Straße sehen doch das Zwischenziel ist klar.


Weit und breit ist kein Schatten in Sicht darum mache ich am Columbus Salt Marsh welcher in der Karte als See vermerkt ist halt für meine Mittagspause. Es hat auch nur knapp 42 Grad. Also wohl temperiert, dank eines leichten Lüftchens. Bei den Temperaturen ist es auch verständlich, dass der See sich in die Erde zurück gezogen hat. Das Salz aus dem Namen ist relativ gut am Boden erkennbar. Ich nehme davon ausnahmsweise keine Kostprobe. Habe davon schon genug auf meiner Haut.



Nur 7 Meilen später treffen die 6 und die 95 aufeinander. Leider bringt die 95 viel Verkehr mit sich. Nachdem sich die Highways aus Sparmaßnahmen schon die Strecke teilen hat man auch gleich ganz auf den schönen Seitenstreifen verzichtet. Ganz zu meinem Unmut. Ich fahre ja viel Fahrrad. Mehrheitlich auf der Straße. Manche bezeichnen mich auch liebevoll als Teerjunky. Aber hier ist mir die Sache nicht ganz so geheuer. Ich schaue mich ab und zu um, um nicht von so einem Monstertruck überrascht zu werden. UPS hat z. B. gleich 3 Hänger dran. Da sehe ich einen, der könnte mit dem entgegenkommenden gleichzeitig auf meiner Höhe sein. Hoffentlich nicht. Doch klar muss ja so sein. Netter Weiße hält der von hinten kommende schön Abstand zu mir. Zum anderen Truck glaube ich war nicht ganz so viel Luft. Puh noch mal gut gegangen. Langsam gewöhne ich mich ein wenig daran und entspanne mich etwas. Leicht Berg ab läuft es gerade richtig klasse. Liege gut in der Zeit. Einige Kilometer später gibt es wieder eine ähnliche Situation. Diesmal muss der entgegenkommende Laster sogar leicht das Kiesbett tuschieren. Ein kurzer Blick zurück. Die Staubwolke ist gigantisch. Zum Glück ist leichter Gegenwind.

Bei Kilometer 110 bekomme ich glatt wieder einen breiteren Standstreifen. Zwar zur Hälfte mit Bodenrillen versehen, welche wenn man mit dem Rad rein kommt richtig ekelhaft sind. Aber immer hin habe ich jetzt einen 40 cm breiten Streifen mit Sicherheitsabstand zur Fahrbahn welcher noch mal so groß ist.

In paar Kilometern sehe ich Bäume. Da wird doch nicht wohl Schatten sein. Tatsache. 5 Kilometer später ist ein Rastplatz. Ich mache noch einmal kurz Pause. In der Ferne erahne ich mein Ziel. Irgendwie passt das nicht so ganz mit meiner Rechnung zusammen. Es schaut deutlich näher aus als es ist. Ich mache mit weiter auf den Weg. 120 Kilometer, es schaut immer noch so weit weg aus. 125 km. Gleiche Sicht wir vor 5 Km. Ich schleppe mich Kilometer um Kilometer näher heran. Netter Weiße hat sich jemand überlegt auch noch eine leichte Steigung mit ein zu bauen. Tut das Not???


Ich bin so geschafft, dass ich gleich das erst Beste was nach Zimmern aussieht ansteuere. Es gibt nur Appartements. Auf die Frage nach weiteren Motels die Antwort: „In welche Richtung willst du denn. Ach in die gibt es die nächsten 100 Meilen nichts mehr.“ Von wegen. Es hätte noch haufen Motels gegeben. Ich bin einfach zu geschafft als das ich mir die Mühe mache nach etwas anderem um zu sehen. Wer also spontan Zeit hat. Ich hab noch zwei Zimmer frei. Nur solltet ihr Bier mit bringen. Sonst wird es eine trockene Veranstaltung. Und bedenkt die Luft hier ist sehr trocken! 😉

 

Ewige Weiten

Nach dem ich gestern erste recht spät in Lee Vining angekommen bin, hab ich es heute ruhiger angehen lassen. Frühstück war eh keines in der Unterkunft mit dabei. Nachdem es für Waschen gestern nicht mehr gelangt hat, musste ich heute früh kurz ran. Trikot, Unterhemd und Socken waren schnell durch gespült und mit der Handtuchrollmethode auch die meiste Feuchtigkeit wieder her außen. Die Restfeuchte war auch kein Problem. Temperatur ist bereits hoch, durch die viel Sonne. Das Gewand ist so schnell getrocknet, dass es kaum der Rede wert ist.

Die ersten 10 Kilometer geht es Richtung Death Vally auf dem Highway 395 nach Süden. Bei uns würde so etwas Autobahn heißen und ich hätte die Straße nicht fahren dürfen. 4 Spuren, zwei pro Richtung plus Seitenstreifen mit einem „Grünstreifen“ in der Mitte. Teilweise fahren die Autos sogar auf die Linke Spur um mir nicht zu nahe zu kommen. Nachdem ich aber nach Osten will nehme ich den Abzweig auf die 120 nach Benton. Selbst beim Abbiegen kommt es mir so vor, als ob sie da lieber mal mehr geteert haben als Nötig.

Die 120 hat nicht diesen luxuriösen Radweg, dafür verdammt wenig bis meistens gar keinen Verkehr und ein super Panorama. Neben bei Erwähnt 46 Meilen ohne Service. Ein Blick zurück zeigt den Hochgebirgszug den ich gestern überquert habe. Nach vorne sieht es aus wie auf dem Banner dieser Homepage. Immer wieder bleibe ich stehen um diverse Fotos zu machen.

Ab Kilometer 20 wird es anstrengend. Es geht leicht Berg auf. Ich habe noch den gestrigen Tag in den Beinen und mein Sattel harmoniert nicht mit dem Sitzfleisch.

13 Lange Kilometer später. Der heutige Pass und ein Hammer Ausblick zurück. Es gefällt mir hier so gut. Da muss man einfach verweilen. Es gibt zwar keinen Schatten, dafür sagt die Uhr und der Magen: Zeit für Mittag. So kann ich den Ausblick noch länger genießen.

Paar Kilometer die Abfahrt hinunter tut sich vor mir ebenfalls ein unglaubliches Panorama auf.

Und alles immer mit einer Weite! Wahnsinn! Links und Rechts karges Gestrüpp. Dazwischen eine schön geteerte Fahrbahn. Man kann hier glaube ich von Wüste mit Straße reden.

10 Meilen vor meinem heutigen Etappenziel lerne ich was Dips sind. Lustige kleine Wellen in der Landschaft. Um den Straßenbau günstig zu halten wurden diese nicht begradigt sonder beteert. Ein rauf und runter. Sehr schön wenn in der Ferne ein Fahrzeug auftaucht und dann wieder verschwindet, wieder auftaucht, wieder verschwindet, usw. Nur wenn diese Dips dann steil werden gefällt mir das eher weniger. Erst noch gut in Fahrt und dann auf 7 km/h abbremsen. Naja Bremsen muss ich nicht. Das macht die Natur von ganz alleine. Ich muss aber in den fast kleinsten Gang schalten.

Dips

Mein Quartier ist in Benton Hot Springs. 4 Meilen vor Benton. Das einzige Bed & Breakfast weit und breit. Lustiger Weise sind die Besitzer passionierte Radfahrer und haben auch schon eine Transamerika im Norden gemacht. In der Rezeption hängt eine Amerika Karte mit den gefahrenen Routen. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich bin auf jeden Fall beeindruckt. Das Anwesen ist klasse. Es gehört seit über 150 Jahren der Familie. Sie haben sehr viele alte Gerätschaften gesammelt. Es ist wie ein kleines Sammelsurium. Hinterm Haus gibt es auch noch 3 Pools die aus der hier fließenden heißen Quelle gespeist werden. Das erklärt auch den Ortsnamen.

Inn

Ich erfahre auch etwas über meine nächste Route. Es werden zwei bzw. eher drei harte Tage. Der nächste Ort sind über 140 Kilometer entfernt und danach sind 4 Pässe, noch mehr Strecke aber kein Service bis Ely. Da kann man sich dann wenigstens drauf einstellen.

Nachdem es hier nichts zum essen gibt außer Frühstück bekomme ich einen Shutleservice in den Ort runter. Wenn ich mal wieder in der Gegend sein sollte, komme ich hier noch einmal her. Kann das Inn at Benton Hot Springs wärmstens weiter empfehlen. Führ Radfahrer gibt es sogar einen Rabatt 😉

 

 

 

Tioga Pass / Yosemite Park

Sonntag, 29.5.
6:30 Uhr: ich wache auf. Es ist schon hell, aber noch ziemlich kühl. Bleibe liegen hab ja noch ein wenig Zeit. Einige Lageänderungen später. 8 Uhr: ich muss auf stehen. Im Zelt ist es zu heiß.
Nach dem Frühstück gehts ans abbauen. Das Zelt steht in der Sonne. Mir läuft die Soße runter. Also kurze Pause. Ich geselle mich zu Robert in den Schatten der den Zeltplatz neben mir hat. Auch ein Bikenomade. Seine erste Frage als wir uns kennen lernten war: wo ist dein Motor? Ja er hat ein Motorrad. Mit 70 kann man so was schon machen. Heute morgen unterhalten wir uns über meine weitere Route und über Baseball, gehört ja irgendwie zusammen. Dann Packen wir beide unsere Sachen zusammen. Ich helfe ihm mit seiner Maschine aus der Parkposition zu kommen und mache mich dann selber auf den Weg.


Es hat schon jetzt um kurz nach 10 über 30 Grad. Das kann ja noch heiter werden.

Die Einrollphase ist kurz. Es geht relativ bald in den Anstieg. Mehr als 1 Stunde Berg auf. Viele Biker grüßen mich. Auch einige Autofahrer heben ein Daumen. Jedes mal bekomme ich ein Grinsen im Gesicht. Nach diesem ersten Anstieg muss ich erst mal Pause machen und auch meine Flaschen nachfüllen. Hab mir in der Früh nur eine her gerichtet. Alles kein Problem. Hab diesmal ja genug Wasser dabei.
Nächstes Ziel ist Groveland. Dort gibt es einen Supermarkt. Hab ich zum Glück gestern schon bei der Touristen Information erfahren.

Großeinkauf: 2 Gallonen Wasser, Wurst, Käse, Brot und Obst. Bringe ich das alles unter? Tatsache. Ein Teil von dem Wasser fülle ich in den Ortlieb Wassersack und die andere Gallone passt gut in die Tasche. Nachdem nebenan eine Bank steht, mache ich dort auch noch gemütlich Mittag.

Beim weiter fahren kommt mir die Tatsache des Tages. 10 Liter Wasser am Rad sind deutlich zu spüren. Als ob jemand die nicht vorhandene Handbremse angezogen hat.

Die Temperatur will nicht runter sondern eher rauf. Die Spitzen liegen bei über 40 Grad Celsius (Muss man in diesem Land ergänzen, weil die mehrheitlich nur komische Maßeinheiten haben. Da lobe ich mir die Metrik. Gestern durfte ich die Einheit Cup kennen lernen. Sehr krumme Zahl wenn man es wirklich genau machen will. Einfache bzw. aufgerundet ist ein Cup = ein viertel Liter).

Heute brauche ich viele Pausen und viel Flüssigkeit. 1 Liter auf 10 km ist ein verdammt hoher Schnitt, aber nötig. Normal schaffe ich auch schon mal 50 km oder mehr mit 1 Liter. Es geht meist Berg auf. Die gegen Abfahrten bringen kurze Abkühlung. Doch was ich Runter fahre muss ich nochmal rauf. Soll ja morgen schließlich auf über 3000 Meter gehen.

Vor dem Yosemite stehen schon Schilder, dass alles voll ist. Egal ich fahre trotzdem bis zum Parkeingang. Dort wird mir gesagt, dass auch für mich nichts frei ist, und ich doch einfach in den National Park 2km zurück fahren und mir dort ein kuschliges Plätzchen suchen soll. Alternativ könnte ich auch zu einem der Umliegenden Campingplätze fahren. Die sind mir alle zu weit.
Öfters mal was neues. Dann halt wild campen. Finde sogar relativ schnell einen Klasse Platz. Nur etwas viele Moskitos. Zum Glück hab ich jetzt so viel Wasser und den Duschaufsatz für den Ortlieb Wassersack dabei. So kann ich zu mindestens das salzige Sonnencreme Gemisch abwaschen. Fühle mich danach fast wie neu. Nachdem ich keine Erlaubnis für offenes Feuer oder Campingkocher habe beleibt die Küche kalt und es gibt nur Brotzeit. Hauptsache es kommt was in den Magen.


Montag, 30.5.
Ich schlafe unruhig, andauernd lausche ich ob irgend was oder wer kommt. Ans Wildcampen muss ich mich noch etwas gewöhnen. Damit ich genug Zeit habe die Strecke gemütlich zu bewältigen steht der Wecker auf 6:45. Ich stehe kurz davor auf bzw. setze mich auf. Draußen ist noch kalt. Erst mal Frühstücken im Zelt und die Taschen packen. Liegt ja eh alles in Reichweite. Als letztes kommt das Zelt zum trocknen in die Sonne. In der Zwischenzeit lege eine Schicht Sonnencreme auf. Wird heute wieder zwingend Nötig sein. Kurz nach 8 ist alles verstaut und ich mache mich auf den Weg zum Parkeingang. Lustiger Weise erwische ich genau den gleichen Ranger wie gestern Abend. 15 $ kostet es mich selbst durch den Park zu fahren. Nach einem kurzem Wortwechsel fülle ich noch schnell meine Wasserreserven auf und los geht es.
Beim Abzweig zum Tioga Pass hole ich noch etwas zu essen. Voll beladen mache ich mich in den Anstieg. Immer wieder kommen kleine Abfahrten dazwischen. Heute sind diese Teilweise richtig frisch. Das Thermometer schwankt zwischen 20 und 30 Grad. Weiter oben liegen auch noch einige Schneefelder, die noch gegen die Sonne ankämpfen. Sie schaffen zwar die Umgebungsthemperatur unten zu halten. Müssen aber viele Opfer lassen. Die Schmelze ist ordentlich im gange.

Die Straße zieht sich erst relativ lange nach oben. Es schaut fast so aus, dass ich den Half Dome diesmal nicht sehen werde. Ich kenne ihn ja schon und hab auch zahllose Bilder davon. Doch nach der zweiten Kuppe sehe ich ihn. Der Ausblick ist einfach der Hammer. Dafür haben sich die 2 Tage Quälerei gelohnt.


Auch der restliche Teil der Tioga Straße bringt immer wieder fabelhafte Ausblicke hervor. Auf über gibt 2600 Metern gibt es sogar Frösche. Ist das dann die Rasse „High Hill“. Ich weis wie viele Kilometer noch bin zum Pass sind. Und bilde mir auch ein die Höhe zu kennen. Zum Glück war mein Navi nicht geeicht. Ich dachte immer, da muss jetzt noch ein ordentlicher Anstieg kommen. Froh war ich, dass es nicht ganz so hoch wie gedacht war. Trotzdem über 3000 Meter. Um aus dem Buch zu Zitieren was ich zur Vorbereitung gelesen habe „Radeln über der Zugspitze“. Das war bzw ist glaube ich mein Höchster Pass, den ich bisher gefahren habe. Vor allem in der Länge. Von 0 auf über 3000 Meter.

Die 2200 Höhenmeter im Anstieg mit knapp 50 Kilo Systemgewicht ziehen mir die Augen zu. Bilder muss ich deshalb nachreichen.